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Dienstag, 11. Juni 13
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Schwertwale schreien gegen Motorenlärm an

San Fran­cis­co/Lon­don - Schwert­wale schreien mit beson­ders langen Rufen gegen den immer lauter wer­den­den Moto­ren­lärm von Wal­beob­ach­tungs­boo­ten an.

Schwertwal

Schwert­wal Keiko, Star des Films „Free Willy”, in einem nor­wegi­schen Fjord (Archi­v).

Das hat ein bri­tische-ame­rika­nisches For­scher­team durch Ton­mes­sun­gen bei drei Orca-Fami­lien nach­gewie­sen.

Sie verglichen vor der amerikanischen West­küste die Länge der Rufe, mit denen sich die Wale oft über Kilo­meter hinweg mit ihren Art­genos­sen ver­stän­digen. Starker Boots­ver­kehr und laute Moto­ren­geräu­schen würden die Mee­res­säu­ger zu rund 15 Prozent län­geren Rufen antrei­ben.

Das Team um Rus Hoelzel von der Uni­ver­sität Durham (Groß­bri­tan­nien) stellt seine in den 70er Jahren begon­nen Mes­sun­gen im bri­tischen Fachjour­nal „Na­ture” (Bd. 428, S. 910) vom Don­ners­tag vor. Um 1980 und 1990, als nur wenige Tou­ris­ten mit Booten auf Wal­beob­ach­tun­gen gingen, ließen sich die Schwert­wale (Or­cinus orca) in ihrem Ruf­ver­hal­ten nicht davon stören. Doch mit der fünf­fachen Zunahme des Schiff­ver­kehrs wurde nach Ansicht der For­scher seit 2001 eine kri­tische Lärm­schwelle über­stie­gen, die von den geräu­sch­emp­find­lichen Tieren nicht still­schwei­gend hin­genom­men wird.

Nach Beobachtungen der Forscher sind die Orca-Fami­lien vor der Küste des US-Staa­tes Washing­ton während der Tou­ris­ten-Sai­son täglich von mehr als 20 Booten umge­ben. Die Lärm­beläs­tigung sei Besorg­nis erre­gend, meint die Mee­res­bio­login Alisa Schul­man-Jani­ger von der ame­rika­nischen „Ce­tacean Socie­ty”. Die Wale ver­such­ten den Geräu­schen wie dem „oh­ren­betäu­ben­den Krach eines Vor­schlag­ham­mers” aus­zuwei­chen. Nach gesetz­lichen Vor­schrif­ten sollen Wal­beob­ach­tungs­boote von den Tieren min­des­tens neunzig Meter Abstand halten und nur mit gerin­ger Geschwin­dig­keit fahren.

Umwelt­lärm treibt auch andere Tiere zu laut­star­ken Reak­tio­nen an. Nach­tigal­len würden sich mit lau­terem Träl­lern bei Groß­stadt­lärm Gehör ver­schaf­fen, fanden kürz­lich Ver­hal­tens­bio­logen der Freien Uni­ver­sität Berlin heraus. Bei Kohl­mei­sen stell­ten nie­der­län­dische For­scher fest, dass städ­tische Meisen schril­ler singen als ihre Art­genos­sen aus länd­lichen Regio­nen.

dpa


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo51412.html
Mittwoch, 28. April 2004, 19:41 © RZ-Online (NewsDesk)
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