[an error occurred while processing this directive]
Nachrichten Sport Magazin
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Startseite Ticker Wetter Regionales Foto des Tages Karikatur Kalender Forum Archiv
Dienstag, 11. Juni 13

Mosche Katsav und Ferenz MadlBuda­pest - Die unga­rische Polizei hat am Diens­tag einen Paläs­tinen­ser unter dem Ver­dacht fest­genom­men, einen Anschlag auf ein jüdi­sches Museum in Buda­pest geplant zu haben.

Ernst WeltekeFrank­fur­t/Main/Ber­lin - In der Affäre um Bun­des­bank- Prä­sident Ernst Welteke hat die Bun­des­regie­rung den Druck auf den obers­ten deut­schen Noten­ban­ker erhöht. Der Bun­des­bank-Prä­sident lehnt einen Rück­tritt bisher…

Han­nover­/Pots­dam - Ein beson­ders dickes Osterei hat ein Nie­der­sachse beim Lotto gewon­nen: Er knackte am Samstag den knapp 10 Mil­lio­nen Euro schwe­ren Jack­pot. Der Glückspilz sei der 19. Lotto- Mil­lionär in diesem…

Belgrad - Nach ein­mona­tiger Unter­bre­chung ist der Prozess um die Ermor­dung des ser­bischen Regie­rungs­chefs Zoran Djind­jic am Diens­tag in Belgrad fort­gesetzt worden.

Berlin - Nach der Lkw-Maut will das Bun­des­ver­kehrs­minis­terium jetzt auch Frei­zeit­kapitäne zur Kasse bitten. Sofern sie Bun­des­was­ser­straßen wie Kanäle oder Schleu­sen befah­ren…

Peking - China hat ein Ende der ame­rika­nischen Waf­fen­lie­ferun­gen an Taiwan gefor­dert. Bei einem Treffen mit US-Vize­prä­sident Dick Cheney am Diens­tag in Peking warnte sein chi­nesi­scher Amts­kol­lege Zeng Qing­hong…

 Das Thema des Tages 

Analyse: Geiselnahme als Druckmittel

Bagdad - Noch nie waren Aus­län­der im Irak seit dem Kriegs­ende vor einem Jahr so gefähr­det wie jetzt.

Geiselnahmen im Irak

Gei­sel­nah­men im Irak

Ver­mummte „Frei­heits­kämp­fer” drohen damit, drei von ihnen ent­führte Japaner „bei leben­digem Leib” zu ver­bren­nen, wenn die japa­nischen Truppen nicht abzie­hen.

Ein anderer Trupp von Aufständischen ver­schleppte vor lau­fen­der Fern­seh­kamera einen US-Bür­ger in Zivil, der einen ame­rika­nischen Militär­kon­voi beglei­tet hatte. Er werde ein „noch schlim­meres Schick­sal” erlei­den als jene vier pri­vaten US- Sicher­heits­leute, deren Leichen Anfang April im Unru­heherd Fal­ludscha geschän­det worden waren, wenn sich die US-Trup­pen um Fal­ludscha nicht zurück­zie­hen.

Aus­län­der werden zum Druck­mit­tel der Rebel­len - wenn sie nicht bereits tot sind wie höchst­wahr­schein­lich jene zwei deut­schen GSG-9- Beam­ten, die auf dem Weg nach Bagdad waren. Die beiden Männer waren das „Schluss­licht” in einem Konvoi der deut­schen Bot­schaft, dem die Gue­ril­las hin­ter­her­schos­sen, als die Wagen­kolonne bei Fal­ludscha durch ihren Kon­troll­punkt raste. In den letzten Tagen ver­schwan­den, soweit bekannt wurde, auch zwei Paläs­tinen­ser und ein syrisch- stäm­miger Kana­dier.

Am Montag wurden ferner sieben Chinesen als ent­führt gemel­det. Ein Brite, der im südi­raki­schen Nasi­rija ver­schleppt worden war, tauchte am Sonntag nach Ver­hand­lun­gen mit Stam­mesäl­tes­ten wieder auf. Auf­stän­dische hatten zuvor behaup­tet, sie hätten rund 30 Aus­län­der in ihrer Hand, dar­unter auch Spa­nier, Por­tugie­sen und Ame­rika­ner. Sieben Korea­ner waren zuvor unter unkla­ren Umstän­den aus Gei­sel­haft wieder frei­gekom­men.

Die meisten Ent­führun­gen ereig­neten sich in der Nähe der sun­niti­sche Auf­stän­dischen-Hoch­burg Fal­ludscha. Dort hatten die US- Marines Anfang letzter Woche eine große Offen­sive gest­artet. An Fal­ludscha führt die Auto­bahn von Amman nach Bagdad vorbei, die wich­tigste Ver­kehrs­ader ins Aus­land. Weil Fal­ludscha zur Kampf­zone wurde, ist die Auto­bahn derzeit unpas­sier­bar. Die Rei­sen­den sind gezwun­gen, Umwege durch die umlie­gen­den Dörfer zu nehmen. Dort patrouil­lie­ren aber ver­mummte Rebel­len mit Pan­zer­fäus­ten und Kalasch­nikows. Wer auf sie stößt, ist ihnen auf Gedeih und Verderb aus­gelie­fert. Spätes­tens seit letztem Diens­tag war es eigent­lich leicht­sin­nig, den Landweg von Amman nach Bagdad zu nehmen. Die beiden deut­schen Beamten starben am Mitt­woch.

Gleichzeitig mit der Falludscha-Offen­sive gingen die Ame­rika­ner gegen die Milizen des radi­kalen schi­iti­schen Pre­digers Muktada el Sadr vor. Damit drohen auch Schi­iten-Gebiete zur Kampf­zone zu werden. Das Muster ist immer das­selbe: wird erst einmal gekämpft, dann zer­fällt die ohnehin brüchige Ordnung und marodie­rende Freischär­ler- Gruppen über­neh­men das Kom­mando. Diese miss­trauen allem West­lichen und sind schnell mit dem Spio­nage­vor­wurf zur Hand.

Weißhäu­tige Rei­sende in Gelän­dewa­gen mit getön­ten Schei­ben werden grundsätz­lich für CIA-Agen­ten gehal­ten. Ein Repor­ter der Lon­doner „Ti­mes”, der in Israel sta­tio­niert ist und die ent­spre­chen­den Visa­stem­pel in seinem Pass hat, konnte sich mit Mühe und Not aus seiner miss­lichen Lage her­aus­reden. Seine Häscher, für die er ein Mossad-Mann war, brach­ten ihn glück­licher­weise zu ihren Kom­man­deu­ren, die ihn nach stun­den­lan­gen Ver­hören ziehen ließen.

Die meisten Ausländer sehen deshalb keinen Sinn mehr darin, im Irak zu blei­ben. Die erste Han­dels­messe seit Kriegs­ende, die Anfang April geplant war, wurde abge­sagt. Aus­län­dische Geschäfts­leute sieht man ohnehin nicht mehr in Bagdad. Am Oster­mon­tag ver­ließen nun auch die letzten deut­schen Auf­bau­hel­fer das Land. „Wir haben das Büro in den letzten Tagen nicht mehr ver­las­sen”, sagte Frank Mc Areavy von der pri­vaten Minen­räu­mor­gani­sation „Help” vor der Abreise der letzten drei Mit­arbei­ter. „Wir können derzeit ohnehin nichts tun.” Die „Help”-Leute ver­ließen Bagdad sicher­heits­hal­ber auf dem Luft­weg.

dpa


http://rhein-zeitung.de/a/tt/t/rzo47003.html
Dienstag, 13. April 2004, 11:51 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

Online Web
Zeitung

Kino
Event-Kalender
Druckversion
[an error occurred while processing this directive]
Die Neuen und die Natur