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Auftakt im "Sniper-Prozess". Angeklagter bekennt sich "nicht schuldig"

US-Heckenschütze droht Todesstrafe

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Er soll zehn Menschen aus dem Hinterhalt erschossen haben: John Allen Muhammad.

Washington - Ein Jahr nach der Mordserie der Heckenschützen von Washington hat der Prozess gegen einen der beiden Männer begonnen, die für den Terror jener Oktobertage 2002 verantwortlich gemacht werden.

300 Journalisten belagerten das Gerichtsgebäude in Virginia Beach (Virginia), als der 42-jährige John Allen Muhammad unter schwerer Bewachung in einem Kleinbus mit verdunkelten Scheiben zum Gerichtssaal gefahren wurde. Zum Auftakt des Prozesses bekannte sich Muhammad, der statt seines Orange farbenen Gefängnisoveralls ein weißes Hemd mit Schlips trug, "nicht schuldig".

Zunächst nur ein Mord vor Gericht

Insgesamt 10 Morde aus dem Hinterhalt in und um Washington werden Muhammad und seinem mutmaßlichen jungen Komplizen John Lee Malvo angelastet. Muhammad muss sich - wie später im November auch Malvo - zunächst nur für eine der heimtückischen Taten verantworten, aber das allein kann sein Schicksal besiegeln. Schätzungsweise sechs bis acht Wochen wird dieser erste Heckenschützen-Prozess dauern, bei dem zunächst die Auswahl der 12-köpfigen Jury anstand.

Obwohl das Verfahren an einen Ort rund 320 Kilometer vom Schauplatz des Muhammad angelasteten Mordes entfernt verlegt wurde, halten es Experten für äußerst schwierig, unvoreingenommene Geschworene zu finden. Blieb der Raum Virginia Beach seinerzeit auch von den Anschlägen und damit von der Angst verschont, hat doch jeder den Schrecken via Fernsehen und Presse miterlebt. Rechtzeitig zu den Jahrestagen der Morde sind außerdem gleich mehrere Bücher zu den Attacken der Heckenschützen (auch "Sniper" genannt), auf den Markt gekommen, und am kommenden Samstag steht eine Filmpremiere zu den Taten im US-Fernsehen an.

Opfer stand ahnungslos an Tankstelle

53 Jahre alt war Dean H. Meyers aus dem Bundesstaat Maryland, als er am 9. Oktober 2002 mit einem Kopfschuss getötet wurde. Der Ingenieur war damit das siebte Mordopfer der "Sniper" während der Attentatsserie im vergangenen Herbst. Die Kugel traf ihn, während er ahnungslos sein Auto betankte. Und so war es auch bei den anderen Attentaten: Die Mörder überraschten ihre Opfer bei Alltagsbeschäftigungen.  

Ankläger: "Berg von Beweisen"

Weder Muhammad noch Malvo, der zur Tatzeit erst 17 Jahre und damit minderjährig war, wurden mit der Hand am Abzug gesehen. Damit muss sich die Staatsanwalt gänzlich auf Indizien stützen. Die Ankläger sprechen von einem Berg von Beweisen für Muhammads Schuld - von Fingerabdrücken auf Botschaften der Heckenschützen nach den Anschlägen über DNA-Proben bis hin zur Tatwaffe, einem Bushmaster- Gewehr, das im Auto des Duos gefunden wurde. "Der überzeugendste Beweis ist jedoch die Tatsache, dass die Anschläge nach der Festnahme von Muhammad und Malvo schlagartig aufhörten", sagt Staatsanwalt Richard Conway.

Geschworene bei Todesurteilen nicht zimperlich weiterblättern
 


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Zuletzt geändert am 15. Oktober 2003 09:24 von sab

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