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Dienstag, 11. Juni 13

KampfspurenBag­dad/Wa­shing­ton - Bei den blu­tigen Kämpfe zwi­schen Auf­stän­dischen und US-Sol­daten sind am Mitt­woch im Irak nach Augen­zeu­gen­berich­ten mehr als 100 Men­schen ums Leben gekom­men.

Ernst WeltekeBer­lin/Frank­furt - Die Bun­des­regie­rung hat Bun­des­bank- Prä­sident Ernst Welteke zum Rück­tritt auf­gefor­dert. Sie ver­langte am Mitt­wocha­bend wei­ter­gehende Kon­sequen­zen aus der Luxus­hotel-Affäre Wel­tekes.

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London - Saddam Hussein befin­det sich nach einem Zei­tungs­bericht nicht im Irak, sondern auf einer US-Militär­basis im Golf­staat Katar. Der gestürzte ira­kische Prä­sident wurde nach Angaben des in London…

Sara­jevo - Der seit neun Jahren flüch­tige mut­maß­liche Kriegs­ver­bre­cher Radovan Karad­zic ist nach einem Zei­tungs­bericht in der ver­gan­genen Woche in Bosnien nur ganz knapp seiner Ver­haf­tung ent­gan­gen.

Mar­seille - Ein Teil des Rätsels um Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) ist knapp 60 Jahre nach dem Todes­flug des legen­dären franzö­sischen Flie­ger-Poe­ten gelüf­tet.

Rätsel um Saint-Exupérys Flugzeugabsturz gelöst

Mar­seille - Ein Teil des Rätsels um Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) ist knapp 60 Jahre nach dem Todes­flug des legen­dären franzö­sischen Flie­ger-Poe­ten gelüf­tet.

Antoine de Saint-Exupéry

Antoine de Saint-Exupéry gilt seit dem 31. Juli 1944 als ver­schol­len.

Im Mit­tel­meer bei Mar­seille gefun­dene Wrack­teile stammen von Saint-Exupérys Flug­zeug vom Typ Light­ning 38.

Der Schöpfer des weltbekannten „Kleinen Prin­zen” war damit am 31. Juli 1944 zu einem militäri­schen Auf­klärungs­flug gest­artet war. Das teilte das Amt für Unter­was­ser-Archäo­logie am Mitt­woch in Mar­seille mit.

Nach dem Start von Borgo in Korsika aus war die zwei­moto­rige Maschine damals von den Radar­schir­men der Alli­ier­ten ver­schwun­den - und tauchte nicht wieder auf. Dieses rät­sel­hafte Ende schuf einen Mythos um den eigen­wil­ligen Spross einer franzö­sischen Gra­fen­fami­lie und Ver­fas­ser von Werken wie „Nacht­flug” und „Stadt in der Wüste”.

Ein Wrackteil, das im Herbst 2003 nahe der Insel Riou gefun­den wurde, ist als Teil von Saint-Exupérys Maschine vom Typ Light­ning P38 iden­tifi­ziert worden. Jetzt sei gewiss, dass der Autor nach seinem Start in Nord­kor­sika über dem Meer abstürzte, sagte der Kon­ser­vator Patrick Gran­jean. Auf einem aus dem Mit­tel­meer gebor­genen Metall­teil eines Turbo-Kom­pres­sors stand die Zif­fern­folge „2734”. Und zu dieser Zahl gehört nach den Unter­lagen der US-Air Force die militäri­sche Imma­tri­kula­tions­num­mer „42-68223” der Maschine von Saint-Exupéry. „Als mir das klar wurde, hatte ich Tränen in den Augen”, so erin­nert sich Pierre Becker. Er ist Chef des Ber­gungs­unter­neh­mens Géocéan, das mit mod­erns­ter Technik gehol­fen hat, Wrack­teile ans Licht zu holen.

„Jetzt ist sicher, dass die Maschine von Saint-Exupéry in der Nähe der Insel Riou zwi­schen Mar­seille und Cassis abge­stürzt ist”, freut sich der Kon­ser­vator. „Man weiß aber nicht warum, und wahr­schein­lich wird man das nie wis­sen.” Nahezu sechs Jahr­zehnte nach dem Flug ohne Rück­kehr des Schrift­stel­lers bleibt ein Teil des Rätsels also weiter ungelöst. Die aus 70 Metern Tiefe ans Tages­licht gehol­ten Wrack­teile sind stark ver­bogen. Die Maschine müsse mit rasen­der Geschwin­dig­keit wie ein Stein vom Himmel gefal­len sein, so meinen Exper­ten. Was vom Flug­zeug übrig geblie­ben ist, das „ver­teil­ten” die Schlepp­netze der Fischer von Mar­seille über die sechs Jahr­zehnte auf dem Mee­res­boden.

„Seit 20 Jahren habe ich nach der Maschine gesucht, die über den Alpen oder über dem Mit­tel­meer abge­stürzt sein muss­te”, so berich­tet der Tau­cher, Ama­teur-His­tori­ker und Luft­fahrt­fan Phil­ippe Cas­tel­lano. Sein Verein hatte die Suche wesent­lich vor­ange­trie­ben. Zu merk­wür­dig war das schein­bar spur­lose Ver­schwin­den Saint-Exupérys, der wortlos zu seinem letzten Flug auf­gebro­chen war. Am Abend davor war er spät zu seiner Auf­klärungs­ein­heit zurück­gekehrt. Eigent­lich war er wegen seines Alters nur noch als Reserve für Flüge ein­geplant, mit denen die alli­ierte Landung in der Pro­vence vor­berei­tet wurde. Dann durfte Saint-Exupéry doch noch einmal fliegen - und kehrte nicht zurück.

Vor vier Jahren schon hatte es nach ein­gehen­den Recher­chen in deut­schen Militärar­chi­ven geheißen, ein Abschuss der Maschine könne aus­geschlos­sen werden. War es also ein Unfall? Gab es im Flug­zeug ein Sau­erstoff­pro­blem? Oder hatte der 44-Jäh­rige eine Her­zat­tacke? Auch ein Selbst­mord wegen pri­vater Pro­bleme gilt durch­aus als mög­lich.

In demselben Seegebiet hatte 1998 ein Fischer ein Armband mit einer Namens­pla­kette des Autors gefun­den. Die Echt­heit dieses Fundes war jedoch umstrit­ten gewe­sen. Zwei Jahre später spürte ein Taucher ein Stück eines Leit­werks in der Mee­res­tiefe auf. Doch erst im Herbst 2003 wurde offi­ziell erlaubt, an der Stelle nach Über­res­ten der von Lock­heed gebau­ten Maschine zu tau­chen. Damit war der Weg dann frei, ein wenig Licht in Saint-Exupérys Flug ohne Wie­der­kehr zu brin­gen. Weil aber mys­teriös bleibt, was der Grund für den Absturz war, dürfen die Legen­den weiter sprießen.

dpa


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo45910.html
Mittwoch, 07. April 2004, 15:32 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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