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Zwei neue Sprengstoffanschläge im Irak:

Mächtige Explosion verwüstet Polizeiwache

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Einen mehrere Meter tiefen Krater riss die Explosion in Bakuba. Das Polizeigebäude wurde zerstört. Wachbeamte vor dem Kommandogebäude hatten zuvor vergeblich auf den Attentäter gefeuert, der bis vor das Gebäude vordrang.

Bagdad - Zwei Selbstmordattentäter haben sich am Samstag vor zwei Polizeiwachen im Irak in die Luft gesprengt und dabei mindestens 15 Menschen mit in den Tod gerissen. 53 weitere Menschen wurden bei den Autobombenanschlägen nordöstlich von Bagdad verletzt.

Die mit Sprengstoff beladenen Fahrzeuge explodierten vor dem Polizeikommando der Provinzhauptstadt Bakuba sowie vor der Polizeiwache in Khan Bani Saad, berichteten die arabischen Sender El Dschasira und El Arabija. Die Besatzung einer Frachtmaschine des Paketdienstes DHL kam dagegen in Bagdad mit dem Schrecken davon: Das Flugzeug des Deutsche-Post- Tochterunternehmens wurde möglicherweise von einer Luftabwehrrakete getroffen, konnte jedoch mit einem brennenden Triebwerk notlanden.

Fast zeitgleich in die Luft gesprengt

Die Attentäter sprengten sich am Morgen fast zeitgleich in die Luft. In Bakuba starben sechs Menschen - vier Polizisten, ein neunjähriges Mädchen und eine alte Frau. 40 Menschen wurden nach Krankenhausangaben verletzt. Die Explosion riss in der 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad gelegenen Hauptstadt der Provinz Dijala einen mehrere Meter tiefen Krater. Das Polizeigebäude wurde zerstört. Wachbeamte vor dem Kommandogebäude hatten zuvor vergeblich auf den Attentäter gefeuert, der bis vor das Gebäude vordrang.

Bei dem Anschlag in der 30 Kilometer von Bagdad entfernt liegenden Kleinstadt Khan Bani Saad wurden mindestens sechs Polizisten und drei Zivilisten getötet, darunter ein sechsjähriges Mädchen. Weitere 13 Menschen wurden verletzt. Die Polizeiwache, die völlig verwüstet wurde, liegt neben einem belebten Markt. Augenzeugen berichteten von Leichenteilen, die über das ganze Areal verstreut waren. Die mächtige Detonation zerstörte auch zahlreiche Fahrzeuge und Geschäfte.

Widerstand im "sunnitischen Dreieck" besonders groß

Beide Orte liegen im so genannten "sunnitischen Dreieck", einer von Sunniten bevölkerten Region nördlich und westlich von Bagdad. Dort ist der bewaffnete Widerstand gegen die US-Besatzung besonders ausgeprägt.

DHL-Frachtmaschine landete mit brennendem Triebwerk

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Erst am Freitag waren in Bagdad zwei Hotels und das Ölministerium angegriffen worden. Die Raketenattacken auf die Hotels Palestine und Sheraton (Foto) zeugten von zunehmend "besser organisierten" und "gut ausgeführten" Aktionen, sagte US-Oberst Pete Mansoor.

Keine Verletzten gab es nach Angaben einer US-Militärsprecherin bei einem Zwischenfall mit der DHL-Frachtmaschine. Das Flugzeug landete nach Angaben eines Augenzeugen mit einem brennenden Triebwerk sicher auf dem Bagdader Flughafen. Das US-Militär wollte sich zunächst nicht festlegen, ob die Maschine durch einen Raketentreffer zur Notlandung gezwungen wurde. "Es gab einen Notfall in der Luft, seine Ursache wird gegenwärtig untersucht", sagte eine Sprecherin.

Aufständische hatten in der Vergangenheit mehrfach startende und landende Maschinen beim Flughafen Bagdad beschossen. Bislang war aber keine der Maschinen getroffen worden. Meist wurden bei diesen Angriffen schultergestützte Boden-Luft-Raketen vom sowjetischen Typ SAM-7 verwendet. Der Bagdader Flughafen wird kaum für zivile Flüge genutzt. Er ist aber eine riesige Basis der US-Truppen.

Soldaten sollen langfristig stationiert werden

Das US-Militär rechnet angesichts der anhaltenden Probleme im Irak mit einer Stationierung von 100.000 Soldaten bis zum Jahr 2006. Das sagte ein hochrangiger Offizier der "New York Times" (Samstagausgabe). Das Pentagon hatte angekündigt, dass es die Truppenstärke bis zum Mai von gegenwärtig etwa 130.000 auf 105.000 reduzieren will. Darüber hinaus wurden jedoch keine Pläne bekannt. Nach Angaben der "New York Times" liegt die Entscheidung bei Präsident George W. Bush, doch stelle sich das Militär inzwischen darauf ein, diese Truppenstärke bis zum Jahr 2006 beizubehalten.

Handgranate in Verkaufsbude geworfen

Am Samstag wurde unterdessen bekannt, dass vier Iraker getötet und 20 weitere verwundet wurden, als ein unbekannter Täter am Freitag in Bagdad eine Handgranate in eine Verkaufsbude warf. In der Bude war Alkohol verkauft worden, berichtete El Dschasira. Im muslimischen Fastenmonat Ramadan, der in den nächsten Tagen zu Ende geht, wird der Verkauf von Alkohol von Strenggläubigen nicht akzeptiert.

dpa

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...dass Informa­tionen über "Förder­programme & Ansprechpartner für den Außen­handel" als kostenlose Broschüre bei der ISB abrufbar sind?

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Zuletzt geändert am 22. November 2003 16:20 von aj

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