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Di 28.10.2003

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"Liebe mit Risiko": J. Lo und Ben Affleck als streitsüchtiges Paar

Fast wie im richtigen Leben

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Was sollte da schon schief gehen: Eine romantische Komödie mit zwei von Hollywoods heißesten Schauspielern, Jennifer Lopez und Ben Affleck, hätte wohl noch vor einigen Monaten jedem Filmproduzenten ein dollarseliges Lächeln auf die Lippen gezaubert.

Als die Latina-Sexbombe und der derzeit amtierende "sexiest man alive" dann auch nach den Dreharbeiten zu "Liebe mit Risiko" nicht mehr voneinander lassen mochten, schien dem beruflichen und privaten Glück nichts im Weg zu stehen. Und dann kam alles anders.

Hohn und Spott in den USA

Bereits vor dem US-Start wurde die Gangsterkomödie mit Spott und Häme übergossen, ein Kritiker bezeichnete sie gar als den "schlechtesten Film aller Zeiten", und einer der beteiligten Produzenten kommentierte seinen Eindruck mit den Worten: "Ich war schockiert." Folgerichtig floppte der Streifen in den USA gnadenlos. Affleck leistete daraufhin öffentlich Abbitte und verkündete, er und seine Verlobte würden nie wieder gemeinsam drehen. Kurze Zeit später ließ das Hollywoodpaar auch noch den Hochzeitstermin platzen.

Kein Meisterwerk, aber passable Kinokost

"Liebe mit Risiko" ist zwar kein Meisterwerk, eine passable Kinokost aber alle Mal. Und darum geht es: Um einen allzu eifrigen Staatsanwalt in Schach zu halten, entführt der Kleinkriminelle Larry Gigli (Ben Affleck) im Auftrag eines Mafiabosses den geistig behinderten Bruder des Gesetzeshüters. Da Larrys Ganovenqualitäten die Chefetage allerdings nicht ganz zu überzeugen vermögen, wird ihm für den Kidnappingjob die ebenso attraktive wie hochprofessionelle Ricki (Jennifer Lopez) zur Seite gestellt. Ober-Macho Larry wittert die Chance, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden, scheitert aber mit seiner plumpen und zunehmend verzweifelten Anmache bei der scharfzüngigen Kollegin, die zudem eine ausgeprägte Vorliebe für weibliche Rundungen hat.

Nebenrollen hochkarätig besetzt

Regisseur und Drehbuchautor Martin Brest hat mit "Der Duft der Frauen" ein feines Gespür für großes Gefühlskino bewiesen. Nachdem ihn dieses bei dem schwülstigen "Rendezvous mit Joe Black" ziemlich im Stich gelassen hat, ist Brest mit "Gigli" zwar noch immer weit von seiner Höchstform entfernt, liefert jedoch eine ganz nette filmische Schonkost ab. Mit Christopher Walken und Al Pacino sind die Nebenrollen hochkarätig besetzt, und die Chemie zwischen Affleck und "La Lopez" stimmt, wenn auch nicht gerade ein erotischer Funkenflug in Gang kommt.

Zwar vermag der Film in keinem Augenblick zu überraschen, hat aber einige nette Szenen vorzuweisen. Etwa, wenn die toughe Ricki dem hilflosen Gigli eine Lektion bezüglich der Überlegenheiten der weiblichen Anatomie erteilt. Alles in allem also kein cineastischer Höhenflug - für den Titel des "schlechtesten Films aller Zeiten" gibt es aber heißere Anwärter.

Von Nina Jerzy, ddp


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Zuletzt geändert am 28. Oktober 2003 13:34 von sab

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