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25-jähriges Amtsjubiläum: Papst fordert zum Kampf für den Frieden auf

Lob und kritische Zwischentöne für Heiligen Vater

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Seit 25 Jahren im Amt: Papst Johannes Paul II.

Rom - Zu seinem 25-jährigen Amtsjubiläum hat Papst Johannes Paul II. die Kirche aufgerufen, sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. Die Kirche müsse die Rechte der Armen und Ausgestoßenen in der Welt verteidigen.

Eine weitere Hauptaufgabe sei es, den Dialog mit den anderen Religionen weiter zu führen, hieß es in seiner Rede an über 150 Kardinäle und viele Bischöfe am Donnerstag in Rom. Allerdings trug der schwer kranke Kirchenführer nur einen Teil seiner Rede selbst vor. Der Rest wurde von einem Kardinal verlesen.

Würdigung für "Integration Europas"

Zahlreiche Staats- und Regierungschefs würdigten vor allem den Friedenseinsatz des Papstes. Der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi betonte seine Rolle beim Sturz des Kommunismus in Europa. "Sie haben an die Integration Europas geglaubt, als unser Kontinent noch geteilt war." Bundespräsident Johannes Rau hatte bereits am Dienstag die "deutliche Worte" des Papstes zum Irak-Krieg gelobt.

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Anno 1978: Karol Wojtyla nach seiner Ernennung zum Papst.

Der damals 58-jährige Krakauer Kardinal Karol Wojtyla war am 16. Oktober 1978 völlig überraschend zum Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche gewählt worden. Er ist seit 450 Jahren der erste Nicht-Italiener auf dem Petrusstuhl. In der 2000-jährigen Kirchengeschichte führten lediglich drei Päpste die Kirche länger als der aus Polen stammende Johannes Paul.

Altbischof Spital kritisiert Zölibat und Rolle der Frau in der Kirche

Zugleich gab es heftige Kritik an der Amtsführung von Johannes Paul. Der Trierer Altbischof Hermann Josef Spital bemängelte die untergeordnete Rolle der Frau in der Kirche und das noch immer bestehende Eheverbot für katholische Priester. "Die Frau wird auf eine Weise zurückgesetzt und an der Mitbestimmung an manchen Stellen gehindert, dass wir das überdenken müssen", sagte er der "Saarbrücker Zeitung". Zum Zölibat zitierte er die Bibel, "dass es nicht gut ist, dass der Mensch allein ist".

Kirchengruppen fordern Abkehr von erzkonsertivem Kurs

Zahlreiche Medien wiesen auf die schweren Probleme der katholischen Kirche hin. Dazu gehörten etwa der steigende Priestermangel und die konservative Haltung des Vatikans in Sachen Sexualmoral. Dies Probleme müssten auch die Kardinäle bedenken, die gegenwärtig im Vatikan zusammentreffen.

In Deutschland warfen die reformorientierten Kirchengruppen "Initiative Kirche von unten" und "Wir sind Kirche" dem Papst vor, einen erzkonservativen Kurs zu fahren. Eine große Mehrheit der Deutschen (71 Prozent) stimmt zwar mit der Friedenspolitik des Papstes überein. Insgesamt hält ihn aber jeder Zweite (47 Prozent) nur für einen mittelmäßigen Papst. Das geht aus einer polis-Umfrage im Auftrag der dpa hervor.

dpa - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 16. Oktober 2003 12:34 von sab

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