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Reiserücktritt nur bei Warnung des Auswärtigen Amtes

Hoffen auf Kulanz der Veranstalter

Berlin - Die neuen Anschläge in Istanbul treffen eines der beliebten Urlaubsländer der Deutschen. Die Attentate in der Türkei verunsichern auch Urlauber bei der Reiseplanung. Wer jetzt aber stornieren oder umbuchen will, muss auf die Kulanz der Reiseveranstalter hoffen. Denn "höhere Gewalt" decken auch Reiserücktrittsversicherungen nicht ab. Ein Überblick:

Offizielle Reisewarnungen

Ein Recht auf kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen haben Urlauber nur bei OFFIZIELLEN REISEWARNUNGEN. Diese gibt das Auswärtige Amt in Berlin heraus. Auf der Internetseite http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/ laenderinfos/reise_warnung_html sind die als gefährdet geltenden Reiseziele aufgeführt. Derzeit gelten Reisewarnungen unter anderem für Irak, Afghanistan, Jemen, Somalia, Haiti und Kongo. Urlaubern wird dringend empfohlen, nicht in diese Gebiete zu reisen. Wird eine neue Reisewarnung ausgesprochen, wenn deutsche Touristen schon im Land sind, werden sie in der Regel ohne zusätzliche Kosten schnellstmöglich ausgeflogen. Eine entsprechende Übereinkunft haben die Veranstalter im Reisebüroverband getroffen.

Sicherheitshinweise

Nach Angaben von Verbraucherschützern sollten Urlauber in heiklen Fällen auch die SICHERHEITSHINWEISE des Auswärtigen Amtes genau beachten. Die Angaben für die einzelnen Länder werden ständig aktualisiert. So wurde bereits nach den Istanbuler Anschlägen vom Wochenende Reisenden besondere Vorsicht empfohlen. Auch aus den Sicherheitshinweisen lässt sich nach den Worten von Reiseexpertin Gabriele Francke von der Verbraucherzentrale Berlin in einigen Fällen eine Verschärfung ableiten. Damit könne im Streitfall gegenüber dem Veranstalter womöglich auch eine kostenlose Stornierung durchgesetzt werden.

Reiserücktrittsversicherung

Die REISERÜCKTRITTSVERSICHERUNG deckt dagegen nur bestimmte persönliche Risiken des Versicherten ab: Er muss beispielsweise nicht zahlen, wenn er schwer erkrankt oder ein naher Angehöriger stirbt. "Auf jeden Fall sollte man nicht einfach irgendeine Versicherung abschließen, sondern genau lesen, wogegen man sich wirklich versichert und welche Selbstbeteiligung man gegebenenfalls hat", rät Francke.

Höhere Gewalt

Gegen HÖHERE GEWALT können sich Urlauber jedoch nicht versichern. So haften Reiserücktrittsversicherungen weder bei einem Krieg noch bei Katastrophen wie Atomunfällen oder Vulkanausbrüchen. Die persönliche Angst von Urlaubern vor Anschlägen im Urlaubsland rechtfertigt zudem selbst bei glaubhaften Terrordrohungen keinen Reiserücktritt auf Kosten der Versicherung. Alle Kunden haben aber trotzdem jederzeit das Recht, eine gebuchte Reise nicht anzutreten. Der Veranstalter kann dann jedoch eine angemessene Entschädigung verlangen, die meist umso höher ist, je näher das Reisedatum liegt.

AFP

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Zuletzt geändert am 20. November 2003 13:44 von aj

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