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Sonntag, 2. Mai 04

Torschützen-FestDüs­sel­dorf - Werder Bremen im Meis­ter­rausch, Bayern München in Rage. Das 6:0-Schüt­zen­fest der Han­sea­ten gegen den Ham­bur­ger SV bot eine Woche vor dem viel­leicht ent­schei­den­den Gip­fel­tref­fen zwi­schen Tabel­len­füh­rer…

Kanada - DeutschlandPrag - Trotz einer lust­losen Vor­stel­lung gegen Titel­ver­tei­diger Kanada ist die deut­sche Eis­hockey-Natio­nal­mann­schaft bei der Welt­meis­ter­schaft in Tsche­chien fast schon am Ziel ihrer Wün­sche. Auch die 1:6 (0:3, 1:2…

Hamburg - Vor­jahres­sie­ger SG Flens­burg-Han­dewitt geht als 30. DHB-Pokal­gewin­ner in die Geschichte ein und hat damit die Grund­lage für sein erstes Double geschaf­fen.

Völler gegen Rauswurf von Rumänien-Versagern

München - Nach dem 1:5-Deba­kel in Rumä­nien sieht sich Rudi Völler zuneh­men­den For­derun­gen nach per­sonel­len Kon­sequen­zen für die Euro­pameis­ter­schaft aus­gesetzt.

Eine Empfehlung

Sebas­tian Schwein­stei­ger jubelt nach dem 1:2. Im Hin­ter­grund Lukas Podolski.

Bay­ern-Mana­ger Uli Hoeneß plä­dierte für eine Nomi­nie­rung der Jungs­tars Lukas Podolski (18) und Bastian Schwein­stei­ger (19).

Teamchef sperrt sich jedoch gegen einen vor­schnel­len Raus­wurf einiger Ver­sager von Buka­rest und einer noch radi­kale­ren Ver­jün­gung des EM-Teams. „Dass man Schlüsse zieht aus so einem Spiel, ist klar. Aber jetzt zu sagen, der oder der ist absolut durch das Sieb gefal­len und nicht mehr dabei, wäre zum jet­zigen Zeit­punkt der falsche Weg”, sagte Völler bei einer kurz­fris­tig von ihm ange­tre­tenen Medie­nof­fen­sive im ZDF und dem Deut­schen Sport­fern­sehen.

Deut­lich wurde der 44-Jäh­rige aller­dings in eigener Sache. Seine Zukunft als Team­chef macht er vom Auf­tre­ten des Vize-Welt­meis­ters in Por­tugal abhän­gig. Eine Wie­der­holung des EM-Deba­kels von 2000, das vor vier Jahren zur Ablö­sung von Erich Ribbeck und seiner Nach­folge geführt hatte, dürfte ihn zu einem Rück­tritt bewe­gen. „Es kommt auf die Art und Weise an. In den Nie­der­lan­den und Belgien war das damals nicht in Ord­nung”, bestätigte Völler. Er blickt aber wei­ter­hin opti­mis­tisch nach vorne: „Ich bin fest über­zeugt, dass wir eine gute EM spie­len.”

30 bis 32 Spieler gehören nach Angaben des Team­chefs zum Kreis jener Akteure, aus denen er am 24. Mai seinen 23-köp­figen EM-Kader berufen wird. Rea­lis­tische Chancen auf ein Last-Minute-Ticket nach Por­tugal dürfen sich aber wohl nur Podolski und Schwein­stei­ger sowie mit Abstri­chen der Bochu­mer Abwehr­spie­ler Frank Fah­ren­horst machen. Völ­ler-Inti­mus Reiner Calmund ist sich „ziem­lich sicher”, dass der Team­chef Podolski und Schwein­stei­ger mit­nimmt. Auch Hoeneß machte sich öffent­lich für den Kölner Stürmer und den Münch­ner Mit­tel­feld­spie­ler stark: „Ich würde sicher­lich beide mit­neh­men, aber ich würde sie beide nicht von Anfang an spielen las­sen.”

Völler konnte sich als Augen­zeuge des Bay­ern-Sie­ges in Köln einmal mehr vom Talent der beiden Tor­schüt­zen über­zeu­gen. „Die bauen jetzt schon Druck auf”, räumte der Team­chef ein. Er äußerte aber auch Beden­ken: „Man ver­gisst immer, dass wir schon ganz, ganz viele junge Spieler in der Natio­nal­mann­schaft haben, wie Kura­nyi, Hinkel, Lahm. Es muss eine gesunde Mischung sein. Wir werden auch viele ältere Spieler dabei haben, die in der Natio­nal­mann­schaft, Bun­des­liga und Cham­pions League ihren Mann schon gestan­den haben.”

Neben Vize-Weltmeister Oliver Neuville könnte zuvor­derst der Ber­liner Fredi Bobic zum Podolski-Opfer werden, von dem Völler in Buka­rest ent­täuscht war. Aller­dings erin­nerte der Team­chef daran, dass Bobic mit vier Tref­fern neben Michael Ballack Top-Tor­schütze in der EM-Qua­lifi­kation war. „Durch seine Erfah­rung und Art kann Fredi immer etwas bewe­gen. Ihn kann man rein­wer­fen”, sagte Völler.

Seinen bislang favo­risier­ten EM-Kan­dida­ten will er darum in den drei Wochen bis zur Nomi­nie­rung seines 23-Mann-Kaders am 24. Mai eine letzte Chance zur Bewährung geben. „Alle müssen sich stei­gern”, for­derte Völler. Zudem könnten Ver­let­zun­gen ein Umden­ken erzwin­gen. Der Dort­mun­der Torsten Frings zog sich einen Bän­der­riss im linken Schul­ter­eck­gelenk zu, der Stamm­spie­ler fällt aber nach Angaben seines Vereins maximal für ein Spiel aus.

Völler übernahm nochmals die Haupt­ver­ant­wor­tung für die Blamage in Rumä­nien. „Ich habe die Vor­zei­chen im Vorfeld nicht so erkannt. Ich bin mit zu wenig Spie­lern nach Buka­rest gereist”, räumte er ein. So habe er bei­spiels­weise mit Rück­sicht auf das in Russ­land spie­lende „Team 2006” darauf ver­zich­tet, Fah­ren­horst mit­zuneh­men und in der Abwehr zu testen: „Das bereue ich im Nach­hin­ein.”

Den ein­gesetz­ten Spie­lern gab er jedoch die Haupt­schuld an dem schlimms­ten Län­der­spiel während seiner Amts­zeit: „Ich nehme den Spie­lern übel, dass die Ein­stel­lung nicht da war. Das kann man sich nicht bieten lassen. Einige haben mich ent­täuscht.”

dpa


http://rhein-zeitung.de/a/sport/t/rzo52314.html
Sonntag, 02. Mai 2004, 14:08 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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