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Fr 16.01.2004
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Gestern wird die fieberhafte Suche intensiviert, zeitweise fast 100 Polizisten unterstützen vom Boden aus die Hubschrauber. Von der Maschine fehlt jedoch weiter jede Spur. "Nach einer so langen Suche liegt die Vermutung nahe, dass das Flugzeug abgestürzt ist", erklärt Ludger Terbrüggen, Pressesprecher der SAR- Leitstelle in Münster, die die Suche nach der Maschine koordiniert. Mit Einbruch der Dunkelheit brechen die Einsatzkräfte die Suche ab. Heute soll sie fortgesetzt werden. Ein weiterer Polizeieinsatz am Boden sei allerdings nicht vorgesehen, so Polizei-Pressesprecher Ralf Schomisch. Zumindest, so lange es keine genauen Informationen über den möglichen Absturzort gibt.
Bruder des Fliegers: "Kein Piloten-Fehler"
Nach RZ-Informationen ist das Flugzeug im Besitz des Piloten, der seine Flugprüfung vor einigen Jahren beim 41- jährigen Co-Piloten absolviert hatte. Während der Pilot offenbar über relativ wenig Erfahrung am Steuer eines Sportflugzeuges verfügt, ist der Co-Pilot, der 41-Jährige aus Winningen, ein erfahrener Flieger mit mehr als 6000 Flugstunden. "Seit seinem 18. Lebensjahr hat er den Pilotenschein. Fliegen ist absolut sein Leben. Er war sogar viele Jahre Fluglehrer, zuletzt hatte er sich aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen", sagt gestern der Bruder des Mannes.
Er ist selbst Pilot und hat aus der Luft ebenfalls nach der Maschine gesucht. Die Hoffnung will er nicht aufgeben: "Es kann ja auch sein, dass die beiden nur eine Tour machen, doch dann wären sie ja vermutlich gesehen worden."
Einen Piloten-Fehler schließt er aus: "Mein Bruder ist ein sehr gewissenhafter Flieger, der im Notfall hätte eingreifen können." Doch möglicherweise habe es einen technischen Defekt gegeben, obwohl die Maschine kürzlich erst komplett überholt worden sei, berichtet er.
Wie kann ein Flugzeug einfach verschwinden?
Gelandet ist die YAK 52 jedenfalls nicht auf einem Flugplatz in der Nähe. Das kann Hannelore Kaindel, Beauftragte für Luftaufsicht im Tower des Winninger Flugplatzes, ausschließen: "Wir haben bei allen Flugplätzen nachgehört. Eine Landung einer YAK 52 wurde nirgends registriert."
Wie kann also ein Flugzeug einfach verschwinden? "Es gibt normale Fälle, bei denen ein Flugzeug unmittelbar nach dem Absturz aufgefunden wird. Es gibt aber auch kompliziertere Fälle", sagt Frank Stahlkopf, Mitarbeiter in der Bundesstelle für Flug- Unfall-Untersuchungen (BFU) in Braunschweig. Wenn die Geländeverhältnisse ungünstig sind, etwa in dichten Waldgebieten, könne auch mehr Zeit verstreichen, bis die Absturzstelle entdeckt werde: "Es gibt immer wieder Suchfälle, die länger als 24 Stunden dauern."
Zuletzt geändert am 16. Januar 2004 08:35 von to
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