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Mord in Koblenz: Staatsanwaltschaft erließ Haftbefehl gegen 30-Jährigen

Ehefrau mit Messer getötet?

Koblenz - Mord in Koblenz: Nur die Rollläden sind heruntergelassen - ansonsten deutet nichts auf das schreckliche Geschehen hin, das sich im Haus Trierer Straße 16 a in Koblenz-Metternich in der Nacht zum Freitag (etwa 22.30 Uhr) ereignet hat. Ein Mann soll seine Ehefrau getötet haben - wie ein Lauffeuer verbreitet sich diese Nachricht in der Rhein-Mosel-Stadt.

"Es war eine schreckliche Familientragödie", sagt der Koblenzer Polizeisprecher Ralf Schomisch und verweist dann auf den Leitenden Oberstaatsanwalt Erich Jung. Nach ersten Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft soll sich der von seiner Frau (35) getrennt lebende Mann (30) ohne deren Wissen Zutritt in ihre Wohnung verschafft haben. Hier sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf der 30-Jährige seiner Ehefrau mit einem mitgeführten Messer Verletzungen im Halsbereich zugeführt haben soll, die zum Tode führten. Inzwischen wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Mutter hinterlässt zwei Töchter im Alter von zehn und zwölf Jahren

Vor der Haftrichterin beim Amtsgericht Koblenz soll der mutmaßliche Täter zwar eingestanden haben, sich ohne Wissen seiner Ehefrau Zutritt zu deren Wohnung verschafft zu haben und sie auch nach Aufforderung nicht verlassen zu haben. An die eigentliche Tat kann er sich, so Leitender Oberstaatsanwalt Erich Jung auf RZ-Anfrage, aber nicht erinnern. Die Tote hinterlässt zwei Töchter im Alter von 12 und 10 Jahren - aus der ersten Ehe. Nach Informationen unserer Zeitung hielt sich die ältere Tochter in der Wohnung ihrer Mutter auf, bekam aber von der eigentlichen Tat nichts mit. Nachbarn bzw. Verwandte hatten die Polizei gerufen. Es soll bereits öfter zu verbalen Auseinandersetzungen gekommen sein.

Der Ehemann ließ sich am Freitag um 8 Uhr in der Wohnung eines Bekannten ohne Widerstand festnehmen - nach umfangreichen und mit Nachdruck geführten polizeilichen Ermittlungen.

Nachbarn reagieren schockiert

Schockiert reagierten die Nachbarn des Opfers auf die fürchterliche Tat. "Ich kann es noch immer kaum fassen. Die armen Eltern der Frau!", meinte eine mit den Tränen kämpfende Anliegerin, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Tatortes wohnt. Wie es zu dieser Tragödie kommen konnte, kann sich keiner der Anlieger erklären. "Allerdings weiß ich, dass der getrennt lebende Ehemann der Frau hier offiziell Hausverbot hatte und die Getötete in jüngster Zeit öfter bedrängt haben muss", erinnert sich ein Bewohner des Nebenhauses. Und seine Frau ergänzt: "Kurz nach 22.30 Uhr klingelte bei uns Donnerstagnacht der Notarzt. Der hatte sich wohl in der Hausnummer vertan. Dass direkt nebenan ein Mord geschehen war, haben wir aber erst heute früh erfahren."

Ein weiterer Nachbar wurde bereits kurz nach dem Geschehen mit dem Schreckensszenario konfrontiert: "Der Vater der Ermordeten hat mich gebeten, seiner Frau etwas zur Seite zu stehen, während er selbst noch mit der Polizei zu tun hatte. Die Mutter war völlig fertig, musste eine Beruhigungsspritze bekommen."

RZ


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Zuletzt geändert am 25. Oktober 2003 10:18 von sab

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