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VfB bei 2:0 gegen Athen ganz souverän - "Es passt einfach alles"

Magath fühlt sich überflüssig

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Jubel im Schwabenland: Der VfB Stuttgart hat sich zu einer Top-Elf gemausert.

Stuttgart - Nach einer kühlen Analyse bei heißem Pfefferminztee musste sich Felix Magath eingestehen, dass er sich in den Festwochen seines VfB Stuttgart fast schon überflüssig fühlt.

"Die Mannschaft weiß immer, was zu tun ist. Ich muss zur Zeit gar nicht viel machen, es passt einfach überall", konstatierte der Teammanager nach dem 2:0 (2:0)-Arbeitssieg des Vizemeisters gegen Panathinaikos Athen in der Champions League.

Magath kann sich vor den anstehenden Aufgaben offenbar gelassen zurück lehnen: "Meine Spieler sind momentan sehr stabil und agieren auf höchstem Niveau."

Lob für Jungspund Lahm

Der personifizierte Beweis des enormen Reifeprozesses stand derweil in den dunklen Katakomben des Gottlieb-Daimler-Stadions im Rampenlicht Rede und Antwort. Der erst 19-jährige Philipp Lahm, der vor der Saison von den Amateuren des deutschen Meisters Bayern München ins Schwabenland gewechselt war, hatte drei Wochen nach seinem Galaauftritt gegen Manchester United (2:1) erneut eine überragende Leistung geboten.

"Es ist einfach sensationell, wie abgebrüht Philipp in der Champions League auftritt. So etwas habe ich noch nie erlebt", lobte Spielmacher Horst Heldt den 1,70 m kleinen Abwehrspieler, der abseits des Rasens immer noch wirkt wie ein unbedarfter Schüler der Jahrgangsstufe 11.

Völler hat Linksfuß schon im Notizblock

Selbst DFB-Teamchef Rudi Völler ist längst auf Lahm aufmerksam geworden und war besonders von dessen Vorbereitung zum Führungstor durch Imre Szabics (13.) beeindruckt. "Als Linksfuß ist Philipp für den Gegner immer unberechenbar. Und die Flanke zum 1:0 war einfach herrlich", schwärmte der unter den 50.348 Zuschauern weilende Völler.

Lahm selbst verlor auch nach seinem zweiten glänzenden Auftritt in der Königsklasse nicht die Bodenhaftung. "Es war zwar ein Super-Abend, aber die entscheidenden Spiele kommen erst noch", mahnte der Twen, fordert aber forsch zwei Siege in den anstehenden Partien in Athen (4. November) und gegen die Glasgow Rangers (26. November): "Erst dann können wir für das Achtelfinale planen."

Finanzspritze würde im Vertragspoker helfen

Der Einzug in die Runde der letzten 16 würde dem wirtschaftlich nicht auf Rosen gebetteten Vizemeister eine weitere Finanzspritze von 1,7 Millionen Euro garantieren, die dem VfB insbesonders im Vertragspoker mit den Nationalspielern Kevin Kuranyi und Andreas Hinkel eine bessere Ausgangsposition verschaffen soll. "Wenn die Stuttgarter ihre Mannschaft so zusammenhalten, können sie über Jahre hinweg an der Spitze mitspielen. Sie sollten nicht noch einmal den Fehler wie bei Bobic und Elber machen und Leistungsträger ziehen lassen", riet Griechenlands Nationalcoach Otto Rehhagel.

Magath will seine 21-jährigen Youngster Kuranyi und Hinkel allerdings in erster Linie mit der exzellenten sportlichen Perspektive beim viermaligen Titelträger überzeugen. Weiteres Selbstvertrauen hat die schwäbische Rasselbande durch den zweiten Sieg im dritten Gruppenspiel und der geteilten Tabellenführung mit Manchester (beide 6 Punkte) allemal getankt. So viel, dass die zweite Halbzeit gegen den harmlosen 21-maligen griechischen Titelträger aus Athen sogar im Schongang (Magath: "Wir haben uns dem Gegner entsprechend verhalten") absolviert werden konnte.

"Wir sind alle cleverer geworden"

Abwehrchef Marcelo Bordon sah in der erfolgreichen wie kraftschonenden Spielweise einen weiteren Beweis für die Reife der "jungen Wilden": "Wir sind alle cleverer geworden und rennen nicht mehr ungestüm überall rein", erläuterte Bordon, während Kuranyi jede einzelne Partie in der Königsklasse als weiteren Lernprozess sieht. "Diesmal haben wir gelernt, wie man schnelle Tore macht", betonte der Stürmer, der diesmal ohne zählbaren Erfolg blieb.

Dafür unterstrich der 35 Jahre alte Kapitän Zvonimir Soldo mit dem Treffer zum Endstand (25.) seine Bedeutung für das junge Magath-Team und wurde seiner Rolle als Wortführer auch beim Mitternachtsbankett gerecht. "Wir brauchen noch vier Punkte aus den nächsten drei Spielen, dann sind wir im Achtelfinale", meinte der Kroate.

Von Ulrike Weinrich und Hans-Peter Sick, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 23. Oktober 2003 12:31 von sab

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