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Sonntag, 19. Nov. 17

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Frittenbuden gehören in Belgien zur Kultur

Antwerpen - Wer in Belgien unterwegs ist, kommt an den „Frietkots” und „Frituuren” nicht vorbei.

Frittenbude

Werden zweimal gebacken: Belgische Fritten. (Bild: Tour. Flan.-Brü./dpa/gms)

In mehr als 4000 Frittenbuden werden die goldgelben Kartoffelstäbchen gebacken und mit Saucen-Varianten verfeinert: von Mayonnaise bis zu Chilisauce.

Für viele Belgier gehören die „Frietkots” zur Landeskultur. In Antwerpen gibt es sogar ein eigenes Museum für sie. Die Frittenbuden stehen in Belgien überall: an Autobahnen, auf Märkten und an den Strandpromenaden der Nordseebäder. „Pommes frites, Pralinen und Bier sind Belgiens Supertrio”, sagt Bernard Lefèvre vom Berufsverband der Frittenbäcker mit 1500 Mitgliedern. Freitagabend ist Fritten-Zeit in Belgien, dann holen Familienväter die „Frietjes” von den Buden nach Hause. Hochsaison ist auch in den Urlaubsmonaten Juli und August. „Deutsche bestellen gerne "Frieten Special" mit Mayonnaise, Tomatenketchup und Zwiebeln”, erzählt Lefèvre.

Zu Kunstwerken wurden einige Buden durch Gilles Houben. Er hat in mehr als 100 Öl- und Acrylgemälden typische Frittenbuden in Antwerpen und Brüssel festgehalten und in seinem Atelier hoch unterm Dach in Brüssel für Besucher ausgestellt. Viele seiner Motive sind inzwischen verschwunden, sie mussten etwa Neubauprojekten weichen. „Mit ihnen ist ein Stück belgisches Leben für immer gegangen”, bedauert Houben.

Im Gegensatz zur genormten Bauweise vieler Fastfood-Imbisse in den USA gleicht keine belgische „Frietkot” einer anderen: Manche sind umgebaute Campingwagen und Wohnmobile, andere ehemalige Seecontainer. „Fahren Sie mit offenen Augen durch unser Land und achten mal ganz bewusst auf "Frietkots" und "Frituuren"”, rät der Kunsthistoriker Paul Ilegems aus Antwerpen allen Touristen. „Die Frittenbuden spiegeln den Charakter meiner Landsleute wider, der von Individualismus, Improvisation und Surrealismus geprägt ist.”

Ilegems sieht viel Gutes in der Fastfood-Kultur: „Die "Frietkots" scheinen die oft zerstrittenen Volksgruppen Flamen, Wallonier und die Deutschsprachigen zu vereinen, denn sie backen überall seit Generationen die Kartoffelstäbchen auf die gleiche traditionelle Weise. Überdies besucht der Topmanager die Frittenbuden genau so wie der Arbeiter.” Rund um die Buden hat Ilegems eine Sammlung gegründet. Einige Exponate können im Obergeschoss des Schnellimbiss' „Frietkot Max” am Groenplaats Nummer 12 in Antwerpen bewundert werden.

Die traditionelle Garweise der Pommes in Belgien ist einzigartig: Bei 160 Grad werden sie vorgebacken, abgekühlt und unmittelbar nach der Bestellung der Kunden nochmals bei 180 Grad in Pflanzenöl oder Rinderfett fertig gebacken. „Durch dieses zweifache Backen werden die Frieten richtig schön knusprig-kross”, sagt Ilegems. Es gibt aber regionale Unterschiede. „11 Millimeter Dicke ist die Norm in Limburg und in Wallonien. Die Bewohner von Antwerpen bevorzugen 10 Millimeter, und rund um das flämische Gent ziehen sie die schlanken 9 Millimeter-Frieten vor. Dagegen dürfen sie in Eupen sogar 14 Millimeter dick sein”, erzählt Jozef van Remoortel, der in Verrebroek bei Antwerpen eine von rund 100 Fritten-Firmen in Belgien betreibt.

Informationen: Tourismus Flandern-Brüssel, Cäcilienstraße 46, 50667 Köln (Tel.: 0221/270 97 70).

www.flandern.com

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/reise/t/rzo114034.html
Dienstag, 21. Dezember 2004, 17:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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