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Sonntag, 2. Mai 04
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Flensburg holt den DHB-Pokal gegen Hamburg Hamburg - Vorjahressieger SG Flensburg-Handewitt geht als 30. DHB-Pokalgewinner in die Geschichte ein und hat damit die Grundlage für sein erstes Double geschaffen.
Drei Wochen vor dem Saisonende der Handball-Bundesliga deklassierte der souveräne Tabellenführer im Endspiel Gastgeber HSV Hamburg mit 29:23 (14:8) und verteidigte damit den DHB-Pokal. In der erneut mit 12 917 Zuschauern ausverkauften ColorLine-Arena waren Sören Stryger (6/2) für Flensburg und Jonas Ernelind (6/2) für den HSV beste Torschützen. Das Doppel aus Pokalsieg und deutscher Meisterschaft scheint Flensburg kaum noch zu nehmen zu sein. Denn aus den ausstehenden drei Bundesliga-Partien benötigt das Team von Trainer Kent-Harry Andersson nur noch ein Remis, um vorzeitig erstmals den Titel zu gewinnen. Großer Rückhalt wird dabei wieder Torhüter Jan Holpert sein müssen, der im Pokalfinale der Erfolgsgarant war. „Jan hält hervorragend”, urteilte Bundestrainer Brand. Dadurch kam der Sieger zu zahlreichen Kontern und setzte sich vom 7:8 (22.) auf 14:8 (30.) und später gar vorentscheidend auf 27:17 (52.) ab. Bei ihrem erneuten Pokalgewinn eine Woche nach dem verpassten Champions-League-Sieg demonstrierte Flensburg Stärke und gewachsene Reife. Beim 33:31-Halbfinalerfolg gegen den Erzrivalen THW Kiel ließen sich die Schleswig-Holsteiner auch von einem 16:21-Rückstand (39.) nicht aus der Ruhe bringen. „Unsere Stärke ist, dass wir nicht aufgeben”, sagte Trainer Andersson. Die von beiden Seiten teilweise hitzig und rustikal geführte Begegnung bezeichnete Kiels Manager Uwe Schwenker als „ein geiles Spiel”. Auch der personell gehandicapte SC Magdeburg hatte im Auftaktspiel gegen Hamburg eine furiose Aufholjagd gestartet, die allerdings gegen die Hamburger nicht von Erfolg gekrönt war. 15:23 (40.) hatte der Bundesliga-Zweite zurückgelegen, ehe er beim 26:27 vier Sekunden vor Schluss per Siebenmeter die Chance zum Ausgleich und damit zur Verlängerung hatte. Doch Bennet Wiegert scheiterte an HSV-Torhüter Goran Stojanovic. „Schade”, sagte Trainer Alfred Gislason, „aber ich bin mehr stolz auf die Mannschaft, als dass ich enttäuscht bin.” Der HSV ist zwar weiter titellos, hat sich aber für den Europacup der Pokalsieger qualifiziert, da Flensburg sich bereits den Start in der Champions League gesichert hat. „Wir sind als Mannschaft noch nicht so gefestigt”, urteilte Bob Hanning. An der Beseitigung dieses Mangels muss er nun ebenso arbeiten wie an der Gewinnung neuer Sponsoren. „Da wäre ein Titel hilfreich gewesen”, sagte er. Angeblich drücken den HSV erhebliche Schulden, der Etat für die kommende Saison wurde bereits von 4,5 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro zurückgefahren. „Wir distanzieren uns von den Spekulationen der letzten Tage. Wir werden es seriös machen und das Projekt HSV Handball weiter positiv vorantreiben”, sagte HSV-Berater Dierk Schmäschke. dpa
http://rhein-zeitung.de/a/sport/t/rzo52336.html |
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