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Sonntag, 2. Mai 04
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Jenkner Zweiter beim GP von Spanien Jerez - Steve Jenkner hat seinen Ruf als Regenkönig im Feld der Achtelliter-Piloten in der Motorrad-WM aufpoliert.
Beim ersten Europa-Grand-Prix dieser Saison im spanischen Jerez kam er hinter seinem italienischen Teamkollegen Marco Simoncelli auf Platz zwei. In der Klasse bis 250 ccm war der Italiener Roberto Rolfo (Honda) nicht zu schlagen. Dirk Heidolf (Hohenstein-Ernstthal) verpasste als 16. knapp die Punkteränge. In der „Königsklasse” MotoGP wurde der Spanier Sete Gibernau (Honda) für seinen Heimsieg bejubelt. Alex Hofmann (Bochum/Kawasaki) belegte Rang 13. Simoncelli und Jenkner jubelten wie ihre gesamte Crew nach der Zieldurchfahrt. Beide streckten die Faust gen Himmel, fuhren Hand in Hand und schüttelten wegen des Ergebnisses immer wieder den Kopf. In Jenkners Heimat dröhnten Böllerschüsse. „Das war eine Wasserschlacht. Wir sind mehr unter Wasser als alles andere gefahren. Es ist einfach super”, jubelte Jenkner, der von Rang elf gestartet war. Mit einer halsbrecherischen Jagd fuhr er bis zur achten Runde auf Rang drei vorn. Dann sorgte er für eine artistische Einlage: Ausgangs einer Kurve lag „Little Stevie” bereits fast neben seiner Aprilia, schaffte es aber doch noch einmal in den Sattel zurück und knapp an der Leitplanke vorbei. „Da hatte ich einfach Riesenglück. Auch kurze Zeit später war ich noch mal mit dem Motorrad im Kies”, erzählte der Sachse, der trotz der wilden Jagd am Anfang Abstimmungsprobleme an seiner Maschine ausgemacht hatte. „Die war ziemlich hart abgestimmt, da musste ich während des Rennens noch einige Einstellungen korrigieren. Ich mag den Regen eigentlich nicht, aber die anderen wohl noch viel weniger”, scherzte Jenkner. Bis zum Schluss mussten alle Piloten hochkonzentriert fahren. Gleich 13 Fahrer im 39er Feld sahen die Zielflagge nicht. Deshalb freute sich auch WM-Neuling Georg Fröhlich (Wechselburg/Honda) über seinen 22. Platz. Nach seinen spektakulären Trainingsstürzen fuhr er mit starken Schmerzen im Handgelenk. „Die Tabletten haben nicht gewirkt, aber ich habe mich durchgebissen”, erzählte der 16-Jährige aus Sachsen. Sein Markenkollege Dario Giuseppetti (Berlin) freute sich derweil über seinen ersten WM-Punkt: „Ich bin mein Rennen gefahren, habe mich nicht an den anderen orientiert. Das war heute wohl das beste Rezept.” In einem eher unspektakulären Rennen der Viertelliterklasse gab es für Dirk Heidolf kein Happyend. „Am Start ist mein Motorrad ausgegangen, ich musste es anschieben. Danach war es bei diesem Wetter schwer, denn alle fahren eine Linie. Wir wollten immer in die Punkte kommen, das ist nun leider nicht mehr möglich”, sagte der Sachse. Christian Gemmel (Hettenroth/Honda) schied nach Sturz unverletzt aus. Dieses Schicksal blieb diesmal Alex Hofmann erspart. Der Kawasaki- Pilot schaffte als 13. seine ersten drei WM-Zähler. „Mitte des Rennens hing ich hinter Loris Capirossi fest, obwohl ich schneller fahren konnte. Am Ende ging es nur noch darum, bei dem Regen sitzen zu bleiben. Es sind meine ersten WM-Punkte, da muss ich zufrieden sein”, sagte der Bochumer. dpa
http://rhein-zeitung.de/a/sport/t/rzo52306.html |
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