[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Mo 03.11.2003

 Nachrichten

   vom 03.11.03

CDU-Spitze für Steuerpläne von Merz
Sumatra: Springflut fordert viele Tote
Infektionen: Spanien
schließt die Grenze

Verletzte Soldaten
in Landstuhl

Zugverspätungen
wegen Sanierung

Friedman kehrt mit
TV-Auftritt zurück

Computerexperten
als Pädophile

Suchmaschinen-
Monopol drohte

Stefan Raab
rodelt im Wok

Wetter: Nebel trübt
das Himmelsblau

Foto des Tages
Karikatur


 Sport



 Magazin

 Internet

[?]

Teilgeständnisse nach Razzia gegen Münchner Kinderschäder:

Computerexperten als Pädophile

München - Die zwei mutmaßlichen Haupttäter des im Raum München zerschlagenen Kinderschänderrings sind Computerexperten.

Bei dem 31-Jährigen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen Informatikstudent, sein 40-Jähriger Komplize ist Informatiker. Die bei einer Großrazzia in der Nacht zum Freitag verhaftete zwölfköpfige Gruppe aus München und Umgebung steht nach Worten des Leitenden Kriminaldirektors Gunther Hauch im Verdacht, Kinder missbraucht und kinderpornografisches Material verbreitet zu haben. Zudem wird ihnen die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Bei den ersten Vernehmungen legten einige Festgenommene Teilgeständnisse ab. Andere Verhaftete machten dagegen zu den Vorwürfen keine Angaben. Die Beschuldigten sind ausschließlich alleinstehende Männer zwischen 30 und 65 Jahren mit Berufen quer durch die Gesellschaftsschichten. Darunter seien jedoch mehr handwerkliche Berufe sowie einige "mit universitärem Hintergrund".

"Kontakte haben mit Selbsthilfe nichts zu tun"

Die Polizei ermittelte bereits seit Ende vergangenen Jahres gegen den Pädophilenring. Anlass dazu gaben zwei Zeitungsannoncen, mit denen die so genannten Pädo-, Selbsthilfe- und Emanzipationsgruppe München über ihren Veranstaltungskalender informieren wollten. Der "Füssener Kreisbote" und der Münchner "Südostkurier" verweigerten jedoch die Veröffentlichung und verständigten die Polizei.

Die "sehr schwierigen", verdeckt geführten Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass die Gruppe die Treffen dazu nutzt, Kontakte zu Kindern und anderen Pädosexuellen auszutauschen. "Die tatsächlichen Aktivitäten haben mit Selbsthilfe nichts zu tun", sagte Hauch. Allerdings richten sich die Ermittlungen nur gegen einen Teil der Gruppe, nicht gegen die ganze Selbsthilfegruppe.

Personen des inneren Zirkels identifiziert

Nach den Ermittlungen traf sich die Gruppe regelmäßig in München und hatte auch bundesweit Verbindungen. Sie besteht aus einem inneren und einem äußeren Zirkel. Die Polizei geht davon aus, dass der äußere Zirkel als Rekrutierungsfeld für den inneren Zirkel diente. Es sei gelungen, die Personen des inneren Zirkels zu identifizieren.

Von den Opfern seien bereits drei Kinder und Jugendliche identifiziert. Eines komme aus dem näheren familiären Umfeld eines Beschuldigten in München, zwei weitere, aus den Teilgeständnissen namentlich bekannte Kinder, aus Thailand. Die Opfer seien bis dato ausschließlich Buben im Alter ab zehn Jahren. Es sei aber nicht auszuschließen, dass auch Mädchen dabei sind. Hauch betonte: "Hinter jedem kinderpornografischen Bild steht, egal wo auf der Welt es hergestellt wurde, ein missbrauchtes Kind."

Journalist recherchierte verdeckt

Zugeschlagen hatte die Polizei vergangene Woche, nachdem ein Journalist im Kreis der Kinderschänderbande recherchiert und einen Bericht darüber veröffentlicht hat: "Wir sind in der letzten Woche etwas unter Druck geraten, weil wir erfahren haben, dass am Donnerstag die Veröffentlichung im 'Stern' sein würde. Ein Teil dieser Veröffentlichung bezieht sich auf die Gruppe, gegen die wir ermitteln", sagte Hauch. Der Journalist hatte sich für seine Recherchen in die Gruppe eingeschleust und Belastungsmaterial gesammelt.

Von der Münchner Gruppe gebe es einen Hinweis in eine andere Stadt. Diese Verbindungen würden nun geprüft. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte die Polizei keine Details nennen. Bei der Razzia waren in der Nacht zum Freitag zeitgleich 18 Wohnungen durchsucht worden. Dabei konnte die Polizei umfangreiches Beweismaterial sicherstellen. Die Auswertung kann nach Angaben von Oberstaatsanwalt Wolfgang Heimpel noch Monate dauern.

ddp


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


[an error occurred while processing this directive]
...dass die ISB mit "Success" wieder die erfolgreichsten innovativen Produkt- und Verfahrens-
entwicklungen aus RLP belohnt? Jetzt bewerben!

[an error occurred while processing this directive]

Zuletzt geändert am 3. November 2003 16:14 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum