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Sonnenaktivität

Unsere Sonne schwankt im Rhythmus von elf Jahren zwischen ruhigen und besonders aktiven Phasen mit vielen Sonnenflecken, Gasausbrüchen und Strahlungsstürmen. Grund für die Aktivitätsschwankungen unseres Tagesgestirns ist der Rhythmus des Transports heißen Gases in den Außenschichten der Sonne.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts befindet sich die Sonne in einer außergewöhnlich aktiven Phase, wie Forscher der Max-Planck-Gesellschaft beobachtet haben. Die Sonnenaktivität ist demnach nicht nur mehr als doppelt so hoch wie der langfristige Mittelwert, sondern auch höher als jemals zuvor in den vergangenen 1000 Jahren.

Es brodelt wie Wasser im Kochtopf

Während einer aktiven Phase sind vermehrt Sonnenflecken zu beobachten. Diese dunkleren Gebiete in der Sonnenatmosphäre bilden sich durch starke Magnetfelder: Normalerweise brodelt die Sonne wie Wasser in einem Kochtopf. Heißes Gas steigt nach oben, kühleres sinkt nach unten. Starke Magnetfelder können diese so genannte Konvektion lokal verhindern. An den betroffenen Stellen kühlt das heiße Gas ab und wird - wie ein langsam abkühlendes glühendes Eisen - dunkler. Die Flecken treten in der Regel in magnetischen Paaren auf und können Tage bis Monate anhalten.

Heiße Gaswolken schleudern ins All

Die mit den Sonnenflecken verbundenen starken Magnetfelder können große Wolken heißen Gases aus den Außenschichten der Sonne ins All schleudern. Diese Gaswolken sind elektrisch geladen und stören daher das Erdmagnetfeld, wenn sie die Erde kreuzen. Ein solcher geomagnetischer Sturm kann sich in unterschiedlichen Stärken ereignen und bleibt meistens unbemerkt. Schwere Stürme können Satelliten, elektrische Anlagen und Funkverbindungen stören oder sogar beschädigen. Für Menschen auf dem Erdboden ist das Phänomen nicht gefährlich. Für Passagiere in Langstreckenflügen kann sich in Extremfällen eine erhöhte Strahlenbelastung ergeben.

1859 waren Polarlichter noch in Rom zu sehen

Der nach Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam bislang größte Sonnensturm der Geschichte legte am 1. und 2. September 1859 die gerade eingeführten Telegrafenleitungen lahm und erzeugte Polarlichter, die noch in Rom und Havanna sichtbar waren.

dpa


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Zuletzt geändert am 29. Oktober 2003 16:22 von aj

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