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BND-Mitarbeiter soll für bulgarischen Geheimdienst gearbeitet haben

Fast wie im Krimi: Spionage aus Liebe

München/Berlin - Ein Fall ganz im Stil des berühmten Spionage-Autors John le Carre erschüttert den Bundesnachrichtendienst (BND): Ein 64-jähriger Mitarbeiter wurde unter dem Verdacht verhaftet, seit längerem an eine Agentin des bulgarischen Geheimdienstes "aus Liebe" geheime Unterlagen übergeben zu haben, wurde aus zuständigen Kreisen in München bestätigt.

"Wir sind völlig irritiert, zumal der Mann ein Jahr vor seiner Pensionierung steht", schilderte ein BND-Angehöriger. Nach Angaben von Generalbundesanwalt Kay Nehm soll der Mann seine "Agententätigkeit" seit Ende 1999 bis zum September dieses Jahres "betrieben haben".

Bundesregierung "sauer" auf Bulgarien

Regierungskreise in Berlin erklärten unverhohlen, dass die Bundesregierung "sauer" sei und Bulgarien die Verärgerung über das Verhalten seines Geheimdienstes "nachhaltig wissen lassen wird". "Spiegel Online" berichtete, dass der Fall "außenpolitisch heikel ist, da Bulgarien voraussichtlich 2007 EU-Mitglied werden soll". Die Bundesregierung sei "empört über das als grob unhöflich empfundene Verhalten des befreundeten Staates".

Der "Maulwurf" der Bulgaren im deutschen Nachrichtendienst wird von Geheimdienstkreisen "als eine schwere Schlappe" für den BND eingestuft. Der Spion wurde nach Angaben der Karlsruher Generalbundesanwaltschaft bereits am Donnerstag vergangener Woche verhaftet. Er ist in Stadelheim in Untersuchungshaft.

Lange Liste von Spionageaffären

Die Liste der Spionagefälle für die damalige DDR, die frühere Sowjetunion und andere Länder des ehemaligen Ostblocks im Sicherheitsbereich der Bundesrepublik ist lang. Spionageaffären, Skandale und Pannen sowie "schwierige Personalien" in höchsten Positionen brachten den BND immer wieder ins öffentliche Gerede und ins Zwielicht. Der einstige SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt nahm die Arbeit des Dienstes nie "so recht ernst" und bezeichnete den teuren "Spionageapparat" gern als "Dilettantenverein". CDU-Kanzler Helmut Kohl schloss sich dieser Beurteilung häufig an.

1973: Gabriele Gast als "Spionin aus Liebe"

Zu den "Agentenkrimis" des BND, der seine Mitarbeiter in all den Jahren "aufwühlte", gehörte seinerzeit der "Fall Foertsch". Volker Foertsch war Direktor und Abwehrchef des BND. Er, der oberste Agentenjäger, geriet in den ungeheuerlichen Verdacht, ein "Maulwurf" zu sein, der von Moskau in die höchste Spitze des deutschen Dienstes eingeschleust worden sei. Der Generalbundesanwalt ließ 16 Monate gegen Foertsch ermitteln, bevor das Verfahren "mangels Tatverdachts" eingestellt wurde.

Ende 1961 wurde Heinz Felfe, Leiter des Referats "Gegenspionage Sowjetunion" im BND als Agent Moskaus entlarvt. Er hatte seit 1951 Moskau über alle Geheimnisse des Bundesnachrichtendienstes informiert. Felfe wurde zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt und später ausgetauscht. Bei der Vorstellung seines Buches "10 Jahre Moskaus Mann im BND" bezeichnete sich Felfe seinerzeit als "Pensionär des KGB". Zu den eklatanten Verratsfällen im BND zählt auch die promovierte Politologin Gabriele Gast. Sie wurde 1973 vom Nachrichtendienst eingestellt und wurde schließlich "Spionin aus Liebe" zu einem DDR-Spionagemajor. Gast lieferte als Regierungsdirektorin im BND alles "nach drüben", was ihr in die Finger kam. Im September 1990 wurde sie verhaftet und zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt.

Von Friedrich Kuhn, ddp


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Zuletzt geändert am 17. Oktober 2003 15:00 von sab

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