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Bayern München mit 1:1 in Lyon zufrieden - Achtelfinale in Reichweite

Jubilar Kahn stiehlt Elber die Show

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Small Talk nach dem Abpfiff: Oliver Kahn und Ex-Kollege Giovane Elber.

Lyon - Statt einer Brandrede von Franz Beckenbauer gab es diesmal beim Mitternachtsbankett in Lyon Beifall für Jubilar Oliver Kahn.

In seinem 100. Europapokalspiel hatte der Nationaltorwart nicht nur seinem Ex-Kollegen Giovane Elber die Show gestohlen, sondern auch Klubchef Karl-Heinz Rummenigge vor einer Ohnmacht bewahrt und Bayern München in der Champions League auf Kurs Achtelfinale gehalten.

Mit einer Weltklasseparade in der Nachspielzeit gegen Elber sicherte der Kapitän dem deutschen Fußball-Meister bei Olympique Lyon ein 1:1 (1: 0) und war anschließend trotz des erneuten Torerfolgs von Roy Makaay der gefeierte Mann beim FC Bayern.

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Und wieder ein Tor: Roy Makaay.

"Er hält jetzt wieder die Unhaltbaren"

Das größte Lob kam dabei von Rummenigge, der zu Beginn der Saison noch leise Kritik an Kahn geübt hatte. "Er hält jetzt auch wieder die unhaltbaren Bälle. Deswegen ist er auch der beste Torwart der Welt", sagte der AG-Chef der Bayern in seiner Laudatio und fügte im Rückblick auf die Großchance des Ex-Münchners Elber an: "Ich habe gedacht, wenn der jetzt reingeht, dann falle ich in Ohnmacht. Doch Gott sei Dank hat mich der Olli davor bewahrt."

"Wir werden das Ding nach Hause schaukeln"

Entsprechend entspannt flogen die Bayern als Tabellenführer der Gruppe A am Mittwoch vom Flughafen Saint Exupery nach München zurück. "Mit dem Remis können wir gut leben. Wir haben mit fünf Punkten bei noch zwei Heimspielen eine gute Ausgangsposition. Wir werden das Ding nach Hause schaukeln", analysierte Kahn die Situation zum Abschluss der Hinspiele in der Vorrunde.

Auch Rummenigge ist davon überzeugt, dass dem deutschen Rekordmeister eine erneute Blamage wie in der vergangenen Saison erspart bleibt: "Das ist der FC Bayern, auf dem man aufbauen kann. Wir haben wieder viel Leidenschaft und Laufbereitschaft gezeigt. Wenn wir mit dieser Qualität weiterspielen, werden wir ins Achtelfinale einziehen." Präsident Beckenbauer, der vor über zwei Jahren an gleicher Stelle nach dem 0:3 noch Hohn und Spott über der Mannschaft ausgeschüttet hatte, ging sogar noch weiter: "Wir haben vom Kader her die Qualität, dass wir die Champions League gewinnen können. An einem guten Tag können wir auch Real schlagen."

Kahn lobt "Killerstürmer" Makaay

Für Lyon hat es am Dienstagabend nicht gereicht. Dennoch überwogen auch bei Trainer Ottmar Hitzfeld die positiven Erkenntnisse, obwohl der Bundesliga-Fünfte seit acht Auswärtsspielen und nunmehr fast zwei Jahren auswärts in der Champions League nicht mehr gewonnen hat. "Natürlich bin ich enttäuscht, wenn man kurz vor Schluss den Ausgleich bekommt. Aber alle Vorteile liegen bei uns", sagte Hitzfeld, der mit Kahn, mit der Leistung der Abwehr, "die gegen Giovane sehr gut stand", mit einem "international starken" Sebastian Deisler und auch mit Torschütze Makaay zufrieden war.

Zumal Makaay in der 25. Minute vor 37.659 Zuschauern einmal mehr unter Beweis stellte, warum der FC Bayern für ihn 18,75 Millionen Euro investiert hat. "Er macht halt das, was er soll: Tore", fasste Manager Uli Hoeneß die Leistung des Niederländers kurz, aber treffend zusammen. Es war immerhin bereits das siebte Pflichtspieltor des Niederländers, das dritte in der Champions League. "So einen Killerstürmer gibt es in Europa kaum", würdigte deshalb auch Kahn die Qualitäten des Angreifers.

"Im Prinzip reicht es, wenn er Tore schießt"

Dabei hatte es zuletzt um dessen Spielweise bereits erste Diskussionen gegeben. Noch vor dem Spiel hatte Beckenbauer erklärt, dass sich auch Makaay etwas umstellen müsste. "Er muss sich mehr ins Spiel einbeziehen", forderte der "Kaiser", fügte dann aber an: "Aber im Prinzip reicht es, wenn er Tore schießt." Und das tut er.

Dass es dennoch nicht den ersten Auswärtserfolg seit dem 5. Dezember 2001 (1:0 in Nantes) gab, hatten sich die Bayern letztendlich selbst zuzuschreiben. "Ab der 70. Minute haben wir dem Gegner das Feld überlassen, das war ein Fehler. Außerdem müssen wir die Konter besser abschließen", kritisierte Hitzfeld gewisse Nachlässigkeiten in der Schlussphase, die Peguy Luyindula (88.) zum Ausgleich nutzte.

Zu einem Happy End für Olympique, vor allem aber für Elber, kam es dank Kahn dennoch nicht. "Für dieses Tor hätte ich 20 meiner Tore, die ich in Deutschland geschossen habe, gegeben. Das war Weltklasse von Olli", meinte der Brasilianer zu seiner vergebenen Großchance. Wenigstens musste Elber ("Nur im Spiel muss die Freundschaft zurückstehen") kein schlechtes Gewissen haben, als er seinen ehemaligen Kollegen im Hilton-Hotel in Lyon kurz vor 1.00 Uhr noch einen Besuch abstattete. Die Rummenigge-Laudatio auf Oliver Kahn hatte er da allerdings schon verpasst.

Von Thomas Niklaus, sid - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 22. Oktober 2003 13:19 von sab

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