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Mi 19.11.2003

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"Tatsächlich Liebe": Gefühlskino mit Grant
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"Tatsächlich... Liebe": Hugh Grant in amourösen Verwicklungen

Gefühlskino für die Vorweihnachtszeit

Weihnachten steht vor der Tür, und was passt da besser als eine romantische Komödie über das ganz große Gefühl?

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Die Zutaten: jede Menge kleine und große Liebesgeschichten, Charme, eine ordentliche Portion britischer Humor sowie ein knappes Dutzend hochkarätiger Schauspieler.

In seinem Regiedebüt "Tatsächlich... Liebe" beweist Erfolgs-Drehbuchautor Richard Curtis ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Notting Hill") einmal mehr sein Gespür für die passende Rezeptur.

Selbst Premierminister bleibt vom Gefühlstaumel nicht verschont

Der Film beginnt so, wie er gute zwei Stunden später endet: Bilder der Wiedersehensfreude an einem Flughafen. Hier, so Curtis, sei von negativen Gefühlen, von Hass und Gier nichts zu spüren. "Und das ist schließlich einer der Gründe, warum wir Filme machen, wir wollen die Menschen glücklich machen", sagte Curtis bei der Deutschlandpremiere des Films in München.

Dazwischen liegen zwei Monate vor Heiligabend: Ganz London sehnt sich nach der Liebe. Selbst der britische Premierminister (Hugh Grant) wird vom Gefühlstaumel nicht verschont und verliebt sich in sein Serviermädchen - die einzige Rolle vielleicht, die zu sehr schon Slapstick-Züge hat. Er habe es einfach witzig gefunden, den Premierminister zu spielen, so Grant, der eigentlich von seinem Image als charmanter Gentleman weg wollte. "Aber ich kann nicht ernst, ich kann höchstens böse."

Zahlreiche Liebes- und Leidensgeschichten

Neben diesen beiden lieben und leiden nicht weniger als 14 Protagonisten. Da sind unter anderem der Schriftsteller Jamie (Colin Firth), der sich, gerade von seiner Freundin betrogen, in sein portugiesisches Hausmädchen verliebt. Verlagsleiter Harry (Alan Rickman) erliegt fast den Avancen seiner Angestellten Mia (Heike Makatsch), während sich seine Ehefrau (Emma Thompson) immer mehr der Routine ihrer Ehe bewusst wird. Deren Bruder Daniel (Liam Neeson) muss mit dem Tod seiner Frau fertig werden und gewinnt schließlich durch die erste Liebe seines Stiefsohns Sam neuen Lebensmut. Der abgetakelte Sänger Billy (brillant: Bill Nighy) schließlich, der mit einer Weihnachtsversion seines bekanntesten Hits ein Comeback startet, entdeckt in seinem Manager den wahren Freund.

Sie alle durchlaufen eine ganze Reihe von Verstrickungen und Irrtümern. Facetten der Liebe eben, die der elfjährige Sam auf den Punkt bringt: "Was gibt es Schlimmeres als die Qualen der Liebe." An Heiligabend schließlich gipfelt der Gefühlsrausch in diversen Liebesgeständnissen.

Heike Makatsch: "Ein Traum, der wahr wurde"

Für Regisseur Curtis gestaltete sich die Arbeit schwieriger als erwartet: "Diese zehn Geschichten miteinander zu verbinden, hin- und herzuschieben, bis sie passen, das hätte ich nicht als Drehbuchautor mit einem anderen Regisseur gekonnt."

Herausgekommen ist ein Liebesreigen, der durchaus das Zeug zum Weihnachtsklassiker hat und dies nicht zuletzt auch den großartigen Leistungen der Schauspieler verdankt. Für die Wahllondonerin Heike Makatsch war es "wie ein Traum, der wahr wurde", neben der britischen Schauspielerelite die Rolle der selbstbewussten Verführerin zu geben: "Da war ich schon stolz."

Großes Gefühlskino also, romantisch und ein bisschen kitschig, lustig und manchmal ein bisschen albern. Wann wenn nicht an Weihnachten?.

Von Claudia Holder, dpa


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Zuletzt geändert am 19. November 2003 16:46 von sab

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