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Dienstag, 11. Juni 13

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In Irland kann jeder Pub zum Tanzsaal werden

Miltown Mal­bay/En­nis - Paddy Neylon gibt ein paar knappe Anwei­sun­gen, und schon wirbeln hun­derte von Paaren durch den Saal.

Straßenmusik

In den Straßen Irlands geht es musi­kalisch zu. (Bild: Britta Schmeis)

Mal drehen sie links herum, mal rechts herum, dann finden sich vier Paare zu einer Gruppe zusam­men.

Sie stellen sich einander gegenüber auf, tanzen auf­ein­ander zu, umein­ander herum und wech­seln die Part­ner. Paddy behält von der Bühne aus den Über­blick. Ein wenig steif steht er da. Doch der Rhyth­mus steckt in ihm, sein Fuß wippt stets mit. Paddy, der Mann mit dem langen weißen Bart, ist Tanz­leh­rer bei der Willie Clancy Summer School im westiri­schen Miltown Malbay, zu dem all­jähr­lich hun­derte von Fans der iri­schen Folk­lore kommen.

Denn der Tanz und die Musik gehören zu Irland wie die grünen Wiesen und die unzäh­ligen Schaf­her­den. Nir­gendwo ist es ein­facher, die Men­schen und das Lebens­gefühl kennen zu lernen als in den Pubs oder bei den zahl­rei­chen Céilís, den tra­ditio­nel­len Tanz­aben­den. Die Graf­schaft Clare gilt dabei als Heimat der iri­schen Musik. Dort bieten zwi­schen Mai und Oktober zahl­rei­che Work­shops die Gele­gen­heit, sich in den Tänzen zu üben oder die tra­ditio­nel­len Instru­mente - Dudel­sack, Geige, Flöte, Zieh­har­monika und Akkor­deon - zu lernen.

Die Summer School in Miltown Malbay ist eine dieser Gele­gen­hei­ten. Der kleine Ort ist das inter­natio­nale Zentrum für irische Folk­lore. Wer sich am ersten Tag in der Stadt ein­fin­det, kann mehr als eine Woche lang für etwa 100 Euro an Kursen teil­neh­men. Vor Tanz und Musik ist dann kein Ent­kom­men mehr, egal ob auf den Straßen, in Hotels, im Fuß­ball­ver­ein oder im Gemein­desaal.

In einem Strand­hotel ver­wan­deln Holz­plan­ken den Frühstücks­raum in einen Tanz­saal. „Summer School Stu­dents” proben dort Tanz­schritte. „Wenn man es richtig macht, hat man am Ende des Tages Mus­kel­kater in den Waden”, sagt die Tanz­leh­rerin Geral­dine Con­nolly. Das Schwie­rige sei, sich weich und geschmei­dig zu bewe­gen.

Step-Dance und Seannós-Step - zwei weitere Stile des iri­schen Tanzes - stehen in den leer geräum­ten Umklei­deka­binen des Fuß­ball­ver­eins auf dem Pro­gramm. Nicht erst seit dem welt­wei­ten Erfolg der Tanz­show River­dance ist der Step­tanz, bei dem die Tänzer in Reihen hin­ter­ein­ander stehen und vor allem der Fuß­bal­len zum Einsatz kommt, wieder populär.

Zwar habe die Show die Auf­merk­sam­keit wieder stärker auf den iri­schen Tanz gelenkt, sagt der Musiker und Tänzer Michael Tubridy. „Aber die Profis sind mehr daran inter­essiert, die ein­zel­nen Schritte zu beherr­schen.” Doch das reiche nicht aus: „Man muss der Musik folgen, sie spüren”, sagt der 68-Jäh­rige, der jah­relang in Irlands bekann­tes­ter Band nach den Dub­liners, den Chief­tains, Flöte spielte. Auch in den Straßen Miltown Malbays sind die Klänge von Gitar­ren, Geigen und Dudelsä­cken überall zu hören.

In und vor den Pubs tun sich die Men­schen spontan zu kleinen Bands zusam­men und erpro­ben ihr jüngst Gelern­tes. Viele Ein­hei­mische nehmen Sum­mer-School-Gäste in ihre Häuser auf. Genau dort liegt auch der Ursprung der iri­schen Musik und des Tanzes. „Die Men­schen haben erst in den eigenen Wohn­zim­mern musi­ziert, dann in den Pubs, viel später bei Kon­zer­ten”, erklärt Katie Verling vom Glór Irish Music Centre in Ennis.

So bedarf es keines spe­ziel­les Fes­tivals, um der iri­schen Musik auf die Spur zu kommen. In den meisten Pubs gibt es all­abend­lich Musik. Eine gute Adresse ist „Gal­vin's Tra­ditio­nal Music Pub” in Lahinch zwi­schen Enni­sty­mon und Miltown Malbay. Das etwas jüngere Pub­likum trifft sich bei­spiels­weise in der „Cia­ran's Bar” in Ennis. Weitere Adres­sen ver­öffent­licht der Regio­nal­ver­band Shannon Deve­lop­ment all­jähr­lich in einem Falt­blatt, das in Hotels und Tou­ris­ten-Infor­matio­nen aus­liegt.

Ein Muss für jeden Musikfan ist das Städt­chen Doolin im Norden der Graf­schaft Clare. Selbst­bewusst bezeich­net sich der Küs­ten­ort als „Mekka der iri­schen Musik”. Tatsäch­lich säumen zahl­rei­che mit­unter winzige Musiklä­den die Haupt­straße. Dort gibt es CDs, Videos und Bücher, nach denen man in den rie­sigen Elek­tromärk­ten außer­halb Irlands lange suchen muss. In einem kleinen wind­schie­fen Haus befin­det sich Clares erste Plat­ten­firma für tra­ditio­nelle Musik, „Ma­gne­tic Music”. Im „Gus O'Con­nor's Pub”, einem der ältes­ten Irlands, lässt mancher Rei­sende dann den Tag bei Bier und Musik aus­klin­gen.

Vorher lohnt sich ein Besuch der bis zu 215 Meter hohen Cliffs of Moher. Schiffe legen in Doolin und Lis­can­nor ab. Ebenso beein­dru­ckend wie der Blick auf die fast acht Kilo­meter lange Fel­sland­schaft ist der Gang zu dem Aus­sichts­punkt am O'Bri­en's Tower. Von dort hat man einen herr­lichen Blick bis zu den Aran-Inseln und den Bergen in den Graf­schaf­ten Kerry und Con­nemara. Ganz ohne Musik geht es auch an dieser land­schaft­lichen Attrak­tion nicht. Entlang des Weges zum Turm musi­zie­ren Men­schen aus der ganzen Welt, bieten CDs oder selbst­gemachte Instru­mente an.

Etwas weniger folk­loris­tisch geht es im Glór Irish Music Centre in Ennis zu. In dem moder­nen Bau gibt es Aus­stel­lun­gen, Kon­zerte, Work­shops und Céilís für Jeder­mann. An min­des­tens drei Abenden der Woche bietet das Zentrum während des all­jähr­lichen Som­mer­fes­tivals von April bis Oktober Vor­träge, Kon­zerte und Tanz­abende, bei denen man erste Schritte und Töne wagen kann.

Dabei ist Glór nicht nur Schau­platz ver­gan­gener Tra­ditio­nen, sondern vor allem ein Ort der Wei­ter­ent­wick­lung. „Wir sind nicht rück­wärts gewandt. Mitt­ler­weile gibt es viele moderne Stücke mit sehr jaz­zigen und fun­kigen Ele­men­ten”, sagt Glór-Direk­torin Katie Ver­ling. Die wich­tigste Voraus­set­zung aber sei die Lei­den­schaft: „Der Musiker und Tänzer muss sie spüren.” Denn die Musik habe viel mit der Iden­tität Irlands zu tun - mit der der westiri­schen Graf­schaft alle­mal. „Musik ist in allem, was wir in Clare tun”, sagt Katie.

In­for­matio­nen: Tourism Ire­land, Gut­leut­straße 32, 60329 Frank­furt (Tel.: 069/66 80 09 50, Fax: 069/92 31 85 88)

Wei­tere Infor­matio­nen zu Irland im Inter­net: www.irland-ferien.de , www.glor.ie , www.setdancingnews.net/wcss

dpa


http://rhein-zeitung.de/a/magazin/t/rzo47128.html
Dienstag, 13. April 2004, 10:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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