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Packender Politthriller: "Baltic Storm" über "Estonia"-Untergang

Tod, Lügen und Vertuschungen

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"Verkettung unglücklicher Umstände"? Greta Scacchi und Jürgen Prochnow forschen nach

In der Nacht auf den 28. September 1994 ereignet sich eine der größten zivilen Schiffskatastrophen nach dem Zweiten Weltkrieg. Zwischen Tallinn und Helsinki sterben 852 Menschen beim Untergang der schwedisch-estnischen Ostsee-Fähre "Estonia". Nur 145 Passagiere können aus dem eisigen Wasser gerettet werden.

Bis heute sind die Ursachen ungeklärt. Die wahren Hintergründe des Unglücks versucht der packende Politthriller "Baltic Storm" aufzudecken. Regisseur Reuben Leder hat die deutsch-englische Koproduktion mit Stars wie Greta Scacchi, Jürgen Prochnow und Donald Sutherland in den Hauptrollen inszeniert.

Recherchen über Waffenschiebereien führen Fernsehreporterin Julia Reuter (Scacchi) nach Tallinn. Nur um Haaresbreite verpasst sie die "Estonia". An Bord amüsieren sich unterdessen die Passagiere des Fährschiffs. Barfrau Tiina Ronk (Birgit Stein) flirtet mit Gast Erik Westermark (Prochnow), als sich düstere KGB-Männer nach einem russischen Wissenschaftler erkundigen. Kurz darauf knallt es zweimal, Panik bricht aus. Wenige Stunden später liegt die "Estonia" auf dem 60 Meter tiefen Meeresboden.

Zwischen den Fronten von Geheimdiensten und Militärs

Julia übernimmt für ihren TV-Sender die Berichterstattung über die Katastrophe und lernt den völlig entkräfteten Überlebenden Erik kennen, der seinen zehnjährigen Sohn bei dem Untergang verloren hat. Gemeinsam bemühen sie sich hartnäckig um eine Aufklärung und geraten zunehmend zwischen die Fronten der beteiligten Geheimdienste und Militärs.

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"Baltic Storm": Spannung bis zur letzten Minute

Der 116-Minuten lange Spielfilm basiert auf den Nachforschungen der deutschen "Spiegel"-Journalistin Jutta Rabe, ihres finnischen Kollegen Kaj Holmberg und Henning Witte, dem Anwalt von etwa 1000 Angehörigen und Opfern der "Estonia"-Katastrophe. Alle drei kommen zu dem Ergebnis, das der Untergang nicht eine "Verkettung unglücklicher Umstände" durch Konstruktionsfehler an der Bugklappe war, wie es die von Schweden, Estland und Finnland anberaumte Untersuchungskommission herausfindet.

"Wir wollen die Menschen aufrütteln"

Rabe, Holmberg und Witte entdecken vielmehr Hinweise eines Geheimdienstanschlags auf das Schiff, das einen russischen Überläufer und biologische Waffen an Bord hatte. "Wir wollen die Menschen aufrütteln, neue Untersuchungen einleiten und die Toten endlich bergen", sagt Jutta Rabe, die neben Kaj Holmberg als Produzentin des Films fungiert und schon mehr als ein Dutzend Dokumentationen über die "Estonia" gedreht hat.

Trotz der vielen Details, die den Zuschauer manchmal den Überblick verlieren lassen, garantiert "Baltic Storm" Spannung bis zur letzten Minute beim Showdown auf dem US-amerikanischen Stützpunkt in Goslar. Gelungen ist die hochkarätige Besetzung der Nebenrollen mit Jürgen Schornagel, Barbara Schöne, Thure Riefenstein, Dieter Laser, Jürgen Tarrach, Suzanne von Borsody, Axel Milberg, Sissi Perlinger und Gitte Haenning.

"Baltic Storm"-Produktion bereits auf den Index

Während "Baltic Storm" in Estland Ende dieses Jahres zu sehen ist, hat Schweden die sechs Millionen Euro teure Produktion bereits auf den Index gesetzt.

Jana Werner, ddp


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Zuletzt geändert am 15. Oktober 2003 15:38 von to

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