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Gladbachs Neu-Trainer Fach will ausgerechnet gegen Bayern ersten Sieg

"Der Mannschaft fehlt ein Kopf"

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Mut zur Offensive: Gladbachs Trainer Holger Fach.

Mönchengladbach - Nur wenige Kilometer vom Bökelberg entfernt nimmt auf der größten Baustelle von Mönchengladbach die Zukunft der Borussia konkrete Formen an. Bereits im Sommer 2004 wird im Nordpark eine hochmoderne Fußball-Arena mit über 50.000 Plätzen eingeweiht. Die Gegenwart indes sieht weniger rosig aus.

Gladbach liegt mit nur fünf Punkten aus acht Spielen auf einem Abstiegsplatz, die Fans sind sauer, und der erneute Sturz in die Zweitklassigkeit droht.

Ernüchternde Zwischenbilanz

Verhindern soll dies Holger Fach. Seit dreieinhalb Wochen ist der Coach im Amt, zu beneiden ist er nicht. Nicht weniger als einen einstelligen Tabellenplatz fordert das ehrgeizige Borussia-Präsidium. Derzeit utopisch, zumal nach der Partie gegen Meister Bayern München am Samstag erst einmal die "Rote Laterne" droht. So fällt das Zwischenfazit von Fach, der bislang einen Punkt aus zwei Spielen verbuchen konnte, ernüchternd aus: "Wir stehen eigentlich dort, wo wir an meinem ersten Tag standen."

Nach dem sechsten Spieltag hatte Fach das Kommando übernommen. Viel Wirbel hatte es gegeben nach seinem Wechsel vom Regionalligisten Rot-Weiß Essen, den der 41-Jährige aufgrund einer Austiegsklausel nach nur drei Partien wieder verließ. Seitdem hat Fach mit vielen Problemen zu kämpfen. Da ist die anhaltende Personalmisere: Zwischenzeitlich fielen zehn Spieler aus. Besserung ist nur langsam in Sicht, wie Fach betont: "Einige Spieler kommen allmählich zurück. Das heißt aber noch nicht, dass sie auch fit sind."

Verfehlte Personalpolitik wiegt schwer

Schwerer als die kurzfristige Verletztenmisere wiegt allerdings die verfehlte Personalpolitik unter Fachs Vorgängern Hans Meyer und Ewald Lienen. "Der Mannschaft fehlt ein Kopf. Wir brauchen einen Spielmacher. Darunter verstehe ich einen Leitwolf, einen Spieler, an den sich die Mannschaft anlehnen kann und der die Führung übernimmt", sagt Fach.

Es besteht Handlungsbedarf, Nachbesserungen in der Winterpause sind nötig. Dass allerdings Stürmerstar Mikael Forssell (derzeit Birmingham City) den Weg zurück an den Bökelberg findet, ist unwahrscheinlich. "Ich halte es für unrealistisch, ihn verpflichten zu können", räumt der 416-malige Bundesligaprofi (Fortuna Düsseldorf, Bayer Uerdingen, Gladbach, Bayer Leverkusen) ein. In der Rückrunde der Vorsaison hatte Forssell mit acht Treffern noch entscheidenden Anteil am Klassenerhalt, bevor er von Chelsea London zurückgerufen wurde.

Defensivtaktik soll der Vergangenheit angehören

Auch wenn der Erfolg noch ausbleibt, Fach kommt bei der Mannschaft gut an. Zu groß war bei Spielern wie Torhüter Jörg Stiel oder Sturmführer Arie van Lent der Unmut über Lienen, der den Spielern bis ins kleinste Detail den Tagesablauf diktierte. Das ist unter Fach nun anders: "Ich behandele die Spieler, wie ich auch behandelt werden möchte - und zwar wie erwachsene Menschen. Einige Spieler haben zwei Kinder. Ich glaube nicht, dass ich die noch erziehen muss."

Nicht nur in der Menschenführung, auch auf dem Platz unterschiedet sich Fach von seinem Vorgänger. Die Defensivtaktik a la Lienen gehört der Vergangenheit an: "Ich will die Manschaft Fußball spielen lassen. Wenn nur reagiert statt agiert wird, bekommt man irgendwann einen Gegentreffer."

Doch auch Fach weiß, dass nur der Erfolg zählt: "Nun haben wir kurzfristige Ziele. Wir wollen den Abstand zu Platz neun so klein wie möglich halten." Das Wort Abstiegskampf will Fach noch nicht in den Mund nehmen.

Von Stefan Tabeling, sid - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 16. Oktober 2003 15:31 von sab

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