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Donnerstag, 28. Oktober 04

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Warnstreiks bei VW - Tarifverhandlungen vertagt

Hannover - Die Tarifverhandlungen beim Autobauer Volkswagen sind am späten Donnerstagabend ergebnislos auf den nächsten Montag vertagt worden.

Proteste bei Volkswagen

Protestaktionen begleiten die Tarifverhandlungen bei VW.

IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine sprach nach rund zwölfstündigen Gesprächen in Hannover von „sehr verhärteten” Fronten.

VW sei der IG Metall in der fünften Runde nicht entgegengekommen. Nach Ablauf der Friedenspflicht um Mitternacht werde es erste Warnstreiks geben. In dem Tarifkonflikt geht es um drastische Kostensenkungen.

Von ersten Warnstreiks werden nach Gewerkschaftsangaben die VW-Werke Hannover und Braunschweig betroffen sein. Aller Voraussicht nach werde es auch im VW-Werk Kassel einen rund einstündigen Warnstreik geben, sagte ein IG Metall-Sprecher. Die IG Metall hatte bisher Warnstreiks frühestens für Anfang November angekündigt, falls es bei den Gesprächen am Donnerstag keine Einigung gibt.

VW-Verhandlungsführer Josef-Fidelis Senn sagte am Abend, die Tarifparteien arbeiteten „hart” an verschiedenen Themen. Dazu zähle eine Arbeitsplatz-Sicherung für die 103 000 Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken sowie die von VW geforderten Kostensenkungen. VW will die Arbeitskosten bis 2011 um rund zwei Milliarden Euro oder 30 Prozent senken, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. Am Donnerstag hatte VW für die ersten neun Monate einen Gewinneinbruch gemeldet.

IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine sagte am Abend bei einem Fackelzug von rund 1000 VW-Beschäftigten vor dem Verhandlungsort, beim Thema Arbeitsplatz-Sicherung sei eine Einigung „prinzipiell möglich”. In vielen „Dingen” seien die Tarifparteien aber noch auseinander. Bereits am Nachmittag hatten rund 4000 VW-Beschäftigte in Hannover gegen den Sparkurs des Unternehmens protestiert.

Meine sagte zudem mit Blick auf die Krise bei Opel, in der derzeitigen Lage der deutschen Autoindustrie seien sichere Arbeitsplätze das „A und O”. Der Preis, den VW dafür verlange, sei aus Sicht der Gewerkschaft aber noch zu hoch.

Wie Meine weiter sagte, verlangt VW einen über die bisher geforderte zweijährige Nullrunde weit hinausgehenden Verzicht auf Einkommenserhöhungen für die Beschäftigten. VW wolle das Einkommen auf Jahre festschreiben und „einfrieren”. Dies wäre eine „unendliche Nullrunde” und eine „aberwitzige Vorstellung”, kritisierte Meine. Von VW gab es dazu keine Bestätigung.

Meine deutete aber zugleich eine weitere Kompromissbereitschaft der Gewerkschaft beim Thema Lohnerhöhungen an. In der vierten Tarifrunde hatte die IG Metall ihre ursprüngliche Forderung nach Einkommenserhöhungen bereits auf rund zwei Prozent halbiert. Die von VW geforderte Nullrunde lehnt die IG Metall bisher strikt ab.

Der stellvertretende VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh drohte damit, bei der Aufsichtsratssitzung am 12. November die Unternehmensplanung des Autobauers abzulehnen. Bis zu diesem Tag soll es im Tarifkonflikt eine Entscheidung geben, wie aus Verhandlungskreisen verlautete.

dpa


http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo99299.html
Donnerstag, 28. Oktober 2004, 22:29 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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