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zurückblättern  ... Juden als "Tätervolk" bezeichnet

Hohmann: "Bezeichne weder Juden noch Deutsche als Tätervolk"

Weiter heißt es in Hohmanns Redemanuskript: "Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tscheka-Erschießungskommandos aktiv. Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als 'Tätervolk' bezeichnen. Das mag erschreckend klingen. Es würde aber der gleichen Logik folgen, mit der man Deutsche als Tätervolk bezeichnet." Der hessische CDU-Politiker stellte nun klar, er "bezeichne weder Juden noch Deutsche als Tätervolk".

Die Bundesregierung verurteilte die Äußerungen. Vize-Regierungssprecher Thomas Steg sprach von einer "nicht akzeptablen und unerträglichen Entgleisung". Es sei nun Sache der Union, über Maßnahmen gegen den Fuldaer CDU-Politiker nachzudenken. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) zeigte sich "entsetzt über soviel antisemitisches Vorurteil".

SPD und Grüne fordern Ausschluss aus der CDU-Fraktion

Aus den Reihen von SPD und Grünen wurden Forderungen nach einem Ausschluss Hohmanns aus der CDU-Fraktion laut. Der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, verlangte, die Union müsse einen klaren Schnitt machen. Ähnlich äußerte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Wilhelm Schmidt.

Merkel (CDU): "Völlig inakzeptabel und unerträglich"

CDU-Partei- und Fraktionschefin Angela Merkel nannte die Äußerungen Hohmanns "völlig inakzeptabel und unerträglich". Die Fraktion distanziere sich davon "auf das Schärfste". Nordrhein-Westfalens CDU-Chef Jürgen Rüttgers verlangte, Hohmann müsse seine Äußerungen zurücknehmen oder zurücktreten. Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) lehnte allerdings einen Fraktionsausschluss Hohmanns ab. Diesem müsse jedoch die "gelbe Karte" gezeigt werden. Bosbach drang darauf, dass Hohmann als Berichterstatter für die Zwangsarbeiterentschädigung zurücktritt. Auch von Hohmanns hessischem Heimat-Landesverband kam scharfe Kritik.

Spiegel verlangt Konsequenzen

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Als "Baustelle" gekennzeichnet ist am Freitagim Internet die Homepage des CDU- Kreisverbandes Fulda. Gewerkelt wird daran seit Donnerstagabend: Zuvor konnte jedermann die umstrittene Rede des CDU- Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober herunterladen, die als antisemitisch kritisiert wird.

Zentralratspräsident Spiegel nannte Hohmanns Äußerungen "das Übelste", was er in den vergangenen Jahren gehört habe. Er habe in dieser Sache einen Anwalt eingeschaltet. Spiegel betonte, die Angelegenheit dürfe nicht folgenlos bleiben. Er erwarte von der CDU, "dass Konsequenzen gezogen werden".

Hessen-CDU distanziert sich

Die Hessen-CDU distanzierte sich ebenfalls von Hohmanns Äußerungen. "Diese Haltung und Sprache Hohmanns ist nicht die unsrige", erklärte der Generalsekretär des Landesverbandes, Michael Boddenberg, in Wiesbaden. Zudem forderte er Hohmann auf, "derart unhistorische, falsche und unakzeptable Äußerungen zu unterlassen". Nach Angaben des hessischen Rundfunks hatte der CDU-Verband Neuhof die Rede auf seiner Internet-Seite veröffentlicht. Am Donnerstagabend war sie dort nicht mehr zu finden.

ddp, dpa - Archivfoto: dpa

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...dass Hans-Dietrich Genscher am 3. Nov. 2003 in Mainz über die EU- Erweiterung informiert

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Zuletzt geändert am 31. Oktober 2003 15:09 von aj

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