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Hamburg geht ins Risiko:

Tchibos Hartnäckigkeit zahlte sich aus

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Der Versicherungskonzern Allianz verkauft 40 Prozent seiner Anteile an dem Kosmetikhersteller Beiersdorf an eine Investorengruppe unter Führung des Hamburger Kaffeerösters Tchibo.

Hamburg - Mehr als zwei Jahre dauerte das zermürbende Gezerre um den Hamburger Beiersdorf-Konzern. Am Ende setzte sich die Hartnäckigkeit der Familie Herz durch.

Gegen den Druck der Allianz aus München und trotz heftiger eigener Querelen hielt die Tchibo- Familie stur an ihrem Anteil von 30 Prozent an Beiersdorf fest. "Daran sind die ausländischen Interessenten einfach nicht vorbei gekommen", sagt Aktienanalyst Michael Mantlik von der Vereins- und Westbank. "Tchibo hat den längeren Atem gehabt."

Weltkonzerne wollten sich Perle einverleiben

Weltkonzerne wie Unilever, L'Oreal und zuletzt vor allem Procter & Gamble wollten sich die Industrieperle mit der Weltmarke Nivea gern einverleiben. Auch die Allianz AG als Verkäufer schien einem ausländischen Konzern nicht abgeneigt, lockte doch ein höherer Verkaufspreis für das 40-Prozent-Paket. Doch kein Erwerber hätte nach dem Kauf von Beiersdorf uneingeschränkt schalten und walten und das Unternehmen nach Belieben umstrukturieren können. Stets hätte Tchibo mit seiner Sperrminorität dazwischenfunken können. Damit wurde das Risiko für die Konzerne aus dem Ausland zu groß.

"Wir sind froh, dass es gelingt, Beiersdorf als eigenständiges und börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Hamburg zu halten", sagte Bürgermeister Ole von Beust (CDU). Die stadteigene Holding HGV erwirbt zehn Prozent der Aktien im Wert von 1,1 Milliarden Euro. Sie will weitere Investoren ins Boot holen und der Hamburger Steuerzahler soll zumindest in diesem und im nächsten Jahr nicht belastet werden.

"Sehr fairer Preis"

Die Anteile sollen später verkauft werden. Damit allerdings geht von Beust ein Risiko ein. Die Aktien, gekauft zum Preis von 130 Euro, wurden am Donnerstagnachmittag an der Börse zu weniger als 95 Euro notiert. Bis sie mit Gewinn zu verkaufen sind, können Jahre vergehen.

Allianz-Finanzchef Paul Achleitner kann zufrieden sein. Mit dem Verkaufspreis von 130 Euro hat er nicht seine Maximalvorstellungen durchgesetzt, aber einen "sehr fairen Preis" bekommen. So sieht es Tchibo-Chef Dieter Ammer, der nur wenige Monate nach seinem Einstieg bei dem Hamburger Kaffeeröster gleich ein Meisterstück ablieferte. Tchibo kann sich nun auf zwei Standbeinen weiterentwickeln. Da auch die Familienstreitigkeiten mit dem Ausstieg von Günter und Daniela Herz seit Juli beendet sind, wird sich Tchibo nun auf seine internationale Expansion konzentrieren.

Ende einer Phase quälender Unsicherheit

Für Beiersdorf schließlich ist der Verkauf das Ende einer Phase quälender Unsicherheit. Vorstand Rolf Kunisch hatte stets deutlich gemacht, dass er Tchibo als Großaktionär einem ausländischen Erwerber vorziehen würde. Es hatte aus dem Unternehmen auch kaum noch verhohlene Kritik an der Allianz gegeben, die mehr als zwei Jahre mit dem Verkauf zögerte und damit die Beiersdorf-Geschäfte beeinträchtigte. Nun macht sich Erleichterung breit. Beiersdorf kann nach der Klärung der Eigentumsverhältnisse nun hoffen, in den Deutschen Aktienindex DAX aufgenommen zu werden.

dpa - Foto: dpa


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... dass die ISB in den letzten 10 Jahren mehr als 130.000 Arbeitsplätze schaffen oder sichern konnte?

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Zuletzt geändert am 23. Oktober 2003 15:58 von aj

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