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Dienstag, 11. Juni 13

-Washing­ton - US-Prä­sident George W. Bush hat erst­mals vor dem Kon­gress-Unter­suchungs­aus­schuss zu den Ter­ror­anschlä­gen vom 11. Sep­tem­ber 2001 aus­gesagt. Bush stand gemein­sam mit Vize­prä­sident Dick Cheney im Weißen…

-Luxem­burg - Die EU-Staa­ten geben sich ein gemein­sames Asyl­recht mit der umstrit­tenen Dritt­staa­ten­rege­lung. Unmit­tel­bar vor dem Bei­tritt von zehn neuen Mit­glied­staa­ten setzten die Innen­minis­ter der 15 „al­ten”…

Hamburg - Die Ben­zin­preise in Deutsch­land haben am Don­ners­tag neue Rekord­höhen erreicht. Unter der Führung der Aral erhöh­ten die großen Mar­kenan­bie­ter die Preise am Nach­mit­tag um rund vier Cent je Liter.

Fal­ludscha - Wür­den­trä­ger aus der umkämpf­ten ira­kischen Stadt Fal­ludscha und Ver­tre­ter des US-Militärs haben am Don­ners­tag nach wochen­lan­ger ame­rika­nischer Bela­gerung einen zwei­stu­figen Rückzug der US-Trup­pen aus…

Jeru­salem/Pa­ris - Der israe­lische Minis­ter­prä­sident Ariel Scharon hat eine Zustim­mung der regie­ren­den Likud-Par­tei zur Räumung des Gaz­ast­rei­fens mit seinem poli­tischen Pres­tige ver­knüpft.

Nikosia - Tou­ris­ten aus EU-Staa­ten können sich nach dem Bei­tritt Zyperns zur Europäi­schen Union von diesem Samstag an frei auf der gesam­ten geteil­ten Insel bewe­gen.

Flir­ten auf Kom­man­do

Nicht nur in Köln gibt es das "Fast­dating"

Köln - Albert Ein­stein hatte recht. Zeit ist rela­tiv. Fünf Minuten ziehen sich beim "Fast­dating" ent­weder wie Gummi oder sind viel zu schnell vorbei. In regel­mäßi­gen Abstän­den gibt es mitt­ler­weile im Kölner Alex am Frie­sen­platz dieses Single­tref­fen im Eil­tempo. Das Prinzip erin­nert an "Die Reise nach Jeru­salem". In einer Ecke der Bar sitzen an ver­schie­denen Tischen ver­teilt etwa 20 Frauen. Im Fünf-Minu­ten-Abstand gesellt sich abwech­selnd immer ein anderer Mann dazu. Ist die Zeit um, bimmelt ein Glöck­chen - und der Herr pilgert zum nächs­ten Tisch.

Auf Kom­mando wird dann geflir­tet. Ständig wird gere­det, immer die glei­chen Basis­infor­matio­nen aus­getauscht: "Wie alt bist du? Was machst du beruf­lich? Was hast du denn für Hob­bys?" Das laugt aus. Das Angebot an poten­tiel­len Bezie­hungs­part­nern ist unge­wohnt groß und abwechs­lungs­reich: Bei beiden Geschlech­tern ist alles dabei: Unter­neh­mer, Aka­demi­ker, Hand­wer­ker, Attrak­tive und weniger Hüb­sche. Damit es nicht zu Ver­wechs­lun­gen kommt und ver­sehent­lich die falsche Nummer ange­kreuzt wird, machen sich viele Noti­zen. Das kommt nicht immer beim Gegenü­ber gut an. Sch­ließ­lich haben Männ­lein und Weib­lein doch noch die Illu­sion, dass - falls es funkt - sich der andere auto­matisch an einen erin­ner­t.

Män­ner-Ange­bot so bunt wie eine Süßig­kei­ten-Aus­wahl

Das Durch­schnitts­alter liegt zwi­schen 30 und 40 - plus und minus fünf Jahre nach oben oder unten. Das Män­ner-Ange­bot ist so bunt gemischt wie die Süßig­kei­ten-Aus­wahl beim Kiosk: "Von ganz grau­enhaft bis richtig nett", bringt es eine Single­kan­dida­tin auf den Punkt. Mit vier wei­teren Freun­din­nen macht die Blon­dine - Typ "Mit mir kann man Pferde steh­len" - hier mit und findet es witzig: "Ich hatte viele nette Gespräche, und lang­wei­lig war es wirk­lich nicht. Außer­dem ist es wirk­lich eine Sel­ten­heit in Köln, mal so viele hete­rose­xuelle Männer auf einem Haufen kennen zu ler­nen."

Eine Beo­bach­tung, die auch Nummer zehn vom männ­lichen Lager teilt: "Das konnte man doch im Inter­net auf der Home­page sehen. In anderen Städten war bei den Männern alles sofort aus­gebucht. Nur in Köln war das anders rum." Ver­anstal­ter Johan­nes Much hat eine plau­siblere Erklärung: "Es kommt auf die Art der Werbung an. Frauen rea­gie­ren eher auf Inse­rate und Männer auf Pla­kat­wer­bung. Köln ist nicht anders als andere Städ­te."

Alles andere als roman­tisch

Das Mara­thon-Dating ist alles andere als roman­tisch. Das gibt Much auch gerne zu. "Ro­man­tisch wird es, wenn sich zwei gefun­den haben und später wieder tref­fen." Bevor es dazu kommt, müssen sich natür­lich beide sym­pathisch finden. Pas­siert das, macht der "Fast­dater" ein Kreuz­chen auf seiner Kar­tei­karte - Frauen haben ein rosa­far­benes, Männer ein blaues. Weil sich kaum jemand in so kurzer Zeit alle Namen merken kann und sich die Paare in spe bes­ten­falls die Vor­namen ver­raten, hat sich jeder einen Button mit seiner Start­num­mer ans Ober­teil gepinnt.

Heim­liche Beo­bach­terin

Kell­nerin Tanja, die eben­falls von einem Tisch zum anderen zieht, um die Singles mit Geträn­ken zu ver­sor­gen, hat den benei­dens­wer­ten Vor­teil, dass sie heim­liche Beo­bach­terin spielen kann. "Es macht echt Spaß, da zuzu­gucken. Ich glaube, einige Männer sind da richtig mit System ran­gegan­gen." In der Tat - es gibt einige Ver­tre­ter des starken Geschlechts, die offen­sicht­lich ihren Text schon zu Hause geübt hatten: "Ich bin 40 Jahre alt, war nie ver­hei­ratet, bin nicht geschie­den und habe keine Kin­der." Andere Herren sind aus­gespro­chen char­mant und bekom­men natür­lich ein Kreuz­chen.

Nach dem Ken­nen­ler­nen in Schnell­abfer­tigung ver­las­sen viele das Alex. Noch sind alle gut gelaunt, aber am nächs­ten Tag wird die Geduld auf die Probe gestellt. Denn dann kommt das Ergeb­nis per E-Mail. Manche können es kaum abwar­ten. Das Handy von Johan­nes Much, der dann alle Karten aus­wer­tet, steht am nächs­ten Tag kaum still. "Viele möchten wissen, was dabei rum­gekom­men ist", erklärt er.

Nicht immer ein Treffer dabei

Bei 29 Euro ohne Getränke ist das auch ver­ständ­lich. Die Chan­cen, dass es zu einem Date im klei­neren Kreis kommt ist laut Much gut: "Im Durch­schnitt haben die meisten zwei Über­ein­stim­mun­gen." Falls tatsäch­lich kein Treffer dabei ist, ist das auch kein Grund zur Sorge: "Manche haben bei einer Ver­anstal­tung ganz viele Über­ein­stim­mun­gen und der bei der nächs­ten keine", erzählt der "Fast­dating"-Ver­anstal­ter.

Bisher gab es auch nie den Fall, dass ein Person so begehrt war, dass er oder sie von allen ange­kreuzt wurde. "Zwar haben attrak­tive Teil­neh­mer es leich­ter, aber ich denke, dass in erster Linie der Ein­druck beim Gespräch zählt." Zwar ist es bitter, wenn der Traum­mann oder die Traum­frau einen nicht wieder sehen will, aber ein kleiner Trost bleibt: "Bei uns ist alles anonym. Wir geben nicht weiter, wer bei wem welches Kreuz gemacht hat."

In­for­matio­nen im Inter­net:

  • http://www.fastdating.de

    ddp


    http://rhein-zeitung.de/a/news/r/fastdate.html
    Donnerstag, 29. April 2004, 11:28 © RZ-Online GmbH (aj)
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