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Das Comeback: Publizist will sich "wieder einmischen"

Friedman kehrt mit TV-Auftritt zurück

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Der Ex- Fernsehmoderator Michel Friedman (r), ehemaliger Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, im Gespräch mit FDP- Chef Guido Westerwelle und Moderatorin Sabine Christiansen. Knapp vier Monate nach seiner Kokain- und Sexaffäre hält sich Friedmann wieder für glaubwürdig.

Berlin - Er ist wieder da. Elegant wie stets, im Haar weniger Gel, die Gestik zurückgenommener. Michel Friedman ist mit einem Auftritt in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen" am Sonntagabend auf die gesellschaftliche und politische Bühne zurückgekehrt.

Rund vier Monate nach dem Finale seiner Kokain-Affäre, nach dem Rücktritt des ehemaligen Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland von allen Ämtern, will sich der 47-Jährige "wieder einmischen" in die öffentliche Diskussion. Zusammen mit SPD-Generalsekretär Olaf Scholz, FDP-Chef Guido Westerwelle, Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust (CDU), dem SPD-Politiker Oskar Lafontaine und dem Politologen Arnulf Baring diskutierte Friedman in der Live-Sendung die Krise der Parteien - und auch seine eigene.

Temperament im Griff

Als Publizist und jemand, der um eine "zweite Chance gebeten hatte, als er aus eigenem Verschulden in die Krise geriet", hatte ihn die Moderatorin angekündigt. Sein Auftreten wurde vom Publikum mit viel Beifall bedacht. Im Nadelstreifenanzug, mit Einstecktuch und grauer Krawatte, hatte der wegen seiner Interviewtechnik des erhobenen Zeigefingers oftmals kritisierte Journalist, sein Temperament im Griff. Mit fester Stimme antwortete er auf die persönlichen Fragen Christiansens.

Er habe "einen Fehler gemacht und gegen seine eigenen Prinzipien verstoßen". Aber er habe auch "ohne Wenn und Aber Konsequenzen gezogen und eine Strafe der Gesellschaft akzeptiert". Mit der Wiederaufnahme seiner Arbeit bemühe er sich nun, seine Glaubwürdigkeit wieder zurückzuerlangen.

Politikern "auf die Nerven gehen"

Angesprochen auf den "moralisierenden Zeigefinger" entgegnete der ehemalige TV-Moderator, er habe nie Menschen wegen ihrer persönlichen Lebensweise kritisiert, sondern "immer versucht herauszufinden, was an ihren Argumenten plausibel ist". Aufgabe des Journalisten sei es nun mal, den Politikern "auf die Nerven zu gehen". Natürlich habe ihn die Krise verändert, ihn nachdenklicher gemacht. Aber er werde sich künftig wieder "argumentativ und kritisch" einmischen. Das sei schließlich Demokratie.

Widerspruch kam von Ole von Beust. Er fände es zwar "menschlich völlig in Ordnung", wenn jemand sagt, er hätte Fehler gemacht und eine neue Chance bekomme. Aber diese müsse derjenige auch "sehr behutsam nutzen". Um zu "moralisieren und Vorwürfe zu machen", sei der zeitliche Abstand "einfach zu gering", meinte der Bürgermeister.

Publikum stand hinter dem Geläuterten

Das Publikum der Live-Sendung dagegen stand hinter dem Geläuterten, jede seiner Einlassungen wurde beklatscht. In der politischen Diskussion selbst hatte es Friedman auch einfacher, er kritisierte quasi als "Volkes Stimme" den Streit der Parteien über ein gemeinsames Vorgehen bei den Reformen in Deutschland.

"Friedman hat das letzte Wort"

Dass es ihm mit seinem Comeback ernst ist, zeigt das ausgefüllte Programm der nächsten Wochen. Bereits am Montagabend wollte er als einziger Gast in der n-tv-Sendung "Grüner Salon" zum Thema "Wie tolerant ist Deutschland" Stellung nehmen. Außerdem arbeitet er künftig als Kolumnist bei der Hamburger Zeitschrift "Max" unter dem Titel "Friedman hat das letzte Wort". Zudem ist er mittlerweile Herausgeber des politischen Sachbuchprogramms beim Berliner Aufbau-Verlag und Mitglied des Aufsichtsrates des Berliner Außenwerbungsunternehmens Wall AG.

Und das Küsschen der Moderatorin zum Abschied lässt auf ein Wiedersehen in einer Talkshow schließen - wenn auch zunächst nicht in seiner eigenen.

ddp - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 3. November 2003 12:04 von aj

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