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Bush: "Kaltblütige Mörder"

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Vor dem IKRK-Sitz war am Morgen ein mit Sprengstoff beladener Krankenwagen explodiert.

International wurde das Blutbad auf das Schärfste verurteilt. US- Präsident George W. Bush erklärte, die Angriffe zeigten, dass es den "kaltblütigen Mördern" nur darum gehe zu töten, gleichgültig wen. Die USA würden sich von den Anschlägen im Irak nicht von ihrem Kurs abbringen lassen. "Je erfolgreicher wir sind (...), desto verzweifelter werden diese Kriminellen", sagte Bush in Washington.

UN-Generalsekretär Kofi Annan betonte, nichts könne derartige terroristische Verbrechen rechtfertigen. Annan verurteilte insbesondere den Anschlag auf die Zentrale des IKRK. Auch die Bundesrepublik und ihre europäischen Partner verurteilten die Anschläge scharf.

Vor dem IKRK-Sitz war am Morgen ein mit Sprengstoff beladener Krankenwagen explodiert. Dabei starben zehn Iraker, darunter zwei IKRK-Mitarbeiter. Wie der IKRK-Wachmann Saba Ali Ihsan berichtete, raste ein irakischer Krankenwagen mit hoher Geschwindigkeit gegen einen der Betonpfeiler vor dem Hauptquartier der internationalen Hilfsorganisation, explodierte und setzte weitere Autos in Brand. "Ich habe noch versucht, den Wagen zu stoppen, doch vergeblich", so der Wachmann. Nach Angaben des irakischen Vize-Innenministers Ahmed Ibrahim explodierten weitere Autobomben kurz zuvor und wenig später vor vier Polizeistationen in Bagdad. Bei einem dieser Anschläge seien auch zahlreiche Schulkinder verletzt worden.

Hinweise auf ausländische Terroristen

US-Militärsprecher General Mark Hertling sagte in Bagdad, die Attentäter hätten sich bei der Planung über den Zeitpunkt der Anschläge abgesprochen. "Davon abgesehen, war ihr Vorgehen aber eher amateurhaft." Gleichzeitig verdichteten sich die Hinweise, dass ausländische Terroristen an den Attacken beteiligt waren. Hertling sagte, es sei ein Syrer festgenommen worden, der versucht habe, vor einer weiteren fünften Polizeistationen einen Sprengsatz zu zünden. Bei dem bislang folgenschwersten Bombenattentat im Irak waren Ende August in der Stadt Nadschaf mehr als 80 Menschen getötet worden, darunter der einflussreiche Schiitenführer Ajatollah Mohammed Bakr el Hakim.

  Beim IKRK in Genf hieß es, es sei noch zu früh zu entscheiden, ob die Organisation ihre Mitarbeiter aus Bagdad abziehen werde. "Wir sind schockiert und verurteilen diesen Anschlag", sagte eine Sprecherin. Der IKRK-Delegationsleiter im Irak, Pierre Gassmann, sagte der ARD, die Hilfsorganisation werde am Dienstag damit beginnen, die 35 internationalen Mitarbeiter auszufliegen. Das Bundesinnenministerium in Berlin prüft nach eigenen Angaben, ob die vier deutschen Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) aus Bagdad abgezogen werden sollen. Die deutsche Hilfsorganisation HELP, die als eine der wenigen deutschen humanitären Organisationen noch im Irak mit internationalen Mitarbeitern vertreten ist, will ihre Arbeit fortsetzen.

Augenzeugen: US-Soldaten schossen wild um sich

 In Falludscha, 70 Kilometer westlich von Bagdad, erschossen US- Soldaten nach Angaben von Augenzeugen fünf Insassen eines Kleinbusses. Die Soldaten hätten das Feuer eröffnet, nachdem in der Nähe ein Sprengsatz explodiert sei. Die Soldaten hätten wild um sich geschossen und den zufällig vorbeifahrenden Bus getroffen, berichteten Augenzeugen ausländischen Fotografen.

Bagdad von weiterer Explosion erschüttert

Bagdad wurde am Abend von einer weiteren Explosion erschüttert. Der Hintergrund war zunächst unklar. In der irakischen Hauptstadt war am Sonntag wegen des Fastenmonats die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben worden. US-Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz war in der Stadt am selben Tag nur knapp einem Raketenangriff entgangen. Bei dem Angriff auf das Hotel "Raschid" war ein US-Oberst ums Leben gekommen.

 In der Nacht zum Montag waren zwei US-Soldaten getötet und zwei weitere Amerikaner verletzt worden, als ihre Patrouille in Bagdad mit einem Sprengsatz angegriffen wurde. Ferner starb ein US- Militärpolizist bei einem Mörsergranatenangriff auf ein Gefängnis im Westen Bagdads.

Solana setzt auf "Entschlossenheit" der Besatzungstruppen

Der außenpolitische Beauftragte der Europäischen Union, Javier Solana, sagte, die Situation in Irak sei "nicht sehr gut". Doch glaube er nicht, dass sie außer Kontrolle geraten werde. Er setze auf die "Entschlossenheit" der Besatzungstruppen, die Sicherheit in Irak in den Griff zu bekommen. "Vielleicht werden noch weitere Truppen stationiert", fuhr Solana fort, ohne nähere Angaben dazu zu machen.

dpa, AFP - Foto: dpa

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...dass Hans-Dietrich Gentscher am 3. Nov. 2003 in Mainz über die EU- Erweiterung informiert

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Zuletzt geändert am 27. Oktober 2003 21:31 von aj

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