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Freitag, 10. Feb. 12
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Computer
60 000 Schüler lernen englisch mit dem Internet Salgen - Generell gilt Englisch als leicht zu lernende Sprache. Dennoch gibt es auch bei Englisch zahlreiche Tücken.
Wer zum Beispiel einen erfolgreichen Unternehmer als einen „successful undertaker” loben würde, stößt im besten Fall auf ein mitleidiges Lächeln. Ein „undertaker” ist ein Leichenbestatter. Diesen und viele weitere Übersetzungsfehler möchte Paul Smith aus dem schwäbischen Salgen (Landkreis Unterallgäu) mit einer eigenen Internetseite bekämpfen. Inzwischen hat der gebürtige Engländer mehr als 60 000 „Schüler”. Viele deutsche Worte klingen im Englischen ähnlich und müssen nicht einmal übersetzt werden, um verstanden zu werden. Das gilt für „Hand” und „Finger”, die im Englischen ebenso heißen. Bei anderen Wörtern ist das aber nicht so einfach. So heißt Körper eben nicht „corpse”, was nämlich „Leiche” bedeutet. „Stellen Sie sich vor, was es für eine Wirkung hätte, Ihrer Partnerin in einem romantischen Moment zuzuflüstern, sie habe "a lovely corpse"”, sagt Paul Smith. Seine Internetseite „One word a day” hilft weltweit Menschen, ihre Englischkenntnisse aufzubessern. Unter „www.owad.de” bekommen Smiths Schüler jeden Tag per E-mail ein englisches Wort zugeschickt, dessen Bedeutung und Verwendung anhand von Beispielen erklärt wird. In den vergangenen drei Jahren haben mehr als 60 000 Internetbenutzer diesen kostenlosen Service abonniert. Zusammen mit seiner Frau Helga betreibt der 54-Jährige ein Beratungsunternehmen in Salgen. Kunden sind fast ausschließlich Top- Manager großer und bekannter Unternehmen. Seine Geschäftspartner wollen in der Regel ihre Englischkenntnisse verbessern. Auch die passenden Umgangsformen bei Gesprächen und Verhandlungen mit internationalen Geschäftspartnern gehören zum Angebot des Ehepaares, das Seminare überwiegend in Deutschland, Österreich und der Schweiz abhält. Paul und Helga Smith haben sich inzwischen mit ihrem Beratungsbüro einen Namen gemacht. In mehreren Fachzeitschriften erscheinen Kolumnen von Paul Smith. In den vergangenen Jahren hat das Paar die häufigsten und kritischsten Übersetzungsfehler gesammelt und in einem Buch „On the backside please!” (Arcos Verlag, ISBN 3-935339-15-1) veröffentlicht. Der Titel zielt auf die Bitte vieler deutscher Unternehmer, einen Vertrag auf der Rückseite zu unterschreiben. „Backside heißt allerdings Hintern”, erklärt Paul Smith. Korrekt müsste es „Please sign on the reverse” heißen. "One word a day": www.owad.de dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/a/service/computer/t/rzo111301.html |
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