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Freitag, 10. Feb. 12
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Computer
Datenschnüffler auf dem Computer wieder loswerden Bonn/Berlin - Mindestens jeder fünfte Deutsche hat schon einmal so genannte Adware oder Spyware auf seinem PC entdeckt. Diese Software installiert sich meist unbemerkt vom Nutzer auf dessen Rechner. Sie sammelt dann Daten zum Beispiel über die Ausstattung des Computers oder über die Surfgewohnheiten des Anwenders und gibt diese etwa an Werbefirmen weiter. Microsoft hat bereits angekündigt, Lösungen entwickeln zu wollen, um diese Programme aufzuspüren. Ein vorsichtiger Umgang mit persönlichen Daten im Internet ist im Interesse aller Internetnutzer, sagt Johannes Landvogt, Referatsleiter in der Abteilung technologischer Datenschutz beim Bundesbeauftragten für Datenschutz in Bonn. Wer die Datenschnüffler los werden will, braucht aber nicht zu warten, bis Microsoft sein System abgesichert hat. Für Privatnutzer kostenlose Programme wie „Adaware” von der Firma Lavasoft und SpyBot Search & Destroy spüren die Datenspione auf und entfernen sie vom Computer. Hinweise darauf, dass Spionageprogramme auf dem Rechner ihr Unwesen treiben, sind zum Beispiel geänderte Startseiten im Internetbetrachtungsprogramm oder eine verdächtig langsame Onlineverbindung. „Oft werden die Spionageprogramme mit Einwilligung des Computernutzers installiert, ohne dass er weiß, worauf er sich einlässt”, erklärt Frank W. Felzmann vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Viele kostenlose Freeware- und Sharewareprogramme werden Felzmann zufolge dadurch finanziert, dass sie Spionagesoftware mitinstallieren. In den Lizenzbedingungen werde dem Nutzer zwar mitgeteilt, dass Daten gesammelt und verwertet werden. Meist würden diese Bedingungen aber schlicht überlesen oder gar nicht angeschaut. Neben Adware, die offen oder zumindest verklausuliert darauf hinweist, dass sie Daten sammelt, gibt es eine weitere Form von Programmen, die unbemerkt auf den Computer gelangt: Die als Spyware bezeichneten Programme nutzen nicht selten so genannte aktive Inhalte, um sich auf dem Computer zu platzieren. Ursprünglich ist die ActiveX genannte Funktion entwickelt worden, um beispielsweise Musik beim Öffnen einer Webseite abzuspielen. Zusätzlich zu Werbeeinblendungen, für die Spyware ebenfalls sorgen kann, werden oft Informationen über besuchte Webseiten übertragen. Diese Daten werden meist verschlüsselt weiter gegeben. Daher ist für den Nutzer nicht sichtbar, welche und wie viele Informationen verschickt werden. Felzmann rät deshalb, ActiveX im Internet Explorer, dem Standard-Browser unter Windows, abzuschalten. Seltener und gefährlicher als die mittlerweile fast alltäglichen Spy- und Adware-Programme sind so genannte Key-Logger. Diese Software überwacht die vom Computernutzer angeschlagenen Tasten und kann ihrem Programmierer Informationen über Geheimwörter oder PIN- und TAN-Nummern zusenden, wie sie beim Onlinebanking verwendet werden. „Nach unseren Informationen ist durch diese Programme bisher kein Schaden entstanden”, beruhigt Kerstin Altendorf, Sprecherin beim Bundesverband deutscher Banken in Berlin. Es hat Altendorf zufolge zwar einige wenige Abbuchungen von Hackern gegeben. Diese konnten aber alle wieder zurückgerufen werden. Um der Spionagesoftware die Arbeit von Anfang an schwer zu machen, sollten neben den genannten Programmen auch ein aktuelles Antivirenprogramm sowie eine Firewall genutzt werden. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/a/service/computer/t/rzo110736.html |
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