[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Tabellen    Sportfoto    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[?] [?]

Giovane Elber: Bayern-Torwart Kahn verhindert Triumph des Ex-Kollegen

"Ich hätte 20 Tore für dieses eine gegeben"

Anklicken zum Vergrößern
Stippvisite bei den Ex-Kollegen: Giovane Elber schaut nach nach der Partie noch einmal im Hotel der Bayern vorbei.

Lyon - Auf leisen Sohlen schlich Giovane Elber eine Stunde nach Mitternacht ins "Hotel Lyon" und feierte im 5. Stock ein kurzes Wiedersehen mit seinen früheren Teamkollegen.

Um ein Haar wäre der Brasilianer als Triumphator und Spielverderber in die Luxus-Herberge des FC Bayern München gekommen, doch ein unglaublicher Reflex von Oliver Kahn verhinderte in der Nachspielzeit den von Elber sehnlich gewünschten Siegtreffer.

Elber über Kahn: "Das war Weltklasse"

"In Deutschland habe ich so viele Tore geschossen. Ich hätte 20 davon für dieses eine Tor gegeben. Aber Kahn hat meinen Schuss gehalten, das war Weltklasse", ärgerte sich Elber auch zwei Stunden nach dem 1:1 zwischen Olympique Lyon und Bayern München noch über seinen verpassten Husarenstreich. Nach dem Schlusspfiff umarmten sich Kahn und Elber. "Zu der Situation habe ich Giovane gar nichts mehr gesagt, ich habe ihm nur viel Glück für seine Zukunft gewünscht", berichtete Kahn vom kurzen Vier-Augen-Gespräch auf dem Platz.

Elber wies den Torwart darauf hin, dass er Franz Beckenbauer mit seiner spektakulären Rettungstat vor einer verlorenen Wette bewahrt hatte. Die ausgemachten 10 000 Euro will der "Kaiser" trotzdem für Elbers Straßenkinder in Brasilien zahlen. "Ich selbst hätte 20 000 oder 30 000 Euro gegeben, wenn ich ein Tor gemacht hätte", so Elber.

0:3 im Fern-Duell mit Roy Makaay

Viel zu sehen war nicht vom früheren Bayern-Torjäger während der 90 Minuten, aber bis zuletzt "war Giovane immer hellwach", wie sein Ex-Trainer Ottmar Hitzfeld bemerkte. Doch als Elber aus knapp fünf Metern den Ball nicht an Kahn vorbeibrachte, griff er sich entsetzt mit den Händen an den Kopf, sank auf die Knie und haderte mit dem Schicksal: "Ich glaube, ich muss in die Basilika gehen", stöhnte der 31-Jährige, "dann wird es mit dem Toreschießen wieder klappen."

Ausgerechnet Roy Makaay, der ihn seinen Arbeitsplatz in München gekostet hatte, machte Elber das Toreschießen vor. Nach drei Spielen in der Champions League heißt es nun aus Sicht von Elber 0:3 beim Wettschießen der beiden Stürmerstars. Schon in zwei Wochen geht es im Münchner Olympiastadion weiter. "Aber auswärts zu treffen, war ja immer mein Manko", scherzte Spaßvogel Elber.

Hoffnung auf das Rückspiel in München

Seine ehemaligen Teamkollegen werden ihm auch beim Rückspiel auf dem Platz nichts schenken. Ein warmherziger Empfang in München ist Elber trotzdem gewiss. Die mitgereisten Bayern-Fans begrüßten den verlorenen Publikumsliebling in Lyon mit "Giovane"-Sprechchören und einem Transparent, auf dem stand: "Danke für alles!" Elber freute die Zuneigung: "Es ist schön, dass die Fans meinen Namen gerufen haben", sagte er. Aber der erzwungene Abschied tut ihm immer noch weh: "Für mich ist die Sache Bayern München erledigt", ergänzte er. Bis auf ein Tor, das er nun in München gegen Kahn erzielen will.

Von Klaus Bergmann, dpa - Foto: dpa


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


[?]

Zuletzt geändert am 22. Oktober 2003 12:18 von sab

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum