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"Ich würde mir schon wünschen, mal wieder ein Rennen zu gewinnen." Das gilt in dieser Saison, in der kein Großereignis ansteht, ganz besonders.

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Nach Verletzungssorgen noch nicht in Topform: Hilde Gerg wird zum Saisonauftakt in Sölden noch nicht am Start sein.

"Siege ab Mitte der Saison mögliich"

Für den Riesenslalom am Samstag (9.45/12.30 Uhr) dämpft Ertl allerdings die Erwartungen, zumal der Hang im ewigen Eis schon zum Anspruchsvollsten gehört, was der Weltcup zu bieten hat: "Unter die ersten Fünf zu kommen, ist da schon schwer genug." Ihr Trainer sieht das ähnlich, sein Ausblick aber klingt verheißungsvoll. "Jetzt schon von einem Sieg zu sprechen, ist nicht ganz realistisch. Aber ab Mitte der Saison müsste Martina zur Siegfahrerin werden", prophezeiht der Österreicher Matthias Berthold, der lange umworbene neue Coach der deutschen Slalom- und Riesenslalom-Fahrerinnen.

Auch Cheftrainer Wolfgang Maier ist durchaus guter Dinge. "Die Martina fährt zurzeit außergewöhnlich gut", berichtet er. Allerdings gibt er zu bedenken: In den vergangenen Jahren hat Ertl die Konstanz gefehlt.

Nur noch sporadische Starts im Abfahrtslauf

Das könnte sich in der neuen Saison durchaus ändern. Die Kombinations-Weltmeisterin von 2001 will sich endlich mal an die Erkenntnis halten, dass sich nichts erzwingen lässt. Zumindest nach außen vermittelt sie den Eindruck der gewachsenen Gelassenheit: "Ich fühle mich gut und habe wieder Spaß am Skifahren." So lange die Freude anhält, will sie auch weiterfahren, allerdings maximal noch bis Olympia 2006.

Einen Beweis ihrer wachsenden Ausgeglichenheit hat Ertl bereits vorgelegt. Um sich nicht zu verzetteln, wird sie sich in Zukunft auf drei Disziplinen konzentrieren (Super-G, Riesenslalom, Slalom) und Abfahrts-Rennen nur noch sporadisch bestreiten. Dass sie trotzdem Chancen haben könnte, in den Kampf um den diesmal besonders begehrten Gesamtweltcup einzugreifen, mag keiner beim DSV laut sagen, Ertl schon gar nicht: "Das kann man nicht planen." Immerhin: Im vergangenen nicht gerade berauschenden Jahr, wurde sie Fünfte in der Gesamtwertung - nach Rang zwei anno 1996 und 1998.

Saisonauftakt für Hilde Gerg zu früh

Ganz oben auf dem "Stockerl" landen, ist auch für Klubkollegin Hilde Gerg das erklärte Ziel. Kein Großereignis steht an, "gerade in so einer Saison ist es deshalb wichtig, Rennen zu gewinnen", sagt die 28-Jährige, die im vergangenen Jahr immerhin zweimal siegte - vor ihrer Kreuzbandverletzung. Weil das lädierte Knie im März noch einmal operiert werden musste, bittet Gerg um Geduld: "Ich brauche noch meine Zeit." Den Riesenslalom in Sölden lässt sie aus und konzentriert sich auf die ersten Rennen in Abfahrt und Super-G Ende November in Lake Louise/Kanada.

Cheftrainer Maier muss immer ein wenig schmunzeln, wenn er die Prognosen von Gerg hört. "Hilde fährt schon jetzt nicht schlecht, da braucht keiner Angst zu haben. Sie stapelt ein bisschen tief, sie ist ja nicht blöd", sagt er. Potenzial hat die erste Anwärterin auf einen DSV-Sieg jedenfalls in ausreichendem Maße, betont Maier, und wenn in diesem Winter auch noch "ausnahmsweise mal alles einigermaßen normal läuft, würde ich mir vorstellen, dass sie um die Weltcup-Kugel in der Abfahrt und im Super-G mitfährt". Das würde Gerg wohl außerdem motivieren, auf jeden Fall bis Olympia 2006 weiterzumachen.

Maria Riesch als hoffnungsvolles Talent

Dem Deutschen Ski-Verband (DSV) ist sehr daran gelegen, dass Ertl und Gerg wie angedacht bis zu den Olympischen Spielen von Turin die Rollen der Hoffnungsträger besetzten. Das nimmt den Druck von den Nachwuchsleuten, von denen zumindest eine ganz groß rauskommen soll: Maria Riesch. Die talentierte 19-Jährige, die im vergangenen Winter bereits zur Weltklasse aufschloss, gehört zur eher selten gewordenen Spezies der Allrounderinnen. Maier will Riesch so weit voranbringen, "dass sie in zwei, drei Jahren um den Gesamtweltcup mitfahren kann. Das ist ein hohes Ziel, aber sie hat wirklich gute Chancen."

Von Thomas Häberlein, sid - Fotos: Archiv


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Zuletzt geändert am 24. Oktober 2003 11:41 von sab

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