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Archiviert am
Samstag, 18. September 04 |
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Leipziger bieten Online-Shops für alle Leipzig - Sag mir, was auf deinem T-Shirt steht, und ich sage dir, wohin du surfst: www.ebay.de? www.schade-deutschland-alles- ist-vorbei.com? Oder www.frag-mutti.de? - Um ihre Website bekannt zu machen, nutzen Homepage-Betreiber die ganze Palette der Werbemittel. Kleidung, Kaffeebecher oder Regenschirme sind dabei im Programm. Die Leipziger Firma Spreadshirt unterstützt Homepage-Betreiber bei der Vermarktung ihrer Internetseite, indem sie Online-Shops zur Verfügung stellt und im Auftrag der Seitenbetreiber Merchandising-Artikel mit individuellem Design verkauft. Als Lukasz Gadowski das Unternehmen 2001 gründete, war er noch Student an der Leipziger Handelshochschule. „Ich habe in einer studentischen Unternehmensberatung Textildruck-Unternehmen beraten. Außerdem hatte ich Erfahrungen mit E-Commerce. Aus der Verbindung der beiden Geschäftsfelder entstand Spreadshirt”, erzählt er. Die Firma bietet Homepage-Betreibern komplett eingerichtete Merchandising-Shops. „Wir stellen die Software zur Verfügung, bedrucken die Produkte, verschicken sie und wickeln die Zahlung ab. Dadurch entstehen für den Homepage-Betreiber keine Kosten”, erläutert Gadowski das Geschäftsprinzip. Neben T-Shirts in verschiedenen Schnitten gehören Kaffeebecher, Schlüsselanhänger, Unterwäsche und Umhängetaschen zur Produktpalette. Der Preis setzt sich zusammen aus einem von Spreadshirt festgelegten Grundbetrag und der vom Shop-Betreiber bestimmten Provision, die Spreadshirt an diesen weitergibt. Zu den bekanntesten Shop-Betreibern gehören die Jugendseite www.bravo.de und die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Dazu kommen fast 20 000 Shops von privaten Homepages oder kleinen Unternehmen. „Der wichtigste Effekt von Online-Merchandising ist die Werbung für die Internetseite”, sagt Professor Bernd Skiera vom Lehrstuhl für E-Commerce der Universität Frankfurt/Main. Für Homepage-Betreiber sei es wichtig, dass möglichst viele Internet-Nutzer ihre Seite besuchen. „Für manche zählt auch das Image: Den Anbietern gefällt der Gedanke, dass andere Leute Kaffeebecher mit ihrem Logo im Schrank stehen haben”, so Skiera. Durch die geringen Stückzahlen könnten die Shop-Betreiber jedoch nicht mit großem Profit rechnen. Spreadshirt profitiert von der Masse der Shop-Betreiber. „In jedem Monat verkaufen wir mehrere tausend Produkte”, sagt Geschäftsführer Gadowski. Seit der Gründung ist die Firma kontinuierlich gewachsen und beschäftigt inzwischen zehn Mitarbeiter in Vollzeit. „Im nächsten Jahr wollen wir noch weitere 20 Mitarbeiter einstellen”, so Gadowski. Zum Umsatz macht er keine Angaben, nur, dass Unternehmen „profitabel” arbeite. Die Flaute in der IT-Branche habe ihn nicht abgeschreckt, sagt Gadowski. „Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist es, dass keine großen Investitionen nötig sind und schnell Geld verdient wird”, weiss der Geschäftsführer der Managementgesellschaft für das Business & Innovation Centre (BIC), Stefan Rumsch. Bankkredite und Subventionen seien für Existenzgründer nur schwer zu bekommen. Über die Gründungszeit von Spreadshirt kann Gadowski heute schmunzeln „Am Anfang hatten wir einen Computer in der Hochschule und mein Bafög musste herhalten.” Inzwischen hat sich Spreadshirt mit Büros und einer eigenen Produktionsstätte in der BIC-Immobilie in Leipzig eingerichtet. Der Blick nach vorn geht für Gadowski über die Messestadt hinaus. „Unsere größte Herausforderung ist es, unser Wachstum zu managen. Als nächstes wollen wir Spreadshirt auf das europäische Ausland ausweiten.” Internet: www.spreadshirt.de dpa
http://rhein-zeitung.de/a/comscience/t/rzo85412.html |
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