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Dienstag, 11. Juni 13
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Zahnanalyse: Neandertaler waren schon mit 15 erwachsen

London ­ Die Nean­der­taler waren ver­mut­lich bereits mit 15 Jahren erwach­sen.

Neandertaler

Prä­sen­tation eines Nean­der­taler-Schä­dels (Archiv­bild).

Darauf weist eine Analyse des Zahn­wachs­tums hin, die ein spa­nisch-franzö­sisches For­scher­team im bri­tischen Fachjour­nal „Na­ture” (Bd. 428, S. 936) prä­sen­tiert.

Das Wachstumsmuster der Vorderzähne unter­schei­det sich demnach deut­lich von dem moder­ner Men­schen. Dies unter­mauere die Annahme, dass die vor rund 30 000 Jahren aus­gestor­benen Nean­der­taler eine eigene Men­schen­art waren und sich nicht mit den Vor­fah­ren des moder­nen Men­schen ver­mischt haben, schrei­ben Fer­nan­dez Ramirez Rozzi vom Natio­nalen For­schungs­zen­trum in Paris und José Maria Ber­mudez de Castro vom Natur­wis­sen­schaft­lichen Museum in Madrid.

Bei der Bildung von Zahn­schmelz auf wach­sen­den Zähnen treten regel­mäßig in etwa wöchent­lichem Abstand kleine Verzö­gerun­gen auf. Aus diesen lässt sich ähnlich wie aus den Jah­res­rin­gen bei Bäumen die Wachs­tums­geschwin­dig­keit der Zähne ablei­ten. Die For­scher ver­gli­chen Schnei­dezähne des Nean­der­talers (Homo nean­dertha­len­sis) mit denen des ana­tomisch moder­nen Men­schen (Homo sapi­ens). Dabei zeigten sich deut­liche Unter­schiede. Bei heu­tigen Men­schen ver­rin­gert sich die Wachs­tums­rate nach etwa der Hälfte der Ent­wick­lung dras­tisch. Beim Nean­der­taler und den gemein­samen Vor­fah­ren hin­gegen verlief diese Ent­wick­lung viel gleich­mäßi­ger.

Die Bildung des Zahnschmelzes gilt als gutes Maß für die all­gemeine kör­per­liche Ent­wick­lung. Ent­spre­chend schließen die Wis­sen­schaft­ler, dass Nean­der­taler bereits viel früher als heutige Men­schen aus­gewach­sen waren. Ver­mut­lich seien sie schon mit 15 völlig erwach­sen gewe­sen. „Da­durch ent­wickelt sich ein kla­reres Bild des Nean­der­taler­s”, schrei­ben die For­scher. „Er war eine Men­schen­art, die an beson­dere Umwelt­bedin­gun­gen ange­passt war, mit einer ener­gie­rei­chen Ernährung, die ein schnel­les Wachs­tum und die Bildung eines großen Gehirns ermög­lich­te.”

dpa


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo51420.html
Mittwoch, 28. April 2004, 20:03 © RZ-Online (NewsDesk)
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