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Kombinierte Motorkraft:

Hersteller setzen verstärkt auf Hybridantrieb

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Im Serieneinsatz bewährt: Toyota hat nach eigenen Angaben weltweit bereits 150.000 Hybrid- Fahrzeuge verkauft.

Tokio - Bei der Suche nach sparsamen Alternativen zum konventionellen Verbrennungsmotor setzt die Autoindustrie verstärkt auf Hybrid-Konzepte. Bei diesen Antriebssystemen sorgen Benzin- und Elektromotoren gemeinsam für Vortrieb.

Zwar sind sich fast alle Hersteller einig, dass die Zukunft irgendwann dem Wasserstoff und der Brennstoffzelle gehören wird. Doch weil diese Technologie nach Einschätzung von Experten noch mindestens zehn Jahre von der Serienreife entfernt ist, erscheint die kombinierte Kraft aus zwei Motoren derzeit als attraktives Zwischenziel. Diesen Eindruck unterstreicht das Programm auf der Tokio Motor Show (noch bis 5.11.), bei der gerade die japanischen Hersteller ein Talent für die Kombination von Strom und Sprit unter Beweis stellen.

Arbeitsteilung

Gesteuert von einer aufwendigen Elektronik schaltet sich beim Hybrid-System der Elektromotor immer dann zu, wenn der Benziner besonders viel Leistung benötigt. Über kurze Strecken können viele Hybrid-Fahrzeuge etwa in der Innenstadt auch rein elektrisch betrieben werden. Und wenn der Otto-Motor Kraft im Überfluss produziert, fungiert der Elektromotor als Generator, produziert Strom und lädt damit seine Batterie.

Das größte Engagement bei dieser Technologie zeigt derzeit Toyota. Schließlich hat das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit bereits 150.000 Hybridfahrzeuge verkauft und mit dem Prius das kommerziell erfolgreichste Modell im Programm. In diesem Herbst kommt nun nach Werksangaben die zweite Generation dieser Mittelklasse-Limousine auch nach Deutschland. Sie bekommt nicht nur eine etwas gefälligere Karosserie, sondern vor allem einen weiterentwickelten Antrieb, der laut Pressesprecher Dietrich Hartmann eine Leistungsentfaltung wie ein Benziner verspricht. So klettert die Höchstgeschwindigkeit auf 170 km/h, während der Verbrauch im Normzyklus auf 4,5 Liter sinkt.

Pionier im Gelände

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Sparsamer Hybridsportwagen: Die Konzeptstudie Honda IMAS kommt mit einem Liter Kraftstoff nach Herstellerangaben 40 Kilometer weit.

Im kommenden Jahr soll außerdem erstmals ein Geländewagen mit Hybrid-Motor seinen Weg nach Europa finden. Die Basis dafür liefert der Lexus RX 300, der dann RX 400h heißen wird und mit etwa 200 kW/272 PS die Leistungsfähigkeit des neuen Konzeptes unterstreichen soll. In Japan begnügt sich Toyota allerdings nicht mit zwei Baureihen, sondern deckt nach eigenen Angaben eher kurz- als mittelfristig fünf Segmente ab.

Einziger Konkurrent bei den Serienmodellen ist - zumindest in Europa - derzeit der Honda-Konzern, der bis vor wenigen Wochen auch in Deutschland das Hybrid-Coupé Inside verkauft hat. Noch vor dem Jahreswechsel tritt an dessen Stelle nach Angaben von Pressesprecher Alexander Heinzel eine entsprechend motorisierte Version des überarbeiteten Civic. Das Stufenheck bekommt den Beinamen IMA und mit der Kombination von Benzin- und Elektromotor in etwa das Leistungsniveau eines 1,6-Liter-Motors, soll sich im Verbrauch aber mit durchschnittlich 4,9 Litern wie ein 1,2-Liter benehmen.

Honda: Mit einem Liter 40 Kilometer weit

Mittelfristig könnte Honda laut Heinzel auch größere Modelle - etwa Geländewagen oder Vans - mit einem Hybridantrieb bestücken. Dafür hat das Unternehmen auf der Motor Show ein deutlich stärkeres Doppel präsentiert, das unter der Haube des Sportwagens IMAS montiert wurde. Bei aller Sportlichkeit ist der IMAS ausgesprochen sparsam und kommt Honda zufolge mit einem Liter über 40 Kilometer weit.

Selbst vermeintlich kleine Nischenmarken wie Subaru haben die Vorzüge der doppelten Kraftentfaltung für sich entdeckt. Deshalb hat etwa der Allradspezialist den Roadster B9 Scramble mit einem Benzin- und Elektromotor ausgestattet. Und wenn in ein bis zwei Jahren der Kleinwagen R2X nach Deutschland kommt, wird er laut Pressesprecherin Jutta Sein ebenfalls mit einem "Doppelherz" ausgestattet sein.

Blick weiter in die Zukunft gerichtet

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Forschungsfahrzeug mit bislang stärkstem Hybrid- Motor: Der Diesel- Elektroantrieb im Mercedes F500 Mind leistet 234 kW/ 318 PS.

Nur Mitsubishi, Mazda und Nissan haben in diesem Herbst kein Statement zum Hybridantreib abgegeben und statt dessen den Blick weiter in die Zukunft gerichtet. So beginnt Nissan nach eigenen Angaben in Japan mit einem weiteren Feldversuch mit einer neuen Generation des Brennstoffzellen-XTrails und zeigt mit der Studie Effis, dass die Technik auch in einen Kleinwagen passt. Mazda verbrennt dagegen lieber den Wasserstoff direkt und hat dafür den Wankelmotor entsprechend umgerüstet. Und Mitsubishi konzentriert sich vorerst offenbar auf drängendere Lücken im Modellprogramm und vertraut auf den neuen Mutterkonzern DaimlerChrysler und die Mercedes-Techniker in Stuttgart.

Mercedes setzt auf Diesel

Die haben derweil ihren Auftritt in Tokio genutzt, um der deutschen Konkurrenz einen Schritt voran zu gehen. Denn während man bei VW nach Angaben der Pressestelle wegen der besseren Schadstoff- und Energiebilanz jedem modernen Diesel den Vorzug gibt und sich deshalb auf langfristige Alternativen konzentriert, hat Mercedes im Forschungsfahrzeug F500 Mind den nach eigenen Angaben bisher stärksten und größten Hybrid-Motor vorgestellt. Dabei setzten die Techniker erstmals auf Diesel statt Benzin. Offenbar mit Erfolg: Laut Pressesprecher Wolfgang Zanker kommt der 4,0-Liter-Achtzylinder zusammen mit seinem elektrischen Helfer auf 234 kW/318 PS und verbraucht etwa 20 Prozent weniger als ein vergleichbarer CDI-Motor.

dpa - Fotos: dpa/gms


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...dass Hans-Dietrich Genscher am 3. Nov. 2003 in Mainz über die EU- Erweiterung informiert

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Zuletzt geändert am 31. Oktober 2003 11:49 von aj

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