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Freitag, 10. Feb. 12

Hamburg - Der bör­sen­notierte Inter­netan­bie­ter free­net.de über­nimmt den Tele­fonie­anbie­ter Tal­kline ID. Über den Kauf­preis hätten beide Seiten Still­schwei­gen ver­ein­bart, teilte die free­net.

München - Bund und Frei­staat rüsten die Wis­sen­schaft in Bayern mit Deutsch­lands schnells­tem Super­com­puter auf. Der 38 Mil­lio­nen Euro teure Rechner des US-Her­stel­lers Silicon Gra­phics (SGI) werde Anfang 2006 in…

München - Der Münch­ner Chi­pher­stel­ler Infi­neon ver­teilt die Auf­gaben im Kon­zern­vor­stand neu. Künftig werden drei der Vor­stands­mit­glie­der für jeweils einen der Geschäfts­berei­che ver­ant­wort­lich sein.

München - Bund und Frei­staat rüsten die Wis­sen­schaft in Bayern mit Deutsch­lands schnells­tem Super­com­puter auf. Der 38 Mil­lio­nen Euro teure Rechner des US-Her­stel­lers Silicon Gra­phics (SGI) wird Anfang 2006 in…

Büdels­dorf - Der Mobil­funkan­bie­ter mobil­com ver­klagt den Bund auf Umsatz­steuer-Rück­erstat­tung in Mil­liar­den­höhe aus dem UMTS-Geschäft. „Wir werden die Klagen in den nächs­ten Tagen ein­rei­chen”…

New York - Die Soft­ware­firma Syman­tec kauft den auf Daten­spei­che­rungs-Soft­ware spe­zia­lisier­ten Anbie­ter Veritas Soft­ware im Zuge eines Akti­entauschs für 13,5 Mil­liar­den Dollar (zehn Mrd Euro).

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Bedrohungen im Internet: Kriminelle Banden lösen die Hacker ab

Hamburg - Die Angriffe im Internet durch Viren, Würmer und andere Schädlinge haben in diesem Jahr erneut Rekorde aufgestellt.

Virenalarm

Allein die Zahl neuer Viren ist im Jahr 2004 um 51,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen

Allein die Zahl neuer Viren ist im Jahr 2004 um 51,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, wie der Viren-Spezialist Sophos berichtet.

Doch inzwischen befürchten Experten eine völlig neue Form der Bedrohung, die die Internet-Nutzer künftig teuer zu stehen kommen könnte. Experten erwarten, dass sich sowohl Methoden als auch Ziele künftiger Angreifer im Internet in den kommenden Jahren dramatisch verändern werden. Mit professionell eingesetzten Spionage-Programmen und Verteilersystemen für Spam-Mails gehen organisierte Banden immer erfolgreicher im weltweiten Datennetz auf Raubzug.

„Die Zeiten, in denen die 14- bis 18-jährigen Teenager die Viren in Umlauf bringen, sind endgültig vorbei”, sagt Eugene Kaspersky, Chef des russischen Anti-Viren-Spezialisten Kaspersky Lab. Hat bislang der zweifelhafte Enthusiasmus vor allem jugendlicher Programmierer Internet-Nutzer in aller Welt in Atem gehalten, entdecken inzwischen mehr und mehr Kriminelle entsprechende Schadprogramme für sich.

Entsprechende Diebstahl-Attacken , mit denen sich die „Bad Boys” zu bereichern versuchen, machten inzwischen fast 90 Prozent der Angriffe aus, sagt Kaspersky. Eine Zunahme solcher Raubzüge bestätigt auch der Karlsruher Virenexperte Christoph Fischer. Im Internet könne man Geld machen, ohne sich die Finger schmutzig zu machen. „Es gibt natürlich immer noch Spinner, die das aus reinem Spaß machen.” Möglicherweise sei der Anstieg mit 90 Prozent zu hoch angesetzt. „Aber die Tendenz stimmt.”

Eine neue Form der Internet-Kriminalität seien zum Beispiel simple Schutzgelderpressungen, sagte Kaspersky. Die Drohung, einen Angriff auf den Firmen-Server zu starten, reiche häufig aus, um einen Unternehmer zur Zahlung zu bewegen. Zuletzt hatten auch so genannte Phishing-Attacken immer häufiger für Schlagzeilen gesorgt. Dabei werden ahnungslose Nutzer über E-Mails auf zum Teil professionell gefälschte Web-Sites etwa von Banken gelotst und aufgefordert, dort ihre persönlichen Daten wie PIN- oder Konto- Nummern zu bestätigen. Mit den abgefangenen Daten versuchen die Räuber dann, die entsprechenden Konten abzuräumen.

Angriffe wie die der Internet-Würmer Sasser, Netsky und MyDoom, bei denen weltweit Millionen von Rechnern infiziert wurden, wird es nach Einschätzung vieler Experten künftig vermutlich immer weniger geben. Denn gezielte, räuberische Attacken können bereits „erfolgreich” sein, wenn sie nur wenige tausend PCs ins Visier nehmen.

„Heute reicht es längst nicht mehr, nur über Viren zu sprechen”, sagt Natalya Kaspersky, Geschäftsführerin des Anti-Viren Spezialisten. Die „modernen” Angriffe nutzten mehr und mehr einen ganzen Cocktail aus verschiedenen Angriffsmethoden. Unerwünschte E- Mails (Spam) werden inzwischen mit Hilfe von Trojanern, Hintertür- Programmen und Würmern rund um den Globus verschickt. Und die Software wird immer intelligenter, kann sich selbst verändern und untereinander kommunizieren.

Eine große Gefahr geht nach Meinung der Experten derzeit von modernen Spionage-Werkzeugen wie etwa Anzeigen-Software, so genannter Ad ware, aus. „Der normale Nutzer kann oft gar nicht ermessen, was damit alles möglich ist”, sagt Fischer. Dabei handelt es sich um Programme, die auch für werbefinanzierte, kostenlose Software genutzt werden. Der Kunde erklärt sich dabei bereit, dass bestimmte Daten von ihm zum Beispiel für die Platzierung kontextbezogener Werbung erhoben werden. Die dahinter stehenden Programme seien jedoch äußerst aggressiv, sagt Fischer. Prinzipiell lassen sich damit die Bewegungen eines Nutzers im Internet nachverfolgen und Gewohnheiten analysieren, was Betrügereien aller Art ermöglichen könnte. „Da kann man ganze Horrorszenarien entwerfen.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/computer/t/rzo112745.html
Donnerstag, 16. Dezember 2004, 10:44 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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