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Comeback: 41-jährige steigt wieder ins Kanu - Medaille in Athen als Ziel

Birgit Fischer von Olympia-Virus infiziert

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Greift wieder zum Paddel: Birgit Fischer.

Berlin - Zunächst war da nur ein "Gefühl im Bauch", dann wurde die Neugierde auf die eigene Leistung immer größer, und schließlich war sie vom Olympia-Virus infiziert:

Die 41 Jahre alte Birgit Fischer hat sich zur Rückkehr in den Kanurennsport entschlossen und kündigt für ihre sechsten Olympischen Spiele in Athen 2004 den Sprung aufs Treppchen an: "Wenn ich schon dabei bin, möchte ich auch eine Medaille gewinnen."

Mit ihrer Rückkehr macht die siebenmalige Olympiasiegerin und zweifache Mutter das Comeback des Jahres perfekt. "Im Juli habe ich gemerkt, dass ich über eine Rückkehr nachdenke. Irgendwann habe ich den Fehler begangen, darüber mit einigen Medienleuten zu reden. Die Geister, die ich rief, bin ich dann nicht mehr los geworden", erklärt die 27-malige Weltmeisterin.

Finanzierung und Kinder-Erziehung geregelt

Die Entscheidung fiel im August, die letzten Wochen nutzte die erfolgreichste Kanutin aller Zeiten, um Sponsoren mit ins Boot zu ziehen. Auch familiäre Angelegenheiten wurden geklärt. Ihre Mutter unterstützt sie bei der Betreuung von Sohn Ole (17) und Tochter Ulla (14). Zeitgleich mit dem Comeback will sie ihre eigene Firma in der Kanutourismus-Branche positionieren. "Ob Studium, Kindererziehung oder Leistungssport, ich hatte mein ganz Leben über Mehrfachbelastungen", so die 41-Jährige.

Als Retterin des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) sieht sich die Brandenburgerin jedoch nicht. "Meine Entscheidung hat nichts mit dem schwachen Abschneiden der Frauen bei der WM Mitte September in Gainesville zu tun", betont Fischer. Allein ihre persönliche Neugierde sowie der Spaßfaktor seien entscheidend: "Ich werde mit einem fünftägigen Trainingslager in Portugal starten und dann wieder täglich im Boot sitzen."

Entscheidung fällt bei Qualifikation im April

Die große Abrechnung folgt im April bei der nationalen Olympia-Nominierung. Sieben, acht Athletinnen seien ähnlich schnell, fünf dürfen fahren nach Athen. "Ich werde wohl die Mannschaftsboote unterstützen. Im Einer sehe ich mich nicht", meint Fischer. Bei ihrem letzten Olympia-Auftritt in Sydney hatte sie im Zweier- und Vierer Gold gewonnen. In Barcelona 1992 und bei ihrem Olympia-Debüt als 18-Jährige 1980 in Moskau gewann sie Gold im Einer.

Mit täglichen Trainingseinheiten will sie den Rückstand auf die Konkurrenz aufholen. Rund zehn Prozent könne sie durch ihr besonderes Talent wettmachen: "Mein Wassergefühl und meine Technik haben mir in der Vergangenheit immer wieder über körperliche Schwächen hinweg geholfen." In ihrer langen Wettkampfpause von drei Jahren sieht sie einen Vorteil: "Ich bin geistig frisch und ausgeruht. Das könnte im Kampf mit der Konkurrenz von großem Vorteil sein."

"Ich glaube, sie hat viel Spaß am Training"

Mit der symbolischen Taufe ihren Sydney-Bootes auf den Namen "Olympia" gab die 21-malige deutsche Meisterin in einem Berliner Restaurant Unter den Linden den Startschuss zu ihrem Comeback. Auch Chefbundestrainer Josef Capousek, der lange Jahre ihr Lebensgefährte war, begrüßte die Entscheidung: "Ich glaube, sie hat viel Spaß am Training. Das ist entscheidend. Nur so kann am Ende auch der gewünschte Erfolg herausspringen."

Von Nikolaj Stobbe, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 29. Oktober 2003 14:27 von sab

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