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"Das Geheimnis von Green Lake": Disneys neueste Abenteuergeschichte

Eine Wüste voller Löcher

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Sie buddeln Löcher in die Wüste - jeden Tag. Das mache aus einem schlechten Jungen einen guten, wird den Bewohnern von Camp Green Lake eingebläut, einer Strafanstalt für junge Missetäter irgendwo in Texas.

Dort landet Stanley Yelnats IV. (Shia LaBeouf), weil er wegen eines angeblichen Diebstahls verhaftet wurde. Also buddelt auch der unschuldige Stanley Löcher, doch der 16-Jährige kommt bald dahinter, dass es der resoluten Camp-Chefin (Sigourney Weaver) nicht um Erziehungsmaßnahmen geht, sondern um etwas, nach dem die Jungs für sie suchen sollen.

Wundervoller Film über Freundschaft, Unrecht und Magie

"Das Geheimnis von Green Lake" basiert auf dem Bestsellerroman "Holes" des kalifornischen Kinderbuchautors Louis Sachar. Die Geschichte des jungen Helden Stanley, der in Camp Green Lake nicht nur das Abenteuer seines Lebens erlebt, sondern auch den Familienfluch bricht, der seit Generationen auf den Yelnats liegt, wurde in 30 Ländern publiziert und erhielt zahlreiche Literaturpreise.

Regisseur Andrew Davis ("Auf der Flucht") nahm sich des fantasievollen Stoffes an und schuf, unter Mithilfe des Autors, einen wundervollen Film über Freundschaft, Unrecht und Magie. Ein spannend erzähltes Drama, das anders als viele Jugend- und Kinderfilme an keiner Stelle belehrend und vorhersehbar daherkommt.

Humor- und geheimnisvoller Abenteuerfilm

Im Gegenteil: Sachar, der für die Walt-Disney-Produktion das Drehbuch schrieb, sah drei ineinander verwobene Erzählstränge vor. Diese führen den Zuschauer vom Texas unserer Zeit über das Lettland des 18. Jahrhunderts bis zum Wilden Westen. Bis sich alle Verknüpfungen ergeben und offene Fragen geklärt werden, vergehen zwei spannende Stunden. Andrew Davis schildert abwechselnd, wie es dazu kam, dass Familie Yelnats überhaupt mit einem Pech bringenden Fluch belegt wurde, wie und warum das Western-Cowgirl "Kissing Kate" (Patricia Arquette) einst Schätze hortete und davon, wie "Höhlenmensch" Stanley in Camp Green Lake zurecht kommt, bevor er die Magie des Ortes erkennt und sich alles ändert im Leben seiner Familie und Freunde.

Es steckt viel Stoff in dieser starken Geschichte, die von glänzenden Schauspielern mühelos geschultert wird. Allen voran Sigourney Weaver ("Alien") füllt ihre Rolle als "Der Boss" hervorragend aus: Feminin, gleichzeitig rau und hart beherrscht sie das Camp - die Fingernägel mit Klapperschlangen-Gift lackiert, stets ein lakonisches "Pardon?" auf den Lippen. Aber auch Jon Voight als Sheriff "Mr. Sir" und die Jungtalente Shia LaBeouf und Khleo Thomas als Stanleys Freund Zero gehen auf in diesem humor- und geheimnisvollen Abenteuerfilm, der mit fröhlichem Südstaaten-Rock unterlegt ist und in jeder Hinsicht Freude bereitet. Prädikat: besonders wertvoll - nicht nur für Jugendliche.

Bernhard Blöchl, ddp


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Zuletzt geändert am 27. Oktober 2003 12:17 von sab

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