NachrichtenMagazinMagazinService
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Fußball Formel 1 Sporttabellen Foto des Tages
Archiviert am
Montag, 23. August 04

-Akron - Alex­ander Cejka hat sich und den Traum von einem Platz im 12-köp­figen Ryder-Cup-Team Europa auch eine Woche vor der Nomi­nie­rung durch Kapitän Bern­hard Langer nicht auf­gege­ben. Mit 276 Schlä­gen…

DisqualifiziertAthen - Geherin Atha­nasia Tzou­meleka hat den Grie­chen den ersten Olym­pia­sieg in der Leicht­ath­letik beschert, die Russen müssen end­gül­tig das Gold der gedop­ten Kugel­stoße­rin Irina Kor­scha­nenko her­geben und die…

Düs­sel­dorf - Die Mehr­zahl der deut­schen Eli­teclubs haben ihre Erstrun­den-Auf­gabe im DFB-Pokal mehr oder weniger sou­verän erle­digt. Aus der Fuß­ball-Bun­des­liga bla­mier­ten sich ledig­lich der Ham­bur­ger SV und Borus­sia…



100-m-Olym­pia­sie­ger nach Dopingsperre geläu­ter­ter­t

Gat­lin: "Ich bin ein sau­berer Cham­pion"

Athen - Die Nach­fra­gen in Sachen Doping musste sich der 100-m-Olym­pia­sie­ger gefal­len lassen. "Ich bin ein wahr­haft sau­berer Cham­pion", ant­wor­tete Justin Gatlin, der 2001 nach einem posi­tiven Test auf Amphet­amin bereits einmal für ein Jahr gesperrt war und sich nach seinem Triumph von Athen als geläu­ter­ter Athlet prä­sen­tier­te.

Am Morgen danach setzte dann sein Trainer ein zusätz­liches Zei­chen: Trevor Graham outete sich als der bislang unbe­kannte Coach, der im Juni ver­gan­genen Jahres eine Spritze des Desi­gner-Ste­roids THG an die Anti-Doping-Agen­tur der USA (Usada) geschickt und damit die Unter­suchun­gen gegen das kali­for­nische Dopingla­bor Balco ins Rollen gebracht hat­te.

In Athen das Rennen seines Lebens gelau­fen

"Für mich als Trainer schien die rich­tige Zeit gekom­men. Ich würde es wieder tun", sagte Graham, der bis Dezem­ber 2002 auch Super­star Marion Jones betreut hatte. Er schickte die Probe der von Balco ent­wickel­ten Sub­stanz anonym an die Usada und gab sich ledig­lich als "gut bekann­ter Leicht­ath­letik-Trai­ner" aus, der eine wir­kungs­volle neue Desi­gner­droge erhal­ten habe, die von einigen führen­den Ath­leten ver­wen­det werde. Der bri­tische Euro­pameis­ter Dwain Cham­bers war der pro­minen­teste Athlet, der über­führt und für zwei Jahre gesperrt wur­de.

Gra­hams Mus­ter­schü­ler Justin Gatlin lief in Athen das Rennen seines Lebens, das er nach 9,85 Sekun­den mit Mini­mal­abstän­den vor dem in Nigeria gebo­renen Por­tugie­sen Francis Obik­welu (9, 86/Eu­ropa­rekord) und Syd­ney-Olym­pia­sie­ger Maurice Greene (9,87) been­dete. Bislang galt der 83 Kilo schwere 1,85-m-Mann als Meister im Warten - mit Aus­nahme seines Sieges bei der Hal­len-WM 2003 ver­schlief er meist den Start. "Dies­mal hat er alles richtig gemacht", lobte Donovan Bailey, Kanadas Olym­pia­sie­ger von 1996: "Er ist schnell und ein guter Pro­moter für den Spor­t."

Gree­ne: "Ich bin noch nicht am Ende"

Letz­teres konnte man von Maurice Greene nicht immer sagen. Das zur Gri­masse ver­zogene Gesicht des 30-Jäh­rigen wird immer in Erin­nerung blei­ben, wenn der drei­malige Welt­meis­ter eines Tages die Lauf­bah­nen ver­lässt. "Ich bin noch nicht am Ende", sagte Greene und erklärte sich einmal mehr zum Größten: "Ich glaube nicht, dass irgend­ein Sprin­ter in der Welt so viel erreicht hat wie ich. Damit habe ich Maßstäbe für alle nach mir gesetz­t."

Sein for­sches Auf­tre­ten im Vorfeld von Athen war wohl auch Aus­druck von Unsi­cher­heit. Eigens für sein großes Ziel hatte der Ex-Wel­tre­kord­ler das Schuh­werk gewech­selt und war mit dem neuen Modell "De­molis­her" (Zer­stö­rer) eines deut­schen Her­stel­lers (adi­das) ange­tre­ten. Zer­stört wurde am Ende nur Greenes Traum vom his­tori­schen zweiten Olym­pia­sieg über 100 m, den bislang nur Carl Lewis (1984 und 1988) schaff­te.

"Ath­leten ten­die­ren dazu, so etwas zu tun"

Die Zukunft gehört Justin Gatlin. "Ich fühle mich nie wie ein Außen­sei­ter, sondern immer wie ein Cham­pion", sagte der 22-Jäh­rige, auf den vor dem Rennen kaum einer gewet­tet hatte. Dann eher schon auf den Jamai­kaner Asafa Powell, den Seri­ensie­ger dieser Saison, der beim Höhe­punkt jedoch nicht mehr seine Höchst­form zeigte und als Fünfter in 9,94 noch hinter dem Welt­jah­res­bes­ten Shawn Cra­wford (USA/9,89) lan­dete.

Gatlin schlug sie alle und beteu­erte, dies mit sau­beren Mitteln getan zu haben. Aus der stän­digen Doping-Ver­suchung machte er aber keinen Hehl: "Jeder Sport hat tra­gische Züge, weil Ath­leten dazu ten­die­ren, so etwas zu tun."

sid

http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/gatlin.html
Montag, 23. August 2004, 13:53 © RZ-Online GmbH (sab)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Druckversion