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Hausexplosion in Wiesbaden mit drei Toten - Benzin in Ölofen gekippt:

Fataler Irrtum mit tödlichen Folgen

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Wiesbaden - Ein fataler Irrtum ist offenbar die Ursache für die Hausexplosion am Samstag in Wiesbaden. Dabei kamen zwei Frauen und ein Säugling ums Leben. Eine der Frauen hatte nach Ermittlungen der Polizei für das Befüllen eines Ölofens fälschlicherweise Benzin verwendet. Bei der nachfolgenden schweren Detonation wurden die 17-Jährige sowie eine 26-Jährige mit ihrem 7 Monate alten Kind getötet.

Inmitten eines riesigen Schutthaufens im 1. Stock vermutete die Polizei zunächst drei verschüttete Bewohner. In der Nacht zum Sonntag findet die Feuerwehr dann dort drei Leichen: Bei der Katastrophe sind eine 17-jährige und eine 26-jährige Bewohnerin sowie das sieben Monate alte Kind der älteren Frau ums Leben gekommen. Sie waren unter rund 20 Tonnen Bauschutt begraben worden.

Akute Einsturzgefahr behinderte Retter

Wegen akuter Einsturzgefahr hatten die Retter von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk lange Zeit nicht in den unversehrten Teil des Hauses vordringen können. Rettungshunde und eine Höhenrettungsstaffel warteten vergebens auf ihren Einsatz. Erst mit schwerem Gerät konnten die Einsatzkräfte in der Nacht zum Sonntag die Toten bergen. Insgesamt waren rund 160 Helfer vor Ort.

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Die 17-Jährige hatte den Ermittlungen zufolge unmittelbar vor der Explosion in einer gegenüberliegenden Tankstelle einen Ölkanister aufgefüllt. Nach Angaben der Tankstellenmitarbeiter war das in der Vergangenheit schon öfter vorgekommen. Aber dieses Mal verwechselte sie dabei die direkt nebeneinander liegenden Zapfpistolen für Diesel und Benzin - eine Überwachungskamera nahm den tödlichen Irrtum auf. Als die Frau das Benzin in den Ofen ihrer Wohnung im ersten Stock füllte, kam es zu einer Stichflamme, durch welche die Jugendliche bis zur Unkenntlichkeit verbrannte.

Die nachfolgende Explosion riss nahezu die gesamte Vorderfront der rechten Haushälfte weg und ließ die oberen beiden Stockwerke einstürzen. In den Resten eines Badezimmers fanden die Helfer die Leichen der 26-Jährigen und ihres Kindes. Sie waren offenbar an einer Kombination aus Atemnot und Rauchgasvergiftung gestorben. Alle drei Todesopfer sind türkischer Nationalität. Die 26-Jährige hinterlässt einen Ehemann.

Zahl der Verletzten noch unbekannt

In dem Haus wohnten insgesamt 17 Personen. Wie viele von ihnen sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Gebäude aufhielten, sich aber in Sicherheit bringen konnten, war auch am Sonntag noch nicht vollständig geklärt. Die Polizei berichtete lediglich von zwei Personen. Diese hätten leichte Verletzungen erlitten. Die Feuerwehr sprach hingegen von vier Verletzten. Alle übrigen waren zur Unfallzeit nicht im Haus.

Durch die Löscharbeiten wurde auch der linke, äußerlich unversehrte Gebäudeteil schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr geht deshalb davon aus, dass der gesamte Komplex abgerissen werden muss. Den entstandenen Sachschaden bezifferte ein Sprecher auf 800.000 Euro. Am Morgen flackern die Flammen wieder auf und die Feuerwehr mußte erneut zum Löschen ausrücken. "Bei dem Zusammenbruch des Hauses sind zahlreiche Hohlräume entstanden, in denen immer wieder Feuer ausbrach", erklärte ein Feuerwehrmann.

Blumen niedergelegt

Vor dem Haus haben Nachbarn jetzt schon Blumen niedergelegt: Andenken an die Opfer der Katastrophe, zwei junge Frauen und ein Kind, dessen Leben gerade erst begonnen hatte.

ddp, dpa; Fotos dpa

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...dass Hans-Dietrich Genscher am 3. Nov. 2003 in Mainz über die EU- Erweiterung informiert

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Zuletzt geändert am 2. November 2003 15:09 von jo

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