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Dienstag, 11. Juni 13

GoogleNew York - Der führende Such­maschi­nen-Betrei­ber Google geht an die Börse. Die erste große Akti­enplat­zie­rung eines Inter­net-Unter­neh­mens seit dem Platzen der Tech­nolo­gie-Blase soll 2,7 Mil­liar­den Dollar (2,27 Mrd…

Hamburg - Google hat sich inner­halb weniger Jahre und allen Inter­net-Kri­sen zum Trotz zur welt­weit erfolg­reichs­ten Such­maschine ent­wickelt. Vor rund sechs Jahren star­tete Google als Erfin­dung zweier Stu­den­ten.

Brüs­sel/Lu­xem­burg - Im Kon­flikt mit Micro­soft um die Vergabe von Lizen­zen sieht sich die EU-Kom­mis­sion durch ein Urteil des Europäi­schen Gerichts­hofes (EuGH) in einem anderen Fall bestätigt.

München - Der Halblei­ter-Zulie­ferer Sil­tro­nic schiebt seine Bör­sen­pläne weiter auf. „Wir warten auf eine Sta­bili­sie­rung des Mark­tum­fel­des und auf eine Beru­higung der Kapi­tal­märk­te”…

Saar­brü­cken - Das Soft­ware- und Bera­tungs­haus IDS Scheer hat zum Jah­res­anfang das Aus­lands­geschäft kräftig ange­kur­belt und mehr Stellen geschaf­fen. Von Januar bis Ende März stieg der Umsatz der Gruppe im Ver­gleich…

München - Der Sie­mens-Kon­zern will im IT-Bereich jähr­liche Kosten von 800 Mil­lio­nen Euro ein­spa­ren. Dieses Ziel solle unter anderem durch die Zen­tra­lisie­rung von Rechen­zen­tren und die Verein­heit­lichung der…

Die Zukunft des Telefonierens liegt im Internet

Berlin - Ganz neu ist die Idee nicht: Gespräche via Inter­net mit Hilfe spe­ziel­ler Soft­ware und eines Head­sets.

Internet-Telefon

Erst DSL macht das Tele­fonie­ren über das Inter­net mög­lich. (Bild: Sip­gate)

Doch bisher schei­terte das Tele­fonie­ren über das Inter­net an gerin­gen zur Ver­fügung ste­hen­den Über­tra­gungs­raten.

Der Zuspruch der Verbraucher blieb aus. Dank DSL und wei­terer neuer Tech­nolo­gien steckt nun im Voice over Inter­net Pro­tocol (VoIP), wie die Inter­net-Tele­fonie auch genannt wird, die Zukunft des Tele­fonie­rens.

Das bekann­teste der zahl­rei­chen Pro­gramme zur Inter­net-Tele­fonie dürfte Micro­softs „Net­mee­ting” sein. Es liegt dem Betriebs­sys­tem bei oder kann kos­ten­los aus dem Inter­net her­unter­gela­den werden. Mittels Laut­spre­cher und Mikro­fon, die über eine Sound­karte an den Com­puter ange­schlos­sen werden, können sich die Gespräch­spart­ner unter­hal­ten. Bei Bedarf lässt sich auch eine Webcam zuschal­ten, so dass sich die Tele­fonie­ren­den sehen können.

Von den Entwicklern der Online-Tausch­börse KaZaA stammt die Soft­ware Skype. Anwen­der von Skype können andere Nutzer, die das Pro­gramm auf ihrem Rechner eben­falls instal­liert haben, über das Inter­net anru­fen. Die Soft­ware ist für Windows 2000 und XP erhält­lich.

Die Sprach­qua­lität von VoIP reicht noch nicht an die von herkömm­lichen Tele­fonen heran. „Das Problem ist die Lauf­zeit der ein­zel­nen Daten­pake­te”, erklärt Manfred Breul, Refe­rent für Tele­kom­muni­kation beim IT-Bran­chen­ver­band BITKOM in Berlin. Anders als im herkömm­lichen Tele­fon­netz, wo ein Teil der Leitung für die Dauer eines Gesprächs reser­viert bleibt, wird bei der Inter­netü­ber­tra­gung die Sprache in Daten­pakete zer­legt. Die Leitung wird also nur dann genutzt, wenn gespro­chen wird.

„Bei anderen Daten merkt man das nicht, aber beim Tele­fonie­ren kommt es zu unan­geneh­men Verzö­gerun­gen”, sagt Breul. Neuere Inter­net­pro­tokolle können dieses Manko aber immer besser behe­ben, indem sie Tele­fonie-Daten erken­nen und beson­ders schnell wei­ter­lei­ten.

Etwas mehr als Tele­fonie von Com­puter zu Com­puter bietet „Sipps” von Ahead Soft­ware. Das Pro­gramm kostet 19 Euro. Es kann auch über einen kos­ten­losen Ser­ver-Dienst mit nor­malen Tele­fonen oder Handys Kontakt auf­neh­men. Die Kosten, die beim Tele­fonie­ren vom Inter­net in ein Tele­fon­netz ent­ste­hen, müssen vom Anrufer per Pre­paid-Ver­fah­ren bezahlt werden. Das Tele­fonie­ren von Com­puter zu Com­puter bleibt jedoch kos­ten­frei.

Bereits Ende der neunziger Jahre hatten Unter­neh­men mit Voice over IP auf ein neues Markt­seg­ment gehofft, aber erst die Ver­brei­tung von DSL-Anschlüs­sen macht Tele­fonie­ren über den Inter­net-Anschluss in ver­gleich­barer Qua­lität wie bei herkömm­lichen Tele­fonen mög­lich. Ende Januar hat die Firma Indigo Net­works in Düs­sel­dorf mit Sip­gate.de ein Angebot gest­artet, das Inter­net-Tele­fonie so kom­for­tabel machen soll, wie Tele­fonie­ren mit einem herkömm­lichen Anschluss.

Der Com­puter, der für einen Anruf ständig online sein muss, wird hier durch ein vor­kon­figu­rier­tes Voice-over-IP-Tele­fon ersetzt, das Sipgate für 99 Euro anbie­tet. „Wir sind ange­wie­sen auf eine Breit­band-Fla­tra­te”, erläu­tert Sip­gate-Geschäfts­füh­rer Thilo Salmon. Durch die DSL-Lei­tun­gen werden unkom­pri­mierte Audi­oda­ten über einen Über­gangs­rech­ner des Inter­net-Tele­fonie-Anbie­ters in das normale Tele­fon­netz ein­gespeist.

Wie hoch die Kostenersparnis im Ver­gleich zum herkömm­lichen Tele­fonie­ren ist, hängt von der Art der Nutzung ab. Wer viel im Ausland ist und von Deutsch­land aus leicht erreich­bar sein will, kann sich bei­spiels­weise eine Ruf­num­mer mit Düs­sel­dor­fer Vorwahl geben lassen. Ein Anrufer zahlt die Ver­bin­dung bis zur Ein­wahl­stelle. Das Tele­fonie­ren via Inter­net über eine belie­bige Strecke rund um den Globus schlägt nicht zu Buche, ebenso wie Gespräche, die nur über das Inter­net geführt wer­den.

Das Sip-Pro­tokoll, mit dem sowohl Sipps als auch Sipgate arbei­ten, wurde maß­geb­lich vom Fraun­hofer Insti­tut mit­ent­wickelt. Jiri Kuthan, Leiter des Fraun­hofer Pro­jekts Iptel.org in Berlin, sieht in Voice over IP eine zukunfts­wei­sende Tech­nik: „Die SIP-Tech­nolo­gie bietet E-Mail und Tele­fonie über ein ein­ziges Netz.” Das werde in Zukunft eine immer wich­tigere Rolle spie­len, da es helfe, Kosten für eine sepa­rate Tele­fon­anlage zu sparen. Das scheint man bei der Telekom erkannt zu haben. „Wir ent­wickeln Sze­narien für einen Über­gang des bis­heri­gen Tele­fon­net­zes zu Voice over IP”, bestätigt T-Com-Spre­cher Wil­fried Seibel die Ent­wick­lung.

Larry Velez, Analyst des Markt­for­schungs­unter­neh­mens Meta Group sagt der T-Com ein Spar­poten­zial von 40 bis 60 Prozent der Betriebs­kos­ten voraus. Davon werden auch die Ver­brau­cher pro­fitie­ren: „Te­lefo­nie­ren wird in Zukunft bil­liger wer­den”. Nicht zuletzt, weil der Wett­bewerb zwi­schen den Tele­fonan­bie­tern durch die neue Technik ange­kur­belt werde. So hat Inter­net­pro­vider Freenet kürz­lich ver­lau­ten lassen, dass man künftig in Inter­net-Tele­fonie inves­tie­ren wolle.

Auch bei der Regu­lie­rungs­behörde für Tele­kom­muni­kation und Post (RegTP) in Bonn berei­tet man sich auf die neuen Zeiten vor. Dort hat man bereits eine eigene Vorwahl für Inter­net-Tele­fon­num­mern, die nicht an einen festen Anschluss­punkt gebun­den sind, kre­iert: 032 soll sie lauten.

dpa


http://rhein-zeitung.de/a/comscience/t/rzo42237.html
Mittwoch, 24. März 2004, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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