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China hat als dritte Nation der Erde bemannten Raumflug gestartet

"Taikonaut" düst 21 Stunden durchs Weltall

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Chinas Beginn eines ehrgeizigen Raumfahrtprogramms: Das "Magische Schiff" macht sich auf den Weg.

Peking - China hat seinen ersten Astronauten ins All gebracht. Die Rakete vom Typ "Langer Marsch 2F" mit dem Raumschiff "Shenzhou 5" (Magisches Schiff) startete erfolgreich vom Raumfahrtzentrum am Rande der Wüste Gobi in der nordwestchinesischen Provinz Gansu.

Mit dem ersten bemannten Raumflug wird China nach Russland und den USA die dritte Nation der Erde, die aus eigenen Kräften einen Menschen ins All schicken kann.

Der erste chinesische Astronaut ist der 38-Jährige Yang Liwei aus dem Nordosten Chinas. "Ich fühle mich gut und mein Zustand ist normal", berichtete der frühere Luftwaffenpilot eine halbe Stunde nach dem Start um 9.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MESZ) über seine Körpertemperatur und seinen Blutdruck. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Das Raumschiff hatte schon zehn Minuten nach dem Start seine geplante Umlaufbahn erreicht.

Raumfahrer als "Taikonauten"

Chinas Raumfahrer werden im Westen zur Unterscheidung von den Astronauten der USA und Kosmonauten Russlands gerne "Taikonauten" genannt - nach dem chinesischen Wort "Taikong" für Weltraum. Auf Chinesisch heißen die Astronauten meist "Yuhangyuan", übersetzt "Navigator im All", oder auch salopp "Taikongfeiren", sprich "Pilot im Weltraum". "Es macht Sinn, ein neues Wort zu schaffen, um Chinas unabhängige Fähigkeiten im bemannten Raumflug widerzuspiegeln", meinte der Experte Chen Lan.

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Erster Chinese im All: Yang Liwei.

Unter 1500 Kandidaten ausgewählt

Yang Liwei ist verheiratet und hat einen Sohn. Er stammt aus dem Kreis Suizhong bei Huludao in der nordostchinesischen Provinz Liaoning. Mit 18 Jahren trat er in die Volksbefreiungsarmee ein und wurde Pilot. Mit 1350 Flugstunden im Cockpit wurde Yang Liwei 1998 unter 1500 Kandidaten für ein Team von 14 Astronauten für das 1992 begonnene bemannte Raumfahrtprogramm Chinas ausgewählt. Seither arbeitet er in der abgeriegelten "Weltraumstadt" westlich von Peking.

Manöver ohne Probleme gemeistert

Das Raumschiff wechselte bei der vierten Erdumrundung erfolgreich von seiner elliptischen Bahn zwischen 200 und 350 Kilometern in eine ständige Höhe von 343 Kilometern. Das Manöver war ein entscheidender Test des Haupttriebwerks, das für die Rückkehr benötigt wird. Nach 21 Stunden Flug sollte Yang Liwei am Donnerstag nach 06.00 Uhr (00.00 Uhr MESZ) an einem Fallschirm in der Inneren Mongolei landen.

Pünktlich zur Mittagszeit gab es Chinaküche im Weltall. Dazu gehörten Palasthühnchen aus Sichuan, nach Fisch duftende süß-saure Schweinefleischstreifen mit Gemüse sowie Acht-Köstlichkeiten-Reis mit Nüssen. Der Flug wurde von 13 Beobachtungs- und Kontrollstationen weltweit verfolgt, darunter vier chinesische Beobachtungsschiffe auf drei Ozeanen und Stationen in China oder auch Kenia.

"Traum ist endlich wahr geworden"

Tausende Schaulustige verfolgten den Start aus der Ferne. "Es war so aufregend", berichtete ein Hotelmanager. "Wir konnten eine große Rauchwolke sehen." Eine Direktübertragung im Fernsehen war abgesagt worden. Doch zeigte das Staatsfernsehen eine halbe Stunde nach dem Start die ersten Bilder. "Heute ist unser alter Traum von bemannten Raumflügen endlich wahr geworden", sagte Hu Shixiang, Vizedirektor des Raumfahrtprogramms, nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua.

Die bemannte Mission Chinas folgt 42 Jahre auf den Flug des sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin 1961 als erster Mensch ins All. Wenige Wochen später wurde Alan Shepard der erste Amerikaner im Weltraum. Für China als größtes Entwicklungsland der Erde ist der Flug nur ein "erster Schritt" in einem ehrgeizigen Raumfahrtprogramm.

dpa - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 15. Oktober 2003 08:10 von sab

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