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Freitag, 10. Feb. 12

Hamburg - Der bör­sen­notierte Inter­netan­bie­ter free­net.de über­nimmt den Tele­fonie­anbie­ter Tal­kline ID. Über den Kauf­preis hätten beide Seiten Still­schwei­gen ver­ein­bart, teilte die free­net.

München - Bund und Frei­staat rüsten die Wis­sen­schaft in Bayern mit Deutsch­lands schnells­tem Super­com­puter auf. Der 38 Mil­lio­nen Euro teure Rechner des US-Her­stel­lers Silicon Gra­phics (SGI) werde Anfang 2006 in…

München - Der Münch­ner Chi­pher­stel­ler Infi­neon ver­teilt die Auf­gaben im Kon­zern­vor­stand neu. Künftig werden drei der Vor­stands­mit­glie­der für jeweils einen der Geschäfts­berei­che ver­ant­wort­lich sein.

München - Bund und Frei­staat rüsten die Wis­sen­schaft in Bayern mit Deutsch­lands schnells­tem Super­com­puter auf. Der 38 Mil­lio­nen Euro teure Rechner des US-Her­stel­lers Silicon Gra­phics (SGI) wird Anfang 2006 in…

Büdels­dorf - Der Mobil­funkan­bie­ter mobil­com ver­klagt den Bund auf Umsatz­steuer-Rück­erstat­tung in Mil­liar­den­höhe aus dem UMTS-Geschäft. „Wir werden die Klagen in den nächs­ten Tagen ein­rei­chen”…

New York - Die Soft­ware­firma Syman­tec kauft den auf Daten­spei­che­rungs-Soft­ware spe­zia­lisier­ten Anbie­ter Veritas Soft­ware im Zuge eines Akti­entauschs für 13,5 Mil­liar­den Dollar (zehn Mrd Euro).

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Formeln und Versuche im Internet

München - „E = mc²” - an solche trockenen Formeln denken viele bei Fächern wie Physik oder Chemie.

«Wikipedia.de»

Bei „Wikipedia.de” können Begriffe recherchiert werden. (Bild: Wikip./dpa/gms)

Im Internet bietet sich dagegen ein anderes Bild der Wissenschaft: In virtuellen Ausstellungen werden wissenschaftliche Phänomene anschaulich dargestellt.

Per Mausklick können Surfer Experimente mitgestalten und erhalten so einen spielerischen Einstieg in die Forschung. Viele Online-Projekte leben sogar vom Mitmachen: So können Internetnutzer von ihrem PC aus bei der Suche nach Außerirdischen helfen oder die Debatte über bioethische Fragen zur modernen Gentechnik mitgestalten.

„Wissenschaft ist nicht nur graue Theorie. Im Internet kann man die Forschung multimedial und interaktiv erleben”, sagt Sabine Hansky, Sprecherin des Deutschen Museums in München, das als eines der weltweit größten naturwissenschaftlichen Museen auch über ein umfangreiches Online-Angebot verfügt. Wer die Ausstellungen nicht vor Ort besuchen kann, erhält so von zu Hause aus einen Blick auf die Exponate: Per Video können Web-Besucher zum Beispiel das Spacelab-Weltraumlabor besichtigen oder in animierten Online-Experimenten die Eigenschaften elektromagnetischer Wellen erforschen. Für Kinder gibt es eine Seite mit einem Forscherspiel.

Auch die Max-Planck-Gesellschaft will dem spröden Image der Forschung entgegenwirken und Internetnutzern zeigen, dass Wissenschaft durchaus Spaß machen kann. So bietet sie neben aktuellen Nachrichten Web-Projekte wie „Sciencetunnel.de”, das unterhaltsam in Grundfragen der Menschheit einführt. Unter „Vcell.de” können sich Anwender in das Innenleben einer virtuellen Zelle versetzen lassen und ihr Wissen in einem Quiz und einem Online-Spiel überprüfen. „Gerade Jugendlichen lässt sich so die Wissenschaft spielerisch vermitteln”, sagt Andreas Trepte, Koordinator des Internetauftritts der Max-Planck-Gesellschaft in München.

Internetnutzer können wissenschaftliche Ereignisse zudem hautnah miterleben: So bietet die NASA Videoübertragungen der Mars-Erkundungen, und per Webcam lassen sich auch Vulkanaktivitäten und Wirbelstürme verfolgen.

Bei einigen Untersuchungen können Surfer sogar von zu Hause aus aktiv an der Forschung teilnehmen, sagt Eugen Thome aus Osnabrück, der auf seiner Internetseite „Science-at-home.de” einen Überblick über solche Projekte gibt. „Verteiltes Rechnen” heißt dabei das Motto: Die Daten werden in kleine Pakete aufgeteilt und über das Internet an Computer in aller Welt verschickt. Auf diese Weise helfen Anwender beispielsweise im SETI-Projekt bei der Suche nach Außerirdischen, aber auch bei Simulationen für die Wettervorhersage und bei der Suche nach Krebsheilmitteln.

Dabei brauchen Nutzer laut Eugen Thome nicht einmal viel zu tun: Die Programme arbeiteten meist wie ein Bildschirmschoner im Hintergrund. Wenn der Nutzer Pause macht, wird die freie Zeit automatisch zur Auswertung der Daten genutzt.

In die öffentliche Diskussion über die Ziele von Wissenschaft und Gesellschaft können sich Anwender unter anderem auf der Seite „1000Fragen.de” einbringen. „Wir wollen einen breiten Meinungsbildungsprozess zu bioethischen Fragen anstoßen”, so Projektkoordinator Christian Scheifl von der Aktion Mensch in Bonn. Über 10 000 Fragen zu Themen wie Gentechnik, Pränataldiagnostik und Sterbehilfe wurden unter der Mitwirkung von zahlreichen Prominenten im Internetforum gesammelt. Ein Teil davon wurde bereits als Buch veröffentlicht und an Vertreter aus der Politik übergeben, im nächsten Jahr soll ein zweites Buch folgen.

Wer nach Fachinformationen sucht, findet auch spezielle Internetseiten zu einzelnen Fachrichtungen: Von „Chemieonline.de” bis „Literaturwissenschaft-online.de” reicht die Palette der meist kostenlosen Lernangebote. Bei der Recherche nach einzelnen Begriffen helfen auch Wissenssammlungen wie die freie Enzyklopädie „Wikipedia.de”. Zudem bieten viele Universitäten tiefer gehende Lernhilfen: So zeigt das Institut für Medizinische Informatik in Hamburg Anatomie-Animationen im Internet, die für Studenten hilfreich sein dürften.

Anwender sollten bei wissenschaftlichen Informationen im Internet aber stets auf eine seriöse Quelle achten, rät Andreas Trepte von der Max-Planck-Gesellschaft. Denn in der Gerüchteküche des Internets wimmele es von pseudo-wissenschaftlichen Halbwahrheiten. Welcher Internet-Quelle man dabei vertrauen darf und welcher nicht - das ist wiederum eine Wissenschaft für sich.

www.science-at-home.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/computer/t/rzo110317.html
Dienstag, 07. Dezember 2004, 12:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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