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China verfolgt ehrgeiziges Raumfahrt-Programm - Bis 2010 Station geplant

Tagesausflug ins All soll erst der Anfang sein

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Das "Magische Schiff" steht bereit: Chinas Raketenbauer sagen, ihr Werk sei "die beste von allen" .

Peking - Der erste bemannte Raumflug Chinas soll "nur ein erster Schritt" für die ehrgeizigen chinesischen Pläne im Weltall werden.

Schon vor dem Start von "Shenzhou 5" (Magisches Schiff) mit dem ersten chinesischen Astronauten an Bord am Mittwochmorgen sprachen Verantwortliche des Raumfahrtprogramms von weiteren bemannten Flügen, dem Bau einer Raumstation und eines Labors im Weltraum sowie der Erkundung des Mondes. Mit dem nur eintägigen Flug wird China nach Russland und den USA die dritte Nation der Erde, die aus eigener Kraft Menschen ins All bringen kann.

Angst vor Fehlstart: Keine Live-Übertragung im TV

Offenbar aus Angst vor einem peinlichen Fehlschlag beim Start der Rakete vom Typ "Langer Marsch 2F" vom Raumfahrtzentrum nahe der Stadt Jiuquan (Provinz Gansu) wurde die Direktübertragung im staatlichen Fernsehen abgesagt. Die Raketenbauer beteuerten, die mit 58 Metern höchste und schwerste Rakete Chinas sei "die beste von allen" und habe eine Erfolgsquote von 97 bis 98 Prozent. In Chaträumen im Internet machten Chinesen ihrem Unmut Luft, dass sie nicht live dabei sein konnten. Der Startzeitpunkt war bis zuletzt ein Geheimnis. Doch sprachen lokale Stellen von 09.00 Uhr (03.00 Uhr MESZ).

Flug soll 22 Stunden dauern

Der Flug sollte nur 22 Stunden dauern, in denen "Shenzhou 5" die Erde 14 Mal umkreist. "Es gibt wenig Flexibilität", sagte der amerikanische Raumfahrtexperte James Oberg. "Sie wollen es so einfach wie möglich halten." Die Verantwortlichen seien "sehr vorsichtig". Aus technischen Gründen biete sich nach 21 Stunden in der Erdumlaufbahn die erste Gelegenheit zur Rückkehr zum Landeplatz in der Inneren Mongolei, die aus Sicherheitsgründen auch genutzt werde. Dem ersten bemannten Flug waren seit 1999 vier unbemannte Missionen vorausgegangen, die bis zu einer Woche gedauert hatten.

Pilot bis zur letzten Minute offen

Als aussichtsreichster Kandidat für den ersten Raumflug galt der 38-jährige Astronaut und Pilot Yang Liwei, der mit seinen Kollegen Zhai Zhigang und Nie Haisheng bis zuletzt auf seine körperliche und geistige Verfassung untersucht worden war, wie die Hongkonger Zeitung "Wen Huibao" berichtete. Nur eine Stunde vor dem Start war noch ein letzter Test angesetzt, ob der Auserwählte auch fliegen kann oder besser ersetzt wird. Der neue Staats- und Parteichef Hu Jintao sowie sein Vorgänger Jiang Zemin, der als Vorsitzender der Militärkommission der Verantwortliche für das Raumfahrtprogramm unter dem Dach der Volksbefreiungsarmee ist, wurden zum Start vor Ort erwartet, wie die "China Daily" auf ihrer Webseite berichtete.

Die ehrgeizigen Pläne Chinas, bis 2010 eine Raumstation zu bauen, nannte der britische Raumfahrtexperte Phillip Clark ein durchaus "realistisches Ziel". In zwei bis drei Jahren sei ein erster Erkundungsflug zum Mond geplant. Clark bestätigte Angaben anderer westlicher Experten, dass die Flüge von "Shenzhou" neben wissenschaftlichen und technologischen Zwecken auch militärische Aufgaben hätten. Bei den letzten drei Flügen habe das Raumschiff elektronische Aufklärungssysteme an Bord gehabt. Er berief sich dabei auf eigene Quellen. "Shenzhou 5" könne an seiner Spitze "möglicherweise" solche Geräte transportieren, doch solle dort auch der Andockmechanismus für künftige Rendezvous im All angebracht sein.

dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 14. Oktober 2003 15:41 von sab

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