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Chaos Computer Club warnt vor Speicherung biometrischer Daten

"Missbrauchspotenzial steht in keinem Verhältnis"

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Eine automatische Passkontrolle für Vielflieger wird auf dem Münchner Flughafen vorgestellt: Nach dem vom Bundestag im Januar 2002 beschlossenen Anti- Terror- Paket müssen baldmöglichst in bundesdeutschen Ausweisen biometrische Daten gespeichert werden. Der Chaos Computer Club warnt vor eine zentralen Speicherung biometrischer Daten für die Polizei.

Berlin - Der Chaos Computer Club (CCC) hat davor gewarnt, biometrische Merkmale wie Fingerabdrücke oder Analysen einer Speichelprobe aller EU-Bürger in einer zentralen Datenbank zu speichern.

"Das Missbrauchspotenzial steht nach Ansicht des CCC in keinem Verhältnis zum möglichen Zugewinn bei der Verbrechensbekämpfung", sagte Club-Sprecher Andy Müller-Maguhn am Freitag in Berlin. Die Fortschritte in der Verbrechensbekämpfung ließen sich auch mit einem "technisch deutlich weniger Demokratie gefährdenden System" realisieren. Der Chaos Computer Club versteht sich als Organisation, die Sicherheitslücken und Gefahren durch moderne Informationstechnologie aufdeckt.

BDK: Nur zentrale Speicherung macht Sinn

Anfang November hatte sich der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) für die Einrichtung einer EU-weiten Fingerabdruck-Datenbank ausgesprochen. "Die anstehende Aufnahme biometrischer Daten in Ausweise über das Lichtbild hinaus macht nur Sinn, wenn diese zentral gespeichert werden und bei Kontrollen vor Ort jederzeit abrufbar sind", sagte der stellvertretende BDK-Vorsitzende Holger Bernsee. Für den BDK sei der Fingerabdruck als biometrisches Erfassungsmerkmal in Personaldokumenten dabei völlig ausreichend.

Der Polizei dürfe nicht unterstellt werden, die Daten missbräuchlich oder unkontrolliert zu verwenden. "Abgesehen davon, dass die bundesdeutsche Polizei seit Bestehen der Bundesrepublik das tut, was ihr der Gesetzgeber vorgibt und nicht, was ihr mehr oder weniger böswillig unterstellt wird, ist es gar nicht nötig, eine solche Datei bei der Polizei zu führen. Dies kann auch an anderer Stelle geschehen", erklärte der BDK.

CCC: Jeder 1000ste bekäme unverschuldet Probleme

Der CCC hingegen betonte, seine Forschungen zur praktischen Sicherheit von biometrischen Systemen hätten gezeigt, dass es grundsätzliche Probleme bei einem möglichen verpflichtenden Einsatz von Biometrie gebe. Selbst bei biometrischen Erkennungsgeräten der Oberklasse könnten nur Erkennungsraten von 99,9 Prozent garantiert werden. "Bei extrem hohen Kosten hat dann also jeder 1000ste kontrollierte Bürger unverschuldete Probleme bei der Ausweiskontrolle. Bei rund 80 Millionen Deutschen wären das immerhin schon 80.000 unbescholtene Bürger mit unverschuldetem Ärger bei Ausweiskontrollen.".

dpa - Archivfoto: dpa


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Zuletzt geändert am 21. November 2003 14:06 von aj

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