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Freitag, 10. Feb. 12
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Computer
Qualität bedeutet nicht nur viele Treffer Berlin/Hamburg - Zwar haben Preisdatenbanken wie Guenstiger, Geizhals, eVendi und Froogle stets den Zweck, Tiefstpreise zu finden.
Doch der Weg dorthin unterscheidet sich - und damit oft auch das angezeigte Ergebnis. Schnäppchensucher sollten sich nicht beeindrucken lassen, wenn der Anbieter mit Millionen von Produkten wirbt, die in seiner Datenbank verzeichnet sind. Bücher, deren Preise festgelegt sind, lassen diese Zahlen ohne Nutzen für den Verbraucher anwachsen. Bücher spielen für Preisvergleicher aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle: „Die meisten Anfragen beziehen sich auf technische Produkte”, erklärt Torsten Schnoor, Geschäftsführer von Guenstiger.de in Hamburg. Das Angebot finanziert sich hauptsächlich durch Werbung. Zudem verkauft Guenstiger Informationen über die Beliebtheit bestimmter Produkte, die anonym von den Schnäppchenjägern gesammelt werden. Ähnlich läuft es bei anderen Anbietern. Allerdings lassen diese sich teilweise am Umsatz des Händlers beteiligen. „Das ist aber nicht so viel”, sagt Martin Sinner, Geschäftsführer bei Idealo.de in Berlin. Mehr als eine Million Produkte befinden sich in der Datenbank von Froogle. Der Google-Ableger startete seinen Dienst in Deutschland erst vor wenigen Tagen. „Bei uns gibt es alles vom Gummistiefel bis zum PC”, sagt Pressesprecher Stefan Keuchel bei Google Deutschland in Hamburg. Händler müssen ebenso wie Käufer dafür nichts bezahlen. Mit einer großen Werbekampagne versucht auch Kelkoo auf sich aufmerksam zu machen. Die Yahoo-Tochter in Hamburg hebt sich durch ein breites Suchspektrum hervor: Die Palette reicht vom Gebrauchtwagen über DVDs und Kinderkleidung hin zu Parfüm. Wer bei Guenstiger nach einem Produkt sucht, erhält stets nur einen Treffer angezeigt. Das ist beabsichtigt: „Wir nehmen dem Verbraucher den Preisvergleich ab”, erklärt Schnoor. Der Preis entscheidet aber nicht allein: Ein rund 20-köpfiges Team achtet laut Schnoor darauf, dass die Ware auch lieferbar ist. Die Seriosität eines Händlers überprüfe Guenstiger bereits im Vorfeld. Laut Martin Sinner werden auch bei Idealo strenge Maßstäbe angelegt: „Von den Online-Händlern, die nur auf Vorkasse liefern, sind 80 Prozent "faule Eier"”, erklärt er. Zwar würden diese regelmäßig aussortiert, doch Probleme ließen sich nicht immer verhindern. Dem Anschein nach funktioniert das System der Preisvergleicher aber grundsätzlich: „Wir haben noch nicht eine Beschwerde zu diesen Angeboten erhalten”, sagt Edda Castello von der Verbraucherzentrale Hamburg. Auch Simone Vintz von der Stiftung Warentest in Berlin hält die Preisdatenbanken für ein sinnvolles Angebot. „Da wird ein breites Spektrum angeboten. Und die Ware ist über das Internet oft günstiger zu bekommen als im Handel.” Die bloße Anzahl der Treffer allein sagt jedoch wenig über die Qualität einer Preisdatenbank aus: „Die Ware muss dann natürlich auch lieferbar sein”, sagt Simone Vintz. Der Verbraucher sollte sich bei seiner Suche auch nicht von den Versprechungen der Händler täuschen lassen: Auch wenn 24 Stunden Lieferzeit angegeben würden, dauere es in der Regel doch ein paar Tage, bis die Ware beim Kunden ankommt, so Simone Vintz. Auch auf die Versandkosten sollte man achten. Denn die werden nicht bei allen Preisvergleichern berücksichtigt. Wichtig sei aber in jedem Fall, sich bei der Schnäppchensuche nicht auf einen Preisvergleicher allein zu verlassen. „Ich würde mir immer mindestens drei Preisdatenbanken ansehen”, rät Simone Vintz. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/a/service/computer/t/rzo110318.html |
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