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Martin Hohmann (CDU) im Porträt:

Alte Ausfälle aus Neuhof

Berlin/Fulda - Vom hessischen CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann ist im parlamentarischen Betrieb nicht viel zu hören. Der 55-Jährige Hinterbänkler aus Neuhof im Kreis Fulda arbeitet im Innenausschuss des Bundestages mit. Nun geriet Hohmann mit antijüdischen Äußerungen in die Schlagzeilen. Mal wieder, müsste man hinzufügen. In der Vergangenheit tat sich der Osthesse wiederholt mit Ausfällen gegen Juden und Homosexuelle hervor.

Anlass für den jüngsten Wirbel war eine Feierstunde der Neuhofer CDU zum 3. Oktober, in der Hohmann die Juden als "Tätervolk" bezeichnete. Die Rede wurde erst breit bekannt, nachdem der Hessische Rundfunk am Donnerstag darüber berichtet hatte. Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, sprach von einem "Griff in die unterste Schublade des widerlichen Antisemitismus".

Empörung nach Ausfällen gegen Spiegel

Vor drei Jahren hatte Hohmann mit Ausfällen gegen Spiegel Empörung hervorgerufen. Spiegel hatte zum Jahrestag der Reichspogromnacht bei einer Demonstration öffentlich gefragt, ob es etwa deutsche Leitkultur sei, Fremde zu jagen, Synagogen anzuzünden und Obdachlose zu töten. Hohmann warf ihm daraufhin vor, das Verhältnis von Juden und Nicht-Juden in Deutschland zu schädigen. Die an die CDU gerichtete Unterstellung sei genauso falsch, als wenn man Spiegel vorgeworfen hätte, "er sei mitverantwortlich, dass beim letzten Racheakt der israelischen Armee zwei unschuldige Frauen getötet wurden oder dass ein Zwölfjähriger von israelischen Soldaten erschossen wurde", sagte Hohmann damals.

Möllemann (FDP) in Schutz genommen

Eine Außenseiterrolle nahm Hohmann auch im Mai 2001 ein, als im Bundestag über die Entschädigungszahlungen für NS-Zwangsarbeiter debattiert wurde. Der CDU-Abgeordnete machte aus seiner Ablehnung gegen die Entschädigungen kein Hehl und nannte auch die "Geschäftsinteressen großer deutscher Firmen" und das "Erstarken der Juden" in den USA als Gründe für die Durchsetzung der Entschädigungen. Ein Jahr später mischte sich Hohmann in die Kontroverse zwischen dem früheren FDP-Vize Jürgen Möllemann und dem damaligen Stellvertreter Spiegels, Michel Friedman, ein und nahm als erster CDU-Politiker Möllemann in Schutz.

Plädoyer für Sondersteuer auf Pornoprodukte

Auch mit Angriffen gegen Homosexuelle machte Hohmann auf sich aufmerksam. Als sich im November 2002 das britische Oberhaus für ein Adoptionsrecht für Homosexuelle entschied, forderte der Fuldaer Politiker in Deutschland eine "aktive Zivilcourage" gegen solche Regelungen. Hohmann sah dabei einen "kausalen Zusammenhang" zwischen dem Bevölkerungsschwund in Deutschland und der "Tolerierung und aktiven Propaganda" für die Homosexualität. Harmloser war Hohmanns Plädoyer für eine Sondersteuer auf Pornoprodukte vom Oktober 2002.

"Multikulturelle Gesellschaft" abgelehnt

Die Vertretung deutscher Interessen und die Ablehnung einer "multikulturellen Gesellschaft" nennt Hohmann als eines seiner sieben politischen Hauptziele neben dem Eintreten für Familien, Mittelstand und Rentner. Der studierte Jurist und Major der Reserve war von 1980 bis 1984 im Bundeskriminalamt (BKA) tätig. Danach war der Mann mit dem Motto "...weil Charakter zählt", bis 1998 Bürgermeister von Neuhof. 1998 zog Hohmann in den Bundestag ein, als Nachfolger des früheren CDU-Rechtsaußen Alfred Dregger.

Der dreifache Familienvater Hohmann begeistert sich fürs Militärische. Der Major der Reserve nahm bereits an 13 Wehrübungen teil, wie er im Kurzlebenslauf auf seiner Homepage vermerkt.

Informationen im Internet:

  • http://www.martinhohmann.de

    ddp

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    ...dass Hans-Dietrich Genscher am 3. Nov. 2003 in Mainz über die EU- Erweiterung informiert

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    Zuletzt geändert am 31. Oktober 2003 14:50 von aj

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