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Software-Schnäppchen aus zweiter Hand:

Auf die Lizenzen achten

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Keine Mogelpackungen: Käufer sollten bei Software aus zweiter Hand auf Originalverpackungen und -CDs achten.

Die Angebote sind verlockend: Statt rund 1000 Euro für die Vollversion von Adobe Photoshop 7.0 zu zahlen, ist eine ältere Ausgabe der Bildbearbeitungssoftware zusammen mit dem Update zur Version 7.0 in Internetauktionen schon für 330 Euro zu haben. Wer nicht die neueste Version eines Programms benötigt, kann viel Geld sparen.

"Sobald man die Lizenzen für ein Programm besitzt, ist man auch der rechtmäßige Nutzer", sagt Jaroslav Smycek, Computerexperte der Verbraucher-Zentrale Niedersachsen in Hannover. Mit dem Aushändigen der CDs ist es beim Kauf von Secondhandsoftware nicht getan. Gleichzeitig werden mit Lizenzrechten auch alle Ansprüche auf Garantie, Service und Support auf den neuen Eigentümer übertragen.

Möglichst nur mit Original-CD

Dem Softwarehersteller Adobe mit Deutschlandsitz Unterschleißheim bei München zufolge gilt ein Nutzer als Lizenzinhaber, wenn er den Originaldatenträger vorlegen kann. Außerdem muss er im Besitz der Lizenzbestimmungen - dem End User License Agreement (EULA) - sein.

Käufern rät Verbraucherschützer Smycek, darauf zu achten, dass sie möglichst die Original-CDs ausgehändigt bekommen. Originale Microsoft-Programme sind nach Angaben des Gebrauchtsoftware-Händlers Dirk Lynen, Inhaber der in Aachen ansässigen Firma 2ndsoft, an einer Art Urkunde, dem Echtheitszertifikat oder Certificate of Authenticity (COA), zu erkennen.

Vorsicht bei Spottpreisen

Vorsichtig sollten Interessenten werden, wenn Programme zu Spottpreisen angeboten werden, warnt die in München ansässige Business Software Alliance Europe (BSA), ein Zusammenschluss von Herstellern. Unverkäuflich sind der BSA zufolge Demo- oder Testversionen. Der einzelne Verkauf einer Sicherheitskopie ohne die Original-CDs ist nach Angaben von Microsoft nur erlaubt, wenn der Verkäufer eidesstattlich versichert, dass die Originale verschwunden sind.

Keine Bedenken bei SB- oder OEM-Versionen

Keine Bedenken brauchen Käufer und Verkäufer zu haben, wenn so genannte SB- oder OEM-Versionen einer Software den Besitzer wechseln. Dabei handelt es sich um Programme, die ein Fachhändler - der Systembuilder (SB) - oder der Computerhersteller - der Original Equipment Manufacturer (OEM) - auf einem vorkonfigurierten PC installiert und zusammen mit diesem verkauft hat. Einem Urteil des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe (Az.: I ZR 244/97) zufolge sind OEM-, SB- und - eine ältere Bezeichnung - DSP-Produkte nicht mehr an die Hardware gebunden.

Um als Käufer keine "heiße Ware" zu bekommen, rät Birgit Kupiek von Microsoft in Unterschleißheim, sich auf den Internetseiten des Unternehmens unter http://www.microsoft.com/germany/produktmerkmale über den kompletten Lieferumfang eines bestimmten Softwarepaketes zu informieren.

Anbieter im Zweifel mit Fragen löchern

Ebenso wie Lynens Firma 2ndsoft arbeitet auch eBay im Kampf gegen illegale Software mit Microsoft zusammen. Das Internetauktionshaus rät Käufern, den Anbieter mit Anfragen zu löchern und mit den Angaben von Microsoft zu vergleichen. Nach dem Kauf sollten alle Bestandteile der Lieferung kontrolliert werden. Angst beim Installieren müssen Heimanwender neu erworbener alter Software aber nicht haben: Strafen drohten nur, wenn der Hersteller auch seinen Schaden nachweisen kann, sagt Verbraucherschützer Smycek.

dpa, gms - Foto: dpa, gms


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...dass beim Connect-Forum am 4. Dezember eBusiness auf dem Prüfstand steht?

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Zuletzt geändert am 24. November 2003 12:12 von aj

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