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Trainer-Karussell kommt nicht zur Ruhe:

Stevens und Rangnick in Not

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Als Nachfolger für Friedhelm Funkel soll bereits am Sonntag der Schweizer Marcel Koller in Köln präsentiert werden.

Düsseldorf - Haltlose Treueschwüre, fragwürdige Ultimaten, frustrierte Trainer - in der Fußball-Bundesliga geht es weiter drunter und drüber. Obwohl bereits vier Fußballlehrer binnen fünf Wochen ihre Sitze räumen mussten, dreht sich das Karussell unaufhörlich weiter.

So dürfte der am Donnerstag beim 1. FC Köln gescheiterte Friedhelm Funkel nicht der letzte Coach gewesen sein, der schon vor der Winterpause gehen musste. "Das ist eine Verrohung der Sitten", klagte Bochums Trainer Peter Neururer vor dem 11. Spieltag in der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe): "Welchen Schaden erleidet das Berufsbild, wenn Trainer öffentlich so an die Wand genagelt werden?"

Weiteren "Leidensgenossen" droht Ungemach

Erst am Donnerstag erfolgte die bemerkenswert geräuschlose Trennung der Kölner Chefetage von Funkel. Als Nachfolger für Funkel soll bereits am Sonntag der Schweizer Marcel Koller präsentiert werden, der vor vier Wochen seinen Job bei Grashoppers Zürich aufgab. Schon am Wochenende droht weiteren "Leidensgenossen" Ungemach. So hat Huub Stevens bei Hertha BSC mit zwei Erfolgen über Hansa Rostock das vieldiskutierte Ultimatum zwar schadlos überstanden, muss aber weiter um seinen Arbeitsplatz bangen. Eine Niederlage beim VfL Wolfsburg könnte die Diskussion über die sportliche Zukunft des Niederländers wieder aufleben lassen. Auch wenn sie nicht als Ultimatum formuliert werden, stehen die neuen Vorgaben für den Coach längst fest. "Mein Wunsch ist, dass die Mannschaft an die Leistung der letzten beiden Spiele anknüpft. Dann werden sich die Erfolge einstellen, die wir brauchen, um den Anschluss ans Mittelfeld zu finden", meinte Manager Dieter Hoeneß vielsagend.

Luft für Ralf Rangnick dünner geworden

Während Stevens nach dem Doppelschlag in Rostock wieder etwas durchatmen kann, ist die Luft für Ralf Rangnick in Hannover merklich dünner geworden. Fünf sieglose Spiele hintereinander haben den guten Saisonstart vergessen gemacht. Mit einem Megafon versuchte Rangnick vergeblich, die aufgebrachten Fans im Anschluss an die peinliche Pokal-Schlappe im 78. Niedersachsen-Derby bei Eintracht Braunschweig zu beruhigen. Der Treueschwur von Club-Chef Martin Kind am Donnerstagabend, auch im Falle eines Abstiegs weiter an Rangnick festhalten zu wollen, kann in Zeiten wie diesen kaum als wirklicher Vertrauenbeweis gewertet werden. "Damit beschäftige ich mich nicht. Ich weiß, wie ich die Elf anzufassen habe", kommentierte Rangnick die Diskussionen über seine Lage.

Unmut beim Titelverteidiger

Der Höhenflug der Leverkusener (in Kaiserslautern) und Stuttgarter (gegen Freiburg), die unglaubliche Personal-Misere von Borussia Dortmund und selbst die Schwerfälligkeit des Favoriten Bayern München scheinen angesichts der anhaltenden Trainer-Diskussionen derzeit von nur untergeordnetem Interesse zu sein. Dabei macht sich beim Titelverteidiger nach dem dürftigen Pokal-Auftritt gegen den 1. FC Nürnberg Unmut breit: Mit einem Sieg beim kriselnden FC Schalke 04 soll die schlechte Stimmung vertrieben werden. "Ich freue mich, dass jetzt die Knaller kommen", so Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld voller Hoffnung auf eine deutliche Leistungssteigerung seiner Mannschaft.

Sammer sorgte mit apokalyptischer Rede für Aufsehen

Von einer Vorfreude auf die kommenden Aufgaben kann in Dortmund nicht die Rede sein. Vor den schweren Spielen gegen Hamburg, Sochaux, Bayern München und Bayer Leverkusen sorgte Trainer Matthias Sammer mit einer apokalyptischen Rede für Aufsehen, sprach von "bösem Erwachen", "vielen Gefahren" und drohender "großer Angst". Auf sage und schreibe 13 Profis muss der leidgeprüfte Coach am Sonntag gegen den HSV verzichten. "Das kann keine Mannschaft der Welt verkraften", klagte er nach dem Pokal-Knockout in Mönchengladbach. Mit unverbrauchten Amateurspielern wie Sahr Senesie und Salvatore Gambino will er die drohende Talfahrt abwenden.

dpa - Archivfoto: dpa

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Zuletzt geändert am 31. Oktober 2003 14:30 von aj

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